Tour de France Teil III: Von Brest nach Le Croisic

Auf der Weiterfahrt kommen wir bei der Hafenstadt Brest vorbei. Hier befindet sich das Oceanopolis. In drei Pavillons können die Besucher die grossen und kleinen Meeresbewohner beobachten. Uns kommt dieses beliebte Ausflugsziel gelegen, denn heute bestätigt das Wetter die Vorurteile über das raue Klima der Bretagne.

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Hôtel de la Plage in Plonevez-Porzay

Nach diesem lehrreichen Ausflug und einer unterirdisch schlechten Verpflegung im Museums-Restaurant, geht es weiter in Richtung Süden. Die nächsten Nächte verbringen wir in Plonevez-Porzay im Hôtel de la Plage. Der Name verspricht nicht zu viel. Das 4-Sterne-Hotel liegt tatsächlich direkt am langen Sandstrand. Ausser dem rauschen der Wellen und den Rufen der Möwen ist an diesem idyllischen Ort nichts zu hören. Schon von Weitem sehen wir die blaue Flagge von Relais & Châteaux stolz im Wind wehen. Das weisse Haus mit seinem kleinen Türmchen gehört der Hotel-Vereinigung seit vielen Jahren an. Gastgeber des Kleinods sind Jean-Millau Le Coz und seiner Frau Anne.

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In den letzten beiden Jahren hat man alle 21 Zimmer umfänglich renoviert. Sie verfügen über einen schönen Parkettboden, sind sehr hell und zeitgemäss eingerichtet. Von den meisten Zimmern hat man einen Blick auf das blaue Meer. Dieses zeigt sich heute in seinem stürmischen Gewand. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen ein paar Kilometer durch den Sand zu spazieren. Um im Meer zu baden ist es heute definitiv zu kalt. Um vor dem Abendessen doch noch ein paar Längen zu schwimmen, steht ein Hotel-Pool zur Verfügung – dieser ist zum Glück beheizt.

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Heute Abend haben wir uns im Hotelrestaurant La Plage einen Tisch reserviert. Das Restaurant befindet sich in einem Wintergarten. Durch die grossen Fensterfronten hat man einen wundervollen Blick auf die Szenerie. Und was gibt es Schöneres, als in der Wärme sitzend die stürmische See zu beobachten? Für 58 € kann jeder Gast aus verschiedenen Optionen ein Menü aus vier Gängen zusammenstellen. So serviert man uns köstliche Gerichte, wie die würzig abgeschmeckte Tomatensuppe mit einer knusprigen Frühlingsrolle oder das hervorragende Soufflé mit Kirschen.

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Das Frühstück wird ebenfalls hier im Wintergarten serviert. Der Raum ist schon früh morgens mit viel Sonne durchflutet. Die Speiseauswahl ist überschaubar aber erlesen. Gute Voraussetzungen um in den Tag zu starten.

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In der Umgebung gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel den erloschenen Vulkan Ménez-Hom. Mit gerade mal 330 Metern Höhe ist er der grösste Berg in der Bretagne. Die Stadt Douarnenez ist ebenfalls einen Ausflug wert. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat schafft es in einer Stunde ans Pointe du Raz und geniesst dort einen ganz besonderen Ausblick.

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Auberge des Glazicks in Plomodiern

Ganz in der Nähe des Hotels liegt die mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnete Auberge des Glazicks. Das Lokal war vor gut einem Jahr in den Schlagzeilen, als ein paar Tage vor dem Erscheinen des Guide Michelin France, das Gerücht die Runde machte, dass eben dieses Restaurant den 3. Stern erhalten soll. Das Gerücht erhärtete sich so stark, dass hier im Haus vermutlich einige Flaschen Champagner entkorkt wurden. Doch unglücklicherweise blieb es bei diesem Gerücht. Die drei neuen Sterne gingen in die Alpen nach Saint-Martin-de-Belleville, und die Bretagne wartet weiterhin auf ihr erstes 3-Sterne-Restaurant.

Wir bestellen das Menu Passion für 180 €. Das Restaurant ist voll und das sehr nette Serviceteam leider masslos überfordert. Die Gäste sitzen nicht nur vor gähnend leeren Weingläsern, sondern warten auch eine ganze Stunde auf das erste Gericht und nochmals 50 Minuten auf den zweiten Gang. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt. Zwar sind einige Gerichte etwas ausdruckslos, dafür gibt es auch zwei Highlights. Zum Beispiel die spannende und nicht alltägliche Kombination vom Hummer mit verschiedenen Fleischspezialitäten (vom Hackfleisch bis zum Würstchen). Gar auf 3-Sterne-Niveau ist der grossartige Lauch, der nach einem alten Rezept im Feuer gebraten und verkohlt wurde. Dadurch entfaltet sich im Innern ein grossartiges Aroma. Dazu kombiniert Olivier Bellin Austern und Knochenmark.

Wertung für Auberge des Glazicks:

Gourmör O7 / Michelin M2

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Am nächsten Morgen geht unsere Reise weiter der Küste entlang in Richtung Süden. Das nächste Ziel ist Le Croisic. Dabei verlassen wir die Bretagne und fahren in die Region Pays de la Loire. Vor der Grenze machen wir aber noch einen Halt in Carnac. Der kleine Ort an der Atlantikküste ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Hier befinden sich nämlich die Steingehege der Bretagne, eine äusserst seltene Form der Steinsetzung. Die Steine, um die sich viele Mythen ranken, sind über eine riesige Fläche verteilt.

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Spätestens mit dem Grenzübertritt wird auch das Wetter freundlicher. So lohnt es sich auch einen Abstecher nach Le Guerno zu machen. Hier befindet sich ein besonderer Tierpark mit dem Namen Branféré. Die unzähligen Tiere haben hier einen grossen Auslauf. Zum Teil sind eher die Besucher eingesperrt als die Tiere.

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Le Fort de l’Ocean in Le Croisic

Es dämmert bereits, als wir in Le Croisic eintreffen. Unser Hotel Le Fort de l’Ocean befindet sich etwas ausserhalb, direkt am Meer an einer (zum Glück nur schwach befahrenen) Strasse. Schon die Anfahrt zu der ehemaligen Burg ist einmalig und voller Magie. Nicht nur die Burgmauern stehen noch, sondern auch die Gräben und die Zugbrücke sind noch vorhanden.

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Am nächsten Morgen zeigt sich das einzigartige Hotel in seiner ganzen Pracht. Von den Liegestühlen am Pool hat man einen wundervollen Blick auf das azurblaue Meer das uns regelrecht zu Füssen liegt. Das Haus hat lediglich neun Zimmer. Die Wünsche fürs Frühstück werden beim Check-in bei der Rezeption deponiert. Das Team organisiert die Köstlichkeiten vom lokalen Bäcker. Das Zmorge wird dann wahlweise im hellen Frühstücksraum oder auf der malerischen Terrasse serviert.

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Hier in der Gegend gäbe es eigentlich einiges zu entdecken. Doch wir schaffen es nicht weit. Denn das zauberhafte Hotel mit seinem idyllischen Garten und dem schönen Pool hat uns regelrecht in seinen Bann gezogen. So geniessen wir unser kleines Paradies, das Rauschen des Meeres, die jodig-salzige Luft und die herrliche Ruhe. Immerhin lassen wir es uns nicht nehmen, den Dorfkern von Le Croisic und die Salzgärten von Saillé zu besuchen.

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Das Le Fort de l’Océan musste vor zwei Jahren sein Sternerestaurant schliessen, nachdem der Küchenchef das Lokal verliess und man keinen geeigneten Nachfolger fand. Man hat zwar Pläne das Restaurant wieder zu eröffnen doch bis dahin müssen die Gäste extern dinieren. Wir haben uns deshalb für den Abend im Restaurant Le Saint-Alys einen Tisch reserviert. Wie auch die vielen anderen Restaurants auf unserer Reise, war auch dieses Lokal bis auf den letzten Platz besetzt. Die Franzosen gehen offensichtlich gerne auswärts essen, egal welcher Wochentag es ist. Das Essen ist dann auch sehr gut und der Bib Gourmand von Michelin korrekt vergeben.

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Zum letzten Teil…

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Highlights des Jahres 2015

Das Jahr 2015 ist seit ein paar Tagen bereits wieder passé. Es wird als das Jahr in die kulinarische Geschichte eingehen, als zum ersten Mal drei Schweizer Restaurants mit 3-Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Für uns war das letztjährige Jahr auch darüber hinaus sehr spannend. Wir haben viele passionierte Menschen getroffen, neue Orte entdeckt und Unvergessliches erlebt.

Wir eröffneten das Jahr in Athen. Der griechischen Hauptstadt sah man das strenge Sparpaket deutliche an. Das Leben auf der Strasse ist rau und trist. Nur selten blickte man in fröhliche und optimistische Gesichter. Zum Glück haben noch nicht alle Griechen aufgegeben. Auch die beiden einzigen 2-Sterne-Restaurants leiden zwar stark unter der grassierenden Finanzkrise, kämpfen aber unerbittlich um Gäste. Nach der Heimreise ging es nach Samnaun. Auch das kleine Schweizer Bergdorf hat Sorgen. Just am Morgen unserer Anreise hat die Nationalbank das Ende des Mindestkurses verkündet und die sonst schon gebeutelte Hotellerie und Gastronomie weiter unter Druck gesetzt. Aber auch hier hat es einige passionierte Kämpfer die so schnell nicht aufgeben. So gibt es in Samnaun gleich zwei Restaurants die sich drei Michelin-Sterne teilen. Ein weiteres Argument um das entlegene Dörfchen zu besuchen.

Unvergessen bleibt auch der Besuch im The Alpina in Gstaad. In einem der jüngsten 5-Sterne-Hotels erlebten wir wundervolle Tage. Die Gastronomie wird im luxuriösen Haus gross geschrieben. Markus G. Lindner begeisterte uns mit einem hervorragenden Menü. Unser Sommelier des Jahres hat uns dazu die beste Weinbegleitung des vergangenen Jahres kredenzt.  Nach dem Winter zog es uns ins mediterrane Tessin wo wir auch unsere diesjährigen Gastgeber des Jahres kennenlernen durften. Ein weiteres Highlight war die Reise durch Frankreich auf der wir unzählige Eindrücke sammeln konnten. Kurz vor der Abreise stand der lang ersehnte Besuch im Restaurant de l’Hotel de Ville an. Dies ist ein ganz besonderes Haus mit einer unglaublichen Aura. Die Brigade um Benoît Violier hat auch einige Gerichte zu unserem Menü des Jahres beigesteuert. In der zweiten Jahreshälfte ging es nach London (Berichte folgen) und im Dezember besuchten wir Heiko Nieder im The Restaurant in Zürich. Der 43-jährige servierte uns das beste Menü des Jahres und ist deshalb unser Koch des Jahres.

Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf viele grossartige Momente und darauf diese mit euch zu teilen. Heuer geht es unter anderem nach Sankt Moritz und Saas-Fee. Hoffen wir, dass Frau Holle bis dahin doch noch ihre Arbeit aufnimmt. Im Mai darf es wieder warm werden. Dann steht ein Besuch im malerischen Ascona auf dem Programm. Im Sommer geht es nach Bangkok ein Tisch im Gaggan – gemäss St. Pellegrino das 5. beste Restaurant der Welt – ist bereits reserviert. Im Spätsommer geht es dann nach Vals zum neuen Shooting Star Sven Wassmer. Ebenfalls fix ist der Besuch beim neuen 3-Sterne-Koch Peter Knogl im Cheval Blanc. Im Oktober wagen wir einen Abstecher nach Budapest. In der ungarischen Hauptstadt soll es einiges zu entdecken geben. Ein spannendes Programm, welches noch um einige Perlen ergänzt wird.

Wir danken für euer Interesse und hoffen, dass wir euch auch im kommenden Jahr zu mehr Genuss animieren können.

 

Hier sind unsere Highlights des Jahres 2015

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Koch des Jahres 2015: Heiko Nieder – The Restaurant in Zürich

Weil… er nicht nur das beste Menü des vergangenen Jahres zubereitete, sondern auch eines der besten in unserem Leben. Nieder schafft es unvergessliche Geschmacksbilder auf den Teller zu zaubern. Seine Gerichte strotzen von Power und einer beeindruckenden Eleganz.

 

 

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Gastgeber des Jahres 2015: Dario Pancaldi und Andreas Schwab in Tentazioni in Cavigliano

Weil… man sich bei den Beiden wie zu Hause fühlt und die zwei Ragazzi von Engagement und Leidenschaft strotzen. Die Passion spürt man sowohl auf dem Teller, als auch im Service der sehr aufmerksam und kollegial ist. Ein wahrlich wundervoller in dem man gerne Gast ist.

 

 

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Sommelier des Jahres 2015: Pierfranco Lavra im Sommet in Gstaad

Weil… uns der gebürtige Italiener eine Getränkebegleitung der Extraklasse servierte. Jeder Wein hat das entsprechende Gericht nicht nur begleitet, sondern unterstrichen. Dabei hat er nicht nur klassisch auf Weine zurückgegriffen, sondern auch Bier und Sake kredenzt. Eine unvergessliche Begleitung die viele 08/15-Weinreisen als Farce entlarvt.

 

 

 

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Gebäck: Pascade SaQuaNa in Honfleur (F)

Weil… uns das noch warme Gebäck mit Trüffel-Öl und Schnittlauch mit seinem traumhaften salz-süssen Kontrast begeisterte.

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Brot: The Restaurant in Zürich

Weil… die Brotauswahl weltweit zu den besten gehört. Jedes Gebäck schmeckt grossartig und die Aufstriche sind schlicht genial.

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Apéro Häppchen: Homann’s in Samnaun

Weil… die drei Petitessen unglaublich intensiv und traumhaft schmeckten und jedes auf seine Art begeisterte. So muss ein Menüauftakt schmecken.

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Amuse Bouche: Lachsrogen / Passionsfrucht, LakritzThe Restaurant in Zürich

Weil… Heiko Nieder es schaffte absolut konträre Zutaten zu kombinieren um daraus ein unvergessliches Gericht zu zaubern. So muss eine avantgardistische Küche schmecken.

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Erste Vorspeise: GargouillouBras in Laguiole (F)

Weil… der berühmte Salat, bestehend aus 70 Kräuter- und Gemüsesorten, bei jedem Bissen anders schmeckte. Ein grossartiges Erlebnis.

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Zweite Vorspeise:  Kobe-Rind aus Japan / Essenz, Gerste, Ingwer, Klettenwurzel, TamarineThe Restaurant in Zürich

Weil… wir noch nie Kobe-Rind in dieser Qualität und Intensität gegessen haben. Ein komplett neues Geschmackserlebnis!

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Dritte Vorspeise: Ni chaud ni froid – Bras in Laguiole (F)

Weil… diese Gänseleber schlicht einer der besten ist, die uns bis anhin serviert wurde.

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Vierte Vorspeise: Rotes Almsaiblingsfilet vom Arlberg mit Rettich, Gurke, Zitrone & QuinoaLa Miranda in Samnaun

Weil… das Gericht nicht nur eindrücklich präsentiert wurde und wunderbar duftete, sondern auch den Gaumen begeisterte.

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Fünfte Vorspeise: Steinbutt – Kräuter – Grünes GemüseLa Passion in Eglisau

Weil… Christian Kuchler mit diesem hervorragenden Steinbutt und der zauberhaften Schwertmuschel uns nicht nur begeistert hat, sondern auch offenbarte welch grosses Talent in ihm steckt.

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Sechste Vorspeise: Hamachi / Limette / Erdnuss / EdamameSommet in Gstaad

Weil… nicht nur die harmonische Kombination auf dem Hauptteller grossartig schmeckte, sondern auch die traumhaften Spargeln im Knuspermantel.

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Siebte Vorspeise: Gitzi – Mönchsbart, Gewürzschokolade – Tentazioni in Cavigliano

Weil… das Gericht so wunderbar süffig war und richtig viel Power hatte.

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Achte Vorspeise: Getauchte Jakobsmuschel aus Norwegen / Kalb, Erdnuss, Dill, KaviarThe Restaurant in Zürich

Weil… Heiko Nieder hier wiederum ein einmaliges Geschmacksbild auf den Teller gezeichnet hat, an welches wir uns ewig erinnern werden.

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Neunte Vorspeise: Rind / champignon_spitzkohl_sonnenblume – focus in Vitznau

Weil… uns Nenad Mlinarevic mit diesem köstlichen Gericht gezeigt hat, wie 100 % Schweiz schmecken kann.

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Erster Hauptgang: Langoustine Royale de la mer Celtique – Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier

Weil… bei diesem atemberaubenden Gericht nicht nur der grossartige Kaisergranat begeisterte, sondern auch die fantastische Zitronensauce.

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Zweiter Hauptgang: Suprême de pigeonneau – Le Moissonnier in Köln (D)

Weil… hier die Genialität des Konzepts, der verschiedenen Teller pro Gang, so richtig zur Geltung kommt. Wir haben uns in den Tellern förmlich verloren.

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Dritter Hauptgang: “Milchkälbli”Homann’s in Samnaun

Weil… uns Daniel und Horst Homann zeigten wie gut es schmecken kann, wenn man nicht nur das Filet serviert, sondern das ganze Tier verwertet. Wunderbar!

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Pré Dessert: Noisettes piémontaisesRestaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier

Weil… die Kombination aus Gianduja und Zitrone schlicht traumhaft schmeckte.

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Erstes Dessert: Chocolate soup – Funky Gourmet in Athen (GR)

Weil… das Dessert kühl, leicht und voller Eleganz war. Absolut wunderbar.

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Zweites Dessert: Premières Cléry Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier

Weil… das wundervolle Dessert wunderbar fruchtig und leicht schmeckte. Ein wundervoller Abschluss eines Menüs.

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Friandises Homann’s in Samnaun

Weil… uns der süsse Abschluss nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ begeisterte. Genau so stellen wir uns das Schlaraffenland vor.

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Übersicht aller 2015 bewerteten Restaurants:

 

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The Restaurant in Zürich

 

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Bras in Laguiole (F)
Homann’s in Samnaun
Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier
Sommet in Gstaad

 

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Funky Gourmet in Athen (GR)
La Miranda in Samnaun

 

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La Passion in Eglisau
Le Chat-Botté in Genf
Spondi in Athen (GR)
Tentazioni in Cavigliano

 

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Tour de France Teil II: Von Bayeux nach Trébeurden

Die Normandie mit ihrer besonderen Landschaft gefällt uns ungemein. Wir geniessen die Weiten, die saftigen Felder und die Tatsache, dass sich hinter jeder Kurve ein neues, charmantes Dörfchen versteckt. Entsprechend stark bedauern wir es, dass unsere Zeit hier bereits vorbei ist und die Bretagne ruft. Da die Bretagne für die besten Fische, Krusten- und Schalentiere bekannt ist, lassen wir uns aber davon abbringen noch ein paar Tage in der Normandie anzuhängen.

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Auf der Fahrt in die nordwestlichste Region Frankreichs, machen wir einen kurzen Halt in Bayeux. Das kleine Städtchen ist für seine imposante Kathedrale bekannt. Das beinahe 100 Meter hohe Bauwerk im gotischen Stil ist aber nicht der einzige Grund, weshalb sich hier ein Aufenthalt lohnt. Ein Spaziergang an der l’Aure, welche sich malerisch durch das ganze Dorf schlängelt, ist genau so schön. Ein guter Tipp zum Mittagessen ist das La Rapière. Das kleine Lokal befindet sich in einer Seitengasse und ist mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet.

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Kurz vor der Grenze zur Bretagne, machen wir einen letzten Zwischenhalt um eine der beliebtesten Touristenattraktionen Frankreichs zu besuchen: den Mont-Saint-Michel. Vom 8. Jahrhundert bis 1960 lebten hier Benediktiner. Seit 35 Jahren zählt die 92 Meter hohe Insel zum UNESCO Weltkulturerbe. Jährlich strömen 3,5 Millionen Besucher hierher, weshalb die engen Gassen doch stark an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Entsprechend kurz fällt unser Besuch aus. Uns ist es nun nach etwas Ruhe und wir nehmen die letzten 50 Kilometer bis zum Hotel in Angriff.

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Unser Hotel ist in Cancale. Die Einheimischen nennen ihr Städtchen selbstbewusst die Austernhauptstadt. Seit dem 13. Jahrhundert werden hier die begehrten Muscheln in grossen Mengen gezüchtet. Heute sind es jährlich 6’000 Tonnen die aus den Austernbänken geholt werden. Am Hafen kann man die Austern dann auch an verschiedenen Marktständen kaufen und direkt am Strand verspeisen. Einmal gegessen, wirft man die Schalen zurück ins Meer und übergibt die Überreste damit wieder ihrem Ursprung. Eine schöne Metapher, die bei Ebbe zu hohen Bergen aus Austernschalen führt.

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Les Maison de Bricourt in Cancale

Unser Hotel, das Les Maison de Bricourt, liegt etwas ausserhalb von Cancale. Es thront idyllisch auf einer Anhöhe mit Blick auf das Meer. In der Ferne kann man sogar, das am Nachmittag besuchte, Le Mont-Saint-Michel ausmachen. Das wundervolle Hotel gehört zur Relais & Châteaux Vereinigung und hat einen berümten Hausherr: Olivier Roellinger. Roellinger hatte bis 2008 ein Restaurant in Cancale welches mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet war. Nach einer schweren Krankheit entschied sich Roellinger dazu das Restaurant zu schliessen. Einige Jahre später übernahm er dann dieses wundervolle Hotel und umsorgt seitdem hier seine Gäste.

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Selbstverständlich, dass hier auch die Kulinarik eine wichtige Rolle spiel. Zwar bestehen keine Ambitionen um wieder ganz Oben mit zu kochen, doch auf den Michelinstern des Restaurant Le Coquillage ist man sehr stolz. Den Küchenchefposten hat Olivier Roellinger nicht mehr selber inne, sondern sein langjähriger Mitarbeiter Jérôme Aumont. Roellingers Sohn Hugo ist Sous-Chef der grossen Brigade. In einem kleinen Schuppen im Garten ist eine kleine Bäckerei eingerichtet. Hier wird das wohlduftende Gebäck für das Frühstück und fürs Restaurant gebacken.

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Das Hotel mit seinen 13 Zimmern ist überraschend lebendig. Immer wieder huscht irgendwo ein Koch vorbei oder einer der elegant gekleideten Servicemitarbeiter bringt einem Gast auf der Terrasse einen frischen Tee. Neben der einzigartigen Ruhe und der wundervollen Aussicht, begeistert uns auch der weitläufige Park. Auf dem Hotelgelände finden wir einen Kräutergarten, einen kleinen Wald und sogar Esel die friedlich weiden. Und überall dazwischen stehen Liegestühle welche die Gäste einladen die Idylle zu geniessen.

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Es versteht sich von selbst, dass wir für den Abend einen Tisch im eingangs erwähnten Gourmetrestaurant reservierten. Das Le Coquillage ist auf zwei Speiseräume verteilt. Der nostalgische Boden ist immer noch im Originalzustand. Der Blick auf den Ozean ist traumhaft. Die Speisen sind liebevoll zubereitet. Dabei spielt das Meer – und dessen Produkte – eine zentrale Rolle. Ob Butter mit Seegras, „Meerwasser“ als Amuse Bouche oder das eigentliche Menü bei dem in jedem Gang ein Protagonist die Hauptrolle spielt, der noch vor Stunden im Wasser vor uns schwamm. Das Highlight kommt am Schluss, in Form eines Dessertwagen der von oben bis unten mit süssen Köstlichkeiten aus der Pâtisserie bestückt ist.

Wertung für Le Coquillage: O6

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Frankreich_II_18Küchenchef Jérôme Aumont mit seinem Sous-Chef Hugo Roellinger

 

Nach drei wundervollen Tagen müssen wir diesen einmaligen Ort bereits verlassen. Wir sind uns aber sicher, dass wir eines Tages an diesen unvergesslichen Ort zurückkehren werden.

Unser nächstes Ziel ist das 170 Kilometer westlich liegende Trébeurden. Auf dem Weg dahin machen wir zwei Stopps. Der Erste in Saint-Malo. Die Stadt mit knapp 55’000 Einwohner hat den bedeutendsten Hafen an der bretonischen Nordküste. Die Stadt ist umgeben von einer begehbaren Wehrmauer. Darauf lässt sich die Stadt wunderbar erkunden. Saint-Malo hat sehr viel Charme, nette Restaurants und auch ein kleines Künstlerviertel.

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Den zweiten Halt machen wir am Cap Fréhel. Die bis zu 70 Meter hohen Klippen bieten einen fantastischen Blick aufs Meer. Hier kann man sich hinsetzen, die angenehme Sommerbrise geniessen und sich von der visuellen Naturpracht begeistern lassen.

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Manoir de Lan Kerellec in Trébeurden

Die nächsten Tage verbringen wir im Relais & Châteaux Manoir de Lan Kerellec. 1925 wurde das Anwesen gebaut.  Es befindet sich noch heute im Besitz der Familie Daubé. Alle 19 Zimmer sind individuell eingerichtet und bieten einen phänomenalen Blick auf das Meer.

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Die meisten Zimmer verfügen über einen kleinen Balkon von dem man jeden Abend den zauberhaften Sonnenuntergang bestaunen kann. Das Manoir de Lan Kerellec ist ein ruhiges Hotel. Ein Ort für Geniesser. Das Haus ist sehr gepflegt und liebevoll eingerichtet. Die gute Führung und die familiäre Stimmung tun ihr Weiteres.

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Das gleichnamige Restaurant Manoir de Lan-Kerellec beeindruckt die Gäste mit einem beeindruckenden Interieur, einem aufmerksamen Service und mit einer Küche die seit einigen Jahren mit einem Michelin Stern ausgezeichnet ist. Der erst 28-jährige Mathieu Kergourlay hat den Chefposten inne und begeistert seine Gäste mit einer Küche die sich stark auf Fische und Krustentiere fokussiert. Den Apéro mit den ersten Häppchen geniessen wir in der Lounge mit Blick aufs weite Meer. Anschliessend geht es ins gemütliche Restaurant mit der auffallenden Decke, die aussieht wie ein umgekehrter Schiffsrumpf. Durch die Fensterfront hat man auch von hier einen Blick aufs azurblaue Meer. Die Küche serviert uns feine Köstlichkeiten wie der japanisch anmutenden Kaisergranat mit Wasabi, frischen Hummer, Krabbenfleisch-Röllchen mit Grapefruit und Saint-Pierre mit Fenchel und Tomaten. Ausgezeichnet dann die Zitronen-Tarte mit Joghurtsorbet welches das sehr gute Menü für äusserst faire 88 € abschliesst.

Wertung Manoir de Lan Kerellec: O6

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Frankreich_II_50Küchenchef Mathieu Kergourlay

 

Zum Frühstück serviert man frisch gepressten Orangensaft, feines Gebäck und eine schöne Auswahl an Cerealien. Als Krönung obendrauf gibt den wundervollen Blicks aufs Meer. Schöner lässt sich ein Tag nicht starten. Später kann man die warme Sonne auf der grossen Liegewiese geniessen oder sich im gepflegten Garten einen schattigen Platz suchen. Wer genug Sonne getankt hat, findet in der gut sortierten Hotelbar bestimmt einen schönen Drink oder bestellt in der Küche eine grosse Meeresfrüchteplatte.

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Zum dritten Teil…