Carlton Hotel in St. Moritz

Es ist eisig kalt an diesem frühen Morgen im März. Ein letzter Kontrollblick in den Kofferraum lässt uns wissen, dass wir an alles gedacht haben. Nun geht es los in Richtung St. Moritz. Für die nächsten vier Tage meldet der Wetterbericht mehrheitlich gutes Wetter. Wir fahren deshalb früh los, weil wir noch vor dem Mittag auf den Pisten stehen wollen. Das 163 Pistenkilometer grosse Ski-Gebiet Corviglia gehört zu unseren liebsten Destinationen. Das Gebiet ist super erschlossen, hat geniale Pisten und für Gourmets gibt es einige grossartige Adressen, um sich am Mittag zu stärken.

Die Fahrt über den Julierpass ist beeindruckend. Die grossen Schneemassen glitzern in den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Kaum in St. Moritz angekommen steigt die Vorfreude ins Unermessliche. Und als wir schliesslich vor dem imposanten Carlton Hotel vorfahren, wird uns richtig warm ums Herz. Es ist unglaublich schön wieder hier zu sein! Das Top-Hotel mit seinen 82 Suiten gehört zu den besten Adressen in den Alpen.

Majestätisch thront das Luxushotel über dem mondänen St. Moritz. Während wir noch staunen, werden wir vom Empfangs-Team herzlich willkommen geheissen. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, entsprechend rasch wollen wir auf die Pisten. Das geht hier im Carlton sehr schnell. Während unser Gepäck verstaut wird und die Skiausrüstung in den grossen Skiraum wandert, können wir uns umziehen. Im Skiraum werden uns anschliessend vom freundlichen Mitarbeiter die Skischuhe gereicht, während das Carlton-Team bereits die Skier in den Shuttle-Bus einlädt. Zuvorkommend und äusserst komfortabel. Der Shuttle bringt uns dann in wenigen Minuten zur Standseilbahn-Station. Von dort geht es mit der Bahn ins Schneeparadies auf 2486 Meter über Meer.

Die Verhältnisse auf Corviglia sind perfekt. Wir geniessen die genialen Pisten – fahren unermüdlich hoch und runter. Wie schnell die Zeit vergeht, wird uns erst bewusst, als unsere Mägen zu knurren anfangen. Ein kurzer Anruf beim Carlton-Concierge und schon ist im el paradiso ein Tisch reserviert. Auch bei den anderen begehrten Gourmet-Hotspots lohnt es sich auf die Hilfe des Concierges zurückzugreifen – dank den guten Kontakten kriegt man auch bei guter Buchungslage oftmals noch einen Tisch.

Die letzte Talabfahrt des Tages ist immer etwas Spezielles und wir geniessen diese besonders. Nach einer langen Abfahrt unten im Tal angekommen, wartet bereits der Carlton-Shuttle. Nichts mit mühsamen Ski-Tragen – der Fahrer nimmt uns die Brätter ab und wir dürfen auf den bequemen Ledersesseln Platz nehmen. Nach einer kurzen Fahrt ins Hotel, geht es in unsere Kandinsky Junior Suite auf der 5. Etage. Diese Suite ist etwas ganz Besonderes. Sie ist dem russischen Maler gewidmet. Der Legende nach, hat Wassily Kandinsky in diesem Zimmer genächtigt und, weil er aus dem Traum gerissen kein Papier zur Hand hatte, die Wände bemalt. Heute müsste er dies nicht mehr tun. Passend zum Thema, steht eine Staffel bereit – falls ein Gast in einer nächtlichen Umwandelung seine künstlerische Ader ausleben möchte. Die Junior Suite bietet viel Platz und ist mit hochwertigen Materialen eingerichtet. Vom Balkon hat man einen wunderschönen Blick auf den St. Moritzersee und das umliegende Bergpanorama.

Bevor es heute Abend ins Romanoff geht, nehmen wir in der grossen Hotel-Bar einen Apéro. Die Stimmung hier ist wundervoll. Und seit unserem letzten Besuch wirkt der hohe Raum, dank den auf die Säulen gerichteten Lichter, noch imposanter. Noch immer werden die grossen Cheminées jeden Abend eingefeuert und am Nachmittag erhellen Piano-Klänge die Bar. Es ist ein schönes Gefühl in den massiven Ledersesseln zu sitzen und die Wärme des knisternden Feuers zu spüren.

Neben dem Restaurant Romanoff gibt es im Carlton mit dem Da Vittorio – St. Moritz auch ein Sternerestaurant der Familie Cerea, welche im italienischen Brusaporto ein 3-Sterne-Restaurant haben. Unser Bericht über das Da Vittorio – St. Moritz folgt.

Nach einem erholsamen Schlaf in dem äusserst bequemen Bett, geht es am Morgen zuerst zur Nespresso-Maschine im Zimmer. Kaum ist der letzte Tropfen in der Tasse, treten wir auf den kleinen Balkon. Von hier geniessen wir den wundervollen Blick auf St. Moritz. Leider aber auch auf den mit Wolken behangenen Himmel. Das schöne Wetter gönnt sich offenbar eine kleine Pause. Die schlechte Botschaft verdauen wir schnell. Wenn man in einem solch schönen Hotel wie dem Carlton ist, freut man sich regelrecht über einen Tag mit schlechtem Wetter. Denn so kann man sich genügend Zeit nehmen, um alles in dem schönen Haus zu entdecken und auch in die Spa-Welt einzutauchen.

Das Highlight des Spas ist der kleine Aussenpool den man schwimmend von innen erreicht. Dieser warme und sprudelnde Pool ist auch die erste Anlaufstelle an den restlichen Tagen, jeweils wenn wir die Talabfahrt beenden. Kaum im Hotel geht’s jeweils unter die Dusche und dann hier raus. Die Stimmung ist fantastisch, wenn man sieht wie die letzten Sonnenstrahlen die Bergwelt erhellen. Zudem ist es eine absolute Wohltat, wenn man seine müden Muskeln im warmen Wasser baden kann.

Auch am letzten Tag starten wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Licht durchfluteten Restaurant Romanoff wird das gut sortierte Buffet aufgebaut. Die Auswahl ist gross. Natürlich darf eine Karte mit Eierspeisen nicht fehlen – besser lässt es sich ein Tag nicht starten.

Bevor es nach dem letzten Skitag nach Hause geht, trinken wir auf der traumhaften Carlton-Terrasse mit Blick auf St. Moritz einen heissen Tee. Wir geniessen noch einmal diesen magischen Ort und lassen die vergangenen Tage Revue passieren. Das Wochenende im wunderschönen Carlton werden wir niemals vergessen. Dies ist zum Grossteil dem wundervollen Gastgeber Philippe D. Clarinval und seinem starken Team zu verdanken. Ob im Restaurant, an der Bar, an der Reception oder im Ski-Shuttle – überall trifft man auf tolle Mitarbeiter, die den Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem machen. Die Tage vergingen wie im Fluge. Dabei gäbe es im Carlton noch so viel mehr zu erleben. Zum Beispiel ein Afternoon-Tea bei Piano-Klängen. Oder einen Ausflug mit dem hauseigenen Outdoor-Butler der die besten Routen zum Wandern oder Skitouren kennt. Oder im Spa eine Nui Thai Massage. Doch dies wird eine andere Geschichte …

Carlton *****
Via Johannes Badrutt 11
7500 Sankt Moritz
Website


(Besucht im März 2019)

Der grossartige Gastgeber Philippe D. Clarinval ist seit 2017 Hoteldirektor des Carlton St. Moritz

Gault-Millau Schweiz 2020

Basel ist die Gourmet-Hauptstadt der Schweiz. Zumindest wenn es nach dem Gault-Millau geht. Von den letzten 10 Gault-Millau-Ausgaben wurde ganze 4 (!) in Basel präsentiert. Die Präsentation findet traditionsgemäss beim neuen „Koch des Jahres“ statt. Entsprechend war für jeden Kenner klar, wer heuer die wichtige Auszeichnung entgegennehmen darf, als Gault-Millau ins Restaurant  Stucki – Tanja Grandits  geladen hat. Hier auf dem Bruderholz wurde heute morgen der neue, 566-Seiten dicke Gault-Millau Schweiz 2020 vorgestellt. Mit 870 Restaurants wurden so viele ausgezeichnet wie noch nie. 96 Adressen wurden neu entdeckt, 103 Restaurants wurden aufgewertet und 48 Lokale mussten einen Punkt abgeben. Kurz vor zwölf Uhr durfte unter grossem Applaus die grossartige Tanja Grandits die Bühne betreten und stolz die Auszeichnung zum „Koch des Jahres 2020“ entgegen nehmen. Gleichzeitig gibt es auch die Aufwertung auf 19 Punkte. Basel ist somit die einzige Schweizer Stadt mit zwei 19-Punkte-Chefs.

„Koch des Jahres“ – Tanja GranditsStucki – Tanja Grandits in Basel

Tanja Grandits – Köchin des Jahres 2020 (Bild: Gault-Millau Schweiz)

 

Eine Kreation von Tanja Grandits

 

Neben der Wahl zum „Koch des Jahres“ gibt es noch viele weiterer Auszeichnungen. Hier die Übersicht der diesjährigen Preisträger:

„Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz I“ – Patrick Mahler focus in Vitznau
„Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz II“ – Stefan Heilemann Ecco Zürich in Zürich
„Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz III“ – Mitja Birlo 7132 Silver in Vals
„Aufsteiger des Jahres im Tessin“ – Rolf FliegaufEcco in Ascona
„Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz“ – Romain PaillereauLa Pinte des Mossettes in Cerniat

„Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz“ – Paolo CasanovaChesa Stüva Colani in Madulain
„Entdeckung des Jahres in der Westschweiz“ – Jérémy Desbraux Maison Wenger in Le Noirmont

„Sommelier des Jahres“ – Edmond GasserAnne-Sophie Pic au Beau-Rivage Palace in Lausanne
„Patissier des Jahres“ – Kay Baumgardt Incantare in Heiden

 

Das Restaurant Stucki – Tanja Grandits ist neu mit 19 Punkten dekoriert

 

Grossen Zuwachs gibt es in der 18-Punkte-Liga. Gleich sieben Restaurants schaffen es auf diese Stufe. Gleich fünf Chefs werden als „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet – so viele wie noch nie. Nachdem das Da Vittorio im letzten Jahr einen Punkt verloren hatte, konnte man diesen heuer wieder zurückerobern. Bei Sven Wassmers neuem Restaurant Memories in Bad Ragaz scheinen die Tester indessen nicht ganz sicher zu sein und setzt die hohe 18er-Note in Klammern.

Der grosse Verlierer des Tages ist der „Aufsteiger des Jahres 2012“ Daniel Homann vom Restaurant Homann’s in Samnaun. Der engagierte Chef verliert seinen 18. Punkt und ist neu mit 17 Punkten bewertet. Ansonsten gibt es in den höchsten Rängen (19 – 17 Punkte) wie gewohnt fast keine Abstufungen. Einzig das Principe Leopoldo in Lugano muss nach einem Chefwechseln einen Punkt abgeben und ist neu mit 16 bewertet. Noch eine Bemerkung am Rande: Grafisch musste sich der Guide Schweiz nochmals etwas an den Lizenzgebenden Guide Frankreich anpassen. Nachdem das Cover vor ein paar Jahren von rot auf gelb wechselte, wurden jetzt die Anzahl Hauben erhöht. 19 Punkte-Restaurants haben jetzt fünf Hauben, 17 – 18 Punkte deren vier usw.

 

Die Gault-Millau Punkte 2019

Hier die Auflistung aller Restaurants mit 16 – 19 Punkten. Die ausführliche Beschreibung und die Lokale mit 12 – 15 Punkte findet ihr im neuen Gault-Millau Schweiz 2020.

Basel BS – Cheval Blanc by Peter Knogl (Les Trois Rois) – Peter Knogl
Basel BS – Stucki – Tanja Grandits – Tanja Grandits pfeil_gruen
Crissier VD – Restaurant de L’Hotel De Ville – Franck Giovannini
Fürstenau GR – Schauenstein – Andreas Caminada
Satigny GE – Domaine de Châteauvieux – Philippe Chevrier / Damine Coche
Sierre VS – Didier de Courten – Didier de Courten
Vufflens-le-Château VD – L’Ermitage – Bernard Ravet / Guy Ravet
Zürich ZH – The Restaurant (The Dolder Grand)- Heiko Nieder

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Ascona TI – Ecco – Rolf Fliegauf pfeil_gruen
Ascona IT – Locanda Barbarossa (Castello del Sole) – Mattias Roock
Bad Ragaz SG – Memories – Sven Wassmer (Note in Klammern = Provisorisch)
Basel BS – Les Quatre Saison – Peter Moser
Brent VD – Le Pont de Brent – Stéphane Décotterd
Champfèr GR – Ecco St. Moritz – Rolf Fliegauf pfeil_gruen
Champfèr GR – Talvo by Dalsass – Martin Dalsass
Cossonay VD – Le Cerf – Carlo Crisci
Crans-Montana VS – L’Ours – Franck Reynaud
Fribourg-Bourguillon – Des Trois Tours – Alain Bächler
Genf GE – Le Chat Botté (Beau-Rivage) – Dominique Gauthier
Genf GE – Bayview – Michel Roth
Gstaad BE – Chesery – Robert Speth (Chefwechsel)
Gstaad BE – Sommet (The Alpina Gstaad) – Martin Göschel
Küsnacht ZH – RICO’S – Rico Zandonella
Lausanne VD – Anne-Sophie Pic (Beau-Rivage Palace) – Paolo Boscaro / Anne-S. Pic
Lausanne VD – La Table d’Edgard – Edgard Bovier
Oberwil BL – Schlüssel – Felix Suter
Rehetobel AR – Gasthaus Zum Gupf – Walter Klose
St. Gallen SG – Einstein Gourmet – Sebastian Zier & Moses Ceylan
St. Moritz GR  Da Vittorio (Carlton) – Enrico und Roberto Cerea pfeil_gruen
Steinen SZ – Adelboden – Franz Wiget
Thörigen BE – Löwen – Nik Gygax
Vals GR – Silver – Mitja Birlo pfeil_gruen
Vitznau LU – focus – Patrick Mahler pfeil_gruen
Wigoltingen TG – Taverne zum Schäfli – Christian Kuchler
Zürich ZH – Ecco – Stefan Heilemann pfeil_gruen
Zürich ZH – Pavillon (Baur au Lac) – Laurent Eperon

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Ascona TI – La Brezza – Marco Campanella pfeil_gruen
Basel BS – Roots – Pascal Steffen pfeil_gruen
Bad Ragaz SG – Igniv – Silvio Germann
Brail GR – Vivanda (In Lain Hotel Cadonau) – Dario Cadonau
Burgdorf BE – Emmenhof – Werner Schürch
Bürgenstock NW – Ritzcoffier – Bertrand Charles pfeil_gruen
Cerniat FR – La Pinte des Mossettes – Romain Paillereau pfeil_gruen
Crans-Montana VS – Le Mont Blanc (LeCrans Hotel) – Pierre Crepaud
Davos GR – Glow by Armin Amrein – Armin Amrein
Escholzmatt LU – Rössli – Stefan Wiesner
Flüh SO – Säge – Patrick Zimmermann
Freidorf TG – Mammertsberg – August Minikus
Fribourg FR – Le Pérolles – Pierre-André Ayer
Genf GE – L’Aparté – Armel Bedouet
Genf GE – Le Jardin – Philippe Bourrel pfeil_gruen
Hägendorf SO – Lampart’s – Reto Lampart
Heiden AR – Incantara – Tobias Funke pfeil_gruen
Hergiswil NW – Seerestaurant Belvédère – Fabian Inderbitzin
Hurden SZ – Zum Adler – Markus Gass
Le Noirmont JU – Maison Wenger  – Jérémy Desbraux
Lucens VD – La Table des Suter (Hôtel de la Gare) – Pierrick Lise
Mels SG – Schlüssel (Nidbergstube) – Roger Kalberer
Riedholz SO – le feu ( Attisholz ) – Jörg Slaschek
Saint-Blaise NE – Au Bocca – Claude Frôte pfeil_gruen
Samnaun GR – Homann’s Restaurant – Daniel Homann pfeil_rot
Scheunenberg BE – Sonne – Kurt Mösching
Sion VS – Restaurant Damien Germanier – Damien Germanier
St. Gallen SG – Jägerhof – Agron Lleshi pfeil_gruen
St. Moritz GR – Cà d’Oro – Matthias Schmidberger
St. Moritz GR – Igniv – Marcel Skibba
St. Moritz GR – the K by Tim Raue – Tim Raue pfeil_gruen
Thônex GE – Le Cigalon – Jean-Marc Bessire
Trimbach SO – Traube – Arno Sgier
Vaduz LI – Marée – Hubertus Real
Vétroz VS – La Régence – Samuel Destaing
Vevey VD – Denis Martin – Denis Martin
Vitznau LU – Sens – Jeroen Achtien pfeil_gruen
Worb BE – Eisblume – Simon Apothéloz (Geschlossen)
Zermatt VS – After Seven – Florian Neubauer, Ivo Adam
Zermatt VS – Capri (Mont Cervin Palace) – Salvatore Elefante
Zürich ZH – EquiTable – Fabian Fuchs
Zürich ZH – Gustav – Antonino Alampi
Zürich ZH – Ornellaia – Giuseppe D’Errico pfeil_gruen

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GM16

 

 

Adelboden BE – Stuba
Andermatt UR – The Japanese Restaurant
Anières GE – Le Floris pfeil_gruen
Arosa GR – Kachelofa-Stübli
Arosa GR – La Vetta (Tschuggen Grand Hotel)
Bad Ragaz SG – Rössli
Basel BS – Bel Etage
Basel BS – Oliv
Bellinzona TI – Locanda Orico
Bern BE – Meridiano
Bern BE – Steinhalle
Bex VD – Le Café Suisse 
Blitzingen VS – Castle
Bubendorf BL – Osteria TRE
Burgdorf BE – Zur Gedult pfeil_gruen
Chardonne VD – Là Haut
Cheseaux-Noréaz VD – La Table de Mary
Choëx VS – Café Berra
Davos GR – Sens 1605
Emmenmatt BE – Moosegg
Ernen – Erner Garten pfeil_gruen
Flims GR – Nova the Restaurant
Flüh BL – Martin (Geschlossen)
Fribourg FR – La Cène
Fribourg FR – F. Kondratowicz
Gais AR – Truube
Gattikon ZH – Sihlhalde
Genf GE – Côté Square pfeil_gruen
Genf GE – Fiskebar pfeil_gruen
Genf GE – La Bottega
Genf GE – Tosca
Glion VD – Le Bellevue pfeil_gruen
Goldach SG – Villa am See
Gstaad BE – Megu (The Alpina Gstaad) (Note in Klammer da Chef-Wechsel)
Gstaad BE – La Bagatelle
Gurtnellen UR – Gasthaus im Feld pfeil_gruen
Hühnenberg ZG – Wart pfeil_gruen
Interlaken BE – La Terrasse
Laax GR – Mulania pfeil_gruen
Lausanne VD – Le Berceau des Sens
Lenk BE – Spettacolo
Lenzerheide GR – La Riva
Lenzerheide-Sporz GR – Guarda Val
Liestal BL – Basler-Stübli
Lömmenschwil SG – Neue Blumenau
Lugano TI – Arté
Lugano TI – Principe Leopoldo pfeil_rot
Luzern LU – Olivo
Luzern LU – Reussbad
Meggen LU – La Pistache
Meilen ZH – Wirtschaft zur Burg
Murten FR – Käserei
Nänikon ZH – Zum Löwen
Neuenburg NE – O′Terroirs
Neuenburg NE – Hôtel du Peyrou
Neuenburg NE – La Maison du Prussien
Oberägeri ZG – Hirschen pfeil_gruen
Ponte Brolla TI – Da Enzo
Pontresina – Kronenstübli (Grand Hotel Kronenhof)
Rapperswil-Jona SG – Jakob
Ried-Muotathal SZ – Adler
Rossinière VD – Les Jardins de la Tour
Rüschlikon ZH – Die Rose
Saanen BE – Sonnenhof
Saint-Aubin-Sauges – Maison du Village pfeil_gruen
Samnaun GR – La Miranda (Chasa Montana)
Sihlbrugg ZH – Tredecim (Krone)
Sonceboz BE – Du Cerf
Steffisburg BE – Panorama
St. Moritz GR – Matsuhisa@Badrutt’s Palace
St. Moritz GR – Grand Restaurant (Suvretta House)
Sursee LU – Amrein’s
Tarasp GR – Schlosshotel Chastè
Taverne TI – Motto del Gallo
Thun BE – dasRestaurant
Trélex VD – La Table
Trun GR – Casa Tödi pfeil_gruen
Vaduz LI – Torkel
Vevey VD – Les Saisons (Grand Hotel du Lac)
Vevey VD – Les Trois Couronnes
Villars-sur-Ollon VD – Le Jardin des Alpes
Vitznau LU – Prisma pfeil_gruen
Wädenswil ZH – Eder’s Eichmühle
Weissbad AI – Flickflauder
Widen AG – Usagiyama (Ryokan Hasenberg) (Geschlossen)
Widnau SG – Paul’s Restaurant (Geschlossen)
Wilderswil BE – Alpenblick
Wittenbach SG – Segreto
Zermatt VS – Alpine Gourmet Prato Borni
Zürich ZH – 1904 Designed by Lagonda
Zürich ZH – Caduff’s Wine Loft
Zürich ZH – Mesa
Zürich ZH – Rigiblick
Zürich ZH – Sala of Tokyo



 

 

Ecco in Ascona

Rolf Fliegaufs Ecco im wunderschönen Hotel Giardino in Ascona war vor über zehn Jahren das allererste Sternerestaurant das wir besuchten. Unsere Passion für gutes Essen haben wir also auch dem gebürtigen Bayern zu verdanken. Er hat uns an einem warmen Sommerabend im Jahr 2008 mit seinem molekularen Menü extrem begeistert. Wir erinnern uns noch an Randen-Kaviar in einer Dose, an etwas befremdliche „Spaghetti“ alla carbonara, sowie an ein hervorragendes Gericht mit Steinbutt, frittierten Kapern, Mayonnaise und Hahnenkamm.

Fliegaufs Begeisterung für die molekularen Speisen war nur von kurzer Dauer und so verbannte er die Sphären und Pülverchen schon bald aus seiner Küche. 2010 erkochte er mit seinem neuen Konzept den zweiten Michelin Stern. Ein Jahr später eröffnete der damals 31-jährige in St. Moritz das Ecco on Snow (heute Ecco St. Moritz). Dieses Restaurant ist während den vier Wintermonaten geöffnet, in denen sich das Hotel Giardino in Ascona in der Winterpause befindet. Da er in Ascona und St. Moritz mit der gleichen Brigade in der Küche steht, war es nicht überraschend, dass Fliegauf auch im mondänen Wintersportort die 2 Sterne von Michelin erhielt.

Das Ecco im wunderschönen Giardino in Ascona besuchten wir zum letzten Mal vor sechs Jahren (zum Bericht). Rolf Fliegauf und seine Brigade begeisterten uns damals mit einem starken Menü, welches, bis auf die spürbare Passion, mit den Gerichten 2008 nichts zu tun hatte. Die Vorfreude auf den heutigen dritten Besuch ist entsprechend riesig. Auch weil wir auf die neue Location gespannt sind. Das 2-Sterne-Restaurant ist innerhalb des Hotels umgezogen und empfängt die Gäste nicht mehr direkt nach der Hoteleinfahrt, sondern direkt am wunderschönen Teich. Dadurch hat man einen idyllischen Blick auf den Garten und bekommt die ausgelassene Stimmung der Gäste des Zweitrestaurants Hide & Seek, welches ans Ecco grenzt, mit über. Im Gegenzug fehlt nun etwas die gediegene, intime Stimmung, die wir am vorherigen Standort sehr geschätzt hatten. Wenn man das neue Restaurant durch die massive Holztür betritt fällt einem zum einen die schöne offene Küche auf, zum anderen die grosse Wand mit tausenden Rosen aus Stoff, welche das Herz jedes Instagram-Models höherschlagen lässt.

Wir werden vom Service an unseren Tisch geführt, der direkt am Teich steht. Traumhaft dieser Ort. Schade, dass die Sonne etwas später von einem rasch aufkommenden Gewitter verdeckt wird. Dank dem ausfahrbaren Dach können wir trotz den schweren Tropfen weiterhin draussen sitzen. Lediglich die Lichtverhältnisse werden je später der Abend wird etwas schlechter. Die Lampen im Restaurant sind zwar sehr schön, aber nicht optimal um die Speisen bei Dunkelheit genügend stark auszuleuchten.

Die stylische Menükarte, welche wir bereits vom Schwester-Restaurant Ecco Zürich kennen, offenbart uns die heutige Reise. Das Menü kann in 4 – 6 Gängen bestellt werden. Damit ist das grosse Menü zwei Gänge kürzer als bei unserem letzten Besuch. Darauf angesprochen offenbart uns der sympathische Chef, dass er sich für weniger Gänge dafür grössere Portionen entschieden hat damit der Gast das einzelne Gericht intensiver geniessen kann. Wir bestellen das grosse Menü und ein Glas Champagner von Perrier-Jouët.

 

 

Taschenkrebs | Safran & Zitrus (5/10)

Als Auftakt zum Apéro wird uns eine Holzbox auf den Tisch gestellt. Unter dem mit „Ecco“ gravierten Deckel verbergen sich zwei knusprige Petitessen. Kaum im Mund, verbreitet sich am Gaumen ein intensiver Geschmack nach Safran. Dazu gesellt sich der saftige Taschenkrebs, der durch pointiert eingesetzte Zitrusnoten akzentuiert wird.

 

 

Swiss Alpine Lachs aus Lostallo x3 | Gurke & Meerrettich (6/10)

Mit einer Trilogie vom Lachs aus dem Tessiner Lostallo geht die Apéro-Welle weiter. Wir probieren zuerst das Macaron auf dem goldenen Löffel. Das kleine Kunstwerk aus Lachstatar und Lachsorgen wird von einem leichten Gurkenaroma begleitet und steht auf einem wundervollen Dashi-Macaron. Im kleinen Schälchen geht es mit einem Lachs-Canellono weiter. Das saftige Lachsröllchen liegt in einem erfrischenden Gurken-Dill-Sud. Das sommerliche Aroma passt perfekt zu der Stimmung hier im Garten des Hotels. In der Austernschale finden wir intensiv schmeckende Perlen aus Austernsaft sowie eine Meerrettich-Vinaigrette. Die leicht geflämmte Lachstranche hat es des weilen etwas schwieriger, sich gegen die kräftigen Aromen durchzusetzen und bleibt leider recht blass. Auch der Meerrettich hätte nach unserem Geschmack noch etwas mutiger eingesetzt werden dürfen.

 

 

Brot

Nun wird dem Brot die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses wird als eigener Gang inszeniert. Zu Recht. Das Sauerteigbrot schmeckt phänomenal und ist schön warm. Dazu wird eine leicht gesalzene Butter serviert. Wer möchte, kann sich mit der goldenen Schere noch ein wenig Kresse dazu schneiden – es lohnt sich!

 

 

Balfego Thunfisch | Tomate & Sardelle (8/10)

Das mediterrane Amuse Bouche ist eine Wucht und passt perfekt zu diesem lauen Sommerabend inmitten des Giardino-Paradieses. Im geschmacklichen Zentrum ist die Tomate, welche den Geschmack des Sommers in sich trägt. Zum einen in der Form eines kraftvollen Tomaten-Sorbet und zum anderen mit einer ganz starken Tomaten-Vinaigrette, die das ausgezeichnete Gericht umgibt. Dazwischen immer wieder ein kurzes Umami-Aufblitzen dank den Sardellenfilets und dem Parmesanchip. Das Thunfisch-Tatar und -Carpaccio können gegen diese starken Mitakteure keine Akzente setzen und bleiben leider blass. Frische Tomaten hätten das Gericht vermutlich besser erweitert. Dass der Thunfisch doch noch begeistern kann, hat er seinem Bauch zu verdanken. Fliegauf hat den Toro geflämmt und, im Wissen um die starken, säurebetonten Akteure in der Mitte, auf den Tellerrand platziert. Dadurch entfaltet das edle Stück sein volles, unverwechselbares Aroma und fasziniert unglaublich. Überaus glücklich blicken wir auf die Seerosen im Teich und geniessen noch Minuten später den kräftigen und langanhaltenden Geschmack in unseren Mündern.

 

 

 

«Birchermüsli» von der Gänseleber (9/10)

Mit dem Birchermüsli gelingt Rolf Fliegauf ein Geniestreich. Absolut genial wie er mit den verschiedenen Aromen und Texturen ein wohlschmeckendes Gesamtwerk schafft. Im Vordergrund steht die Gänseleber, die mit ihrem wundervollen Geschmack überzeugt. Die Leber finden wir nicht nur als Crème und Terrine, sondern auch als gefrorene Plättchen. Die sorgen für eine erfrischende Note und entfalten ein betörendes Aroma sobald sie auf der Zunge zergehen. Für die knusprige Textur sorgen geröstete Haselnüsse aus dem Piemont und karamellisierte, sehr intensiv schmeckende Cerealien. Stark auch die Hühnerhaut und die perfekt dosierte Säure vom Apfel. Ein hervorragendes Gericht in das man mit grossem Vergnügen den Löffel taucht und darauf jeweils immer eine etwas andere Geschmackswelt findet.

 

 

Pochierte Gillardeau Auster (8/10)

Eine grosse, ausgelöste Auster steht im Mittelpunkt des nächsten Gerichts. Die pochierte Auster schmeckt himmlisch nach dem weiten Meer, welches wir gerade dadurch unendlich stark vermissen. Das kleine Jakobsmuschel-Röllchen unterstreicht mit seinem intensiven Geschmack diese Sehnsucht. Komplettiert wird das Gericht mit einer Dashi-Vinaigrette. Der Sud hat eine angenehme Säure und eine schöne Dill-Note. Am Ende wird es kein Tropfen zurück in die Küche schaffen.

 

 

Gebratener Kaisergranat (8/10)

Kaum ist der Krustentier-Sud auf dem Teller angegossen, verbreitet sich am Tisch ein traumhafter Duft. Der Kaisergranat ist von ausgezeichneter Qualität. Bissen für Bissen geniessen wir mit geschlossenen Augen und dem Zirpen der Zikaden in den Ohren. Ebenfalls ausgezeichnet schmeck das knusprige Brickteigröllchen gefüllt mit einem asiatisch abgeschmeckten Kaisergranat-Salat mit perfekt eingebundener Säure.

 

 

Zander aus dem Lago Maggiore (8/10)

Weiter geht es mit einem farblich etwas eintönigen Gericht. Von der Optik sollte man sich aber nicht irritieren lassen, denn geschmacklich geht es auf dem bisherigen Top-Niveau weiter. Der Zander ist wunderschön glasig gegart und liegt in einer phänomenalen Beurre blanc – was für ein Aroma! Dem aufmerksamen Service ist unsere Begeisterung für die guten Saucen nicht verborgen geblieben und stellt uns jetzt als Supplement ein Schälchen mit dem Elixier auf den Tisch – sehr aufmerksam! Auch die letzten Spargeln der Saison schmecken ausgezeichnet und führen uns nochmals vor Augen, weshalb wir dieses Gemüse die nächsten 10 Monate so schmerzlich vermissen werden. Aber es gibt ja bis dahin Alternativen, wie der Fenchel der hier ebenfalls zum Einsatz kommt und mit seiner ätherisch-frischen Note für Begeisterung sorgt. Wiederum ein Gericht mit viel Wohlgeschmack. Da verzeihen wir auch, dass nun bereits zum dritten Mal Dill eine prägende Rolle spielt.

Nun ist es hier draussen recht dunkel geworden. Aufgrund der schönen Stimmung im Garten, wollen wir den Hauptgang aber noch am Teich geniessen. Damit wir das Gericht doch noch gut ablichten können, warten wir am offenen Tresen bis der Chef persönlich den Teller fertig angerichtet hat. Hier am Tresen mit Blick in die Pfannen der 6-köpfigen Brigade, stehen auch Barhocker. Denn hier kann man auf Wunsch auch essen.

 

 

Schweizer Angus Rind von «Holzen» – 60 Tage gereift (9/10)

Für den Hauptgang hatten wir zwei Optionen. Wir entschieden uns zu Beginn gegen die Königstaube und für dieses Rind von „Holzen“ aus Ennetbürgen. Es hat sich gelohnt – und wie! Vor uns liegt gerade eines der besten Stück Rindsfleisch, das wir jemals geniessen durften. Das Kotelett verfügt dank der langen Lagerung über einen unglaublich intensiven Eigengeschmack. Das Fett ist ein wahrer Geschmacksträger und bleibt mit seinem nussigen Aroma unvergesslich. Das Fleisch wird mit einer Röstzwiebel-Schnittlauchkruste ergänzt. Der aufgegossene Jus mit Miso und Limette hat eine angenehme, leichte Bitternote und passt hervorragend zum Kotelett. Auch für die Begleitung gibt es grossen Applaus. Zum einen für das wuchtig-intensive Innereien-Sandwich zum anderen für den Tortellini mit herzhaft geschmorter Fleischfüllung. Einzig die Morcheln sind leider ausdruckslos – aber dies kompensiert der wunderbare Caesar Salad mit Leichtigkeit.

 

 

#Patisserie – süsse Überraschungen in kleinen Etappen

Safrantarte (5/10)

Nun ist die Pâtisserie an der Reihe. Der Süsse Teil wird auf der Karte keck mit einem Hashtag angekündigt. Beim Auftakt gibt es zuerst ein Déjà-vu. Denn die ersten süssen Häppchen werden nicht nur in der gleichen Holzkiste wie der Menü-Auftakt präsentiert, sondern haben auch die gleiche Optik und mit dem Safran ein verwandtes Geschmacksbild.

 

Kakaosaft (7/10)

Weiter geht es mit etwas ganz Rarem – einem Kakaobohnenfruchtfleischsaft. Ein Schweizer Startup, unterstützt Kakao-Bauern indem sie ihnen etwas dafür bezahlen, dass sie vor der eigentlichen Weiterverarbeitung den Saft aus dem Fruchtfleisch gewinnen können – bis anhin wurde dies ungenutzt weggeworfen. Für den Bauer gibt das 20 % mehr Ertrag, für uns Gourmets ein ganz neuer Geschmack. Von dem exotischen Erzeugnis hat der Pâtissier neben einem Sorbet auch eine Crème gemacht und einen Drink mit Yuzu und rotem Shiso gemacht. Das zugleich ungewöhnliche und doch bekannte Geschmacksbild mit der leicht erdigen Note gefällt uns sehr gut. Das Dessert ist zudem überraschend leicht was nach dem umfangreichen Menü perfekt ist.

 

Mohn Souffle (8/10)

Das Hauptdessert kommt in zwei Teilen auf den Tisch. Zum einen das herrliche Soufflé vom Mohn, welches uns bereits mit seinem verführerischen Duft in seinen Bann zieht. Der Klassiker ist richtig schön heiss und grossartig im Geschmack. Ebenfalls grossen Applaus gibt es für die Feuerwerk auf dem Teller. Die Kombination von Rhabarber, Zitrone und Sauerampfer schmeckt ausgezeichnet.

 

 

Friandises (6/10)

Als Abschluss wird uns ein Waldboden serviert mit dem Hinweis, dass sich darauf pro Person fünf süsse Köstlichkeiten versteckt haben. Unser erster Blick fällt auf das auffallende Schneckenhaus nur um dann festzustellen, dass es sich um ein echtes Exemplar handelt. Aber wir kommen doch noch auf unsere Kosten und finden ein hauchdünnes Blatt aus Sanddorn, Schokolade in Form einer Rinde, die einen leicht rauchigen Geschmack hat, einem Wurm aus Cassisholz und einen Stein aus Schokolade und Fichtensprossen.

 

Zum Abschluss reicht man uns in einer kleinen Schatulle noch eine edle Praliné mit Tonkabohnen.

 

 

Fazit: Wir bewundern Rolf Fliegauf sehr. Während andere junge Chefs alle paar Jahre ihre Wirkungsstätte wechseln, steht er seit 12 Jahren treu und mit grosser Motivation in den Küchen seiner Eccos in Ascona und St. Moritz. Dabei ruht sich der sympathische Koch ohne Starallüren nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern entwickelt seine Küche laufend weiter. In diesem Sommer hat er uns sein bestes Menü serviert. Viel Geschmack, grossartige Saucen und sehr gute Produkte zeichnen seine Küche aus. Die Steigerung gegenüber dem letzten Besuch ist klar erkennbar und wir sind sehr gespannt wie die Entwicklung des erst 39-jährigen weiter geht. Ein Besuch im im Ecco am traumhaften Gartenteich des Giardino können wir jedem Tessin-Reisenden wärmstens ans Herz legen.  Auch dank dem top Service unter der Leitung von Rolfs Frau Jenifer.

 

Rolf Fliegauf

2-Sterne-Chef Rolf Fliegauf

 

Speisekarte: Das Menü in 4 Gängen kostet 185 Franken, in 5 Gängen 215.- und komplett in 6 Gängen 240 Franken. Dazu gibt es Apérohäppchen, ein Amuse, ein pré Dessert und Friandises. Als „Supplement“ können noch zusätzliche Gerichte wie Wagyu (95.-) oder Kaisergranat (65.-) dazu bestellt werden. Der Käsewagen von Willi Schmid wird mit 35 Franken verrechnet.

Wein: Neben einer umfangreichen Weinkarte, wird auch eine Weinbegleitung für 108 CHF (resp. 89.- / 98.- beim kleineren Menü) angeboten:

Riquewihr Riesling 2015 / Domaine Trapet Alsace (F)
Viognier 2017 / Kopp von der Vrone Visini (CH)
Circa St-Joseph 2017 / Rousanne / J. L. Chave Sélection (F)
Semillon Local growers Barossa Valley 2016 / Rockford Wines (AUS)
Eichkogel Burgenland 2015 / Blaufränkisch, Zweigelt / Weingut Kollwentz-Römerhof (A)
Tanvell 2015 / Merlot / Vinattieri Ticinesi (CH)
Riesling Auslese Goldkapsel / Weingut Schloss Lieser (D)

Dauer: 4 Stunden

 

Wertung: Gourmör / Michelin / Gault-Millau

Sonderauszeichnung: Hier fühlt man sich besonders wohl / Auszeichnung für eine tolle Weinbegleitung

 

(Besucht im Juni 2019)

 

Matthias Koppenwallner, Marvin Sarb, Simon Unterholzner, Dominik Falk, Rolf Fliegauf, Dimitriy Zabasin (v.l.n.r.)