Ecco Zürich in Zürich

Die Ecco-Restaurants sind ein Glücksfall für Schweizer Gourmets, stehen sie für eine moderne Küche auf Top-Niveau. Seit 8 Jahren werden die Restaurants vom Guide Michelin mit 2 Sternen ausgezeichnet. Angefangen hat alles in Ascona. Im wunderschönen Giardino entstand das erste Ecco-Restaurant unter der Leitung von Rolf Fliegauf. Zum Start noch molekular, setzte Fliegauf die Produkte immer stärker in den Fokus. Dabei bewahrte er immer seine avantgardistische Ader. Bis 2012 gab es die Ecco-Küche nur während den Sommermonaten. Dann eröffnete die Giardino-Gruppe ein zusätzliches Hotel in Champfèr bei St. Moritz und etablierten auch dort – während den Wintermonaten – ein Ecco. Eine Win-win-Situation für Gourmets im Engadin, aber auch für die talentierte Brigade um Rolf Fliegauf, welche von da an eine Ganzjahresstelle innehatten.

Als vor vier Jahren bekannt wurde, dass es in Zürich ein weiteres Giardino-Hotel mit einem Ecco geben wird, war klar, dass Fliegauf dort nicht selber in der Küche stehen kann und dafür einen sehr guten Mann braucht. Zum Glück hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren den äusserst talentierten Stefan Heilemann als Sous-Chef an seiner Seite. Heilemann machte seine Lehre in der Traube Tonbach und kehrte kurz nach der Ausbildung dorthin zurück um schon bald – wie es auch Rolf Fliegauf tat – unter Harald Wohlfahrt in der mit 3-Sternen ausgezeichneten Schwarzwaldstube zu kochen. Heilemann ist nun seit zwei Jahren Chef im Ecco Zürich im Atlantis by Giardino und erkochte auf Anhieb 2 Michelin-Sterne.

Stefan Heilemann ist stolz auf sein Restaurant im schönen Luxushotel. Und er ist äusserst dankbar, für die Möglichkeit die er hier als Küchenchef erhalten hat. Zwar erkennt man als Gast das Ecco-Konzept wieder, die Küche in Zürich trägt aber klar seine Handschrift. Dies ist eine weitere Bereicherung – Heilemann muss hier keine vorgegebenen Rezepte nachkochen, sondern hat freie Hand. So kocht der 36-jährige etwas klassischer als sein ehemaliger Chef Rolf Fliegauf und liebt es auf Anfrage den Gästen auch mal einen ganzen Fisch oder Vogel zuzubereiten.

Wir betreten das elegante Ecco Zürich an einem schönen Samstagabend im Mai. Draussen war es heute zwar wunderbar warm, der Wind wurde am späten Nachmittag aber immer kühler, wodurch es heute nicht möglich ist auf der kleinen Terrasse zu dinieren. Egal, das überschaubare Restaurant ist sehr gemütlich  eingerichtet. Frische Blumen, weisser Marmor-Boden, Kerzen und wenig Tische die mit grosszügigem Abstand voneinander stehen. Wir werden vom professionellen und jungen Service-Team überaus freundlich empfangen. Auch dem Wunsch, den Apéro in der angrenzenden Hotelbar zu geniessen wird gerne nachgekommen. Hier singt nämlich gerade eine junge Dame mit kräftiger Stimme und gibt dem Start in den Abend eine spezielle Note.

 

Häppchen (8/10)

Die vier verschiedenen Petitessen werden aufgetragen und sorgen gleich für eine optische Ansage. Wir starten mit dem Sepia-Cracker auf den dunklen Steinen. Dieser besteht aus dünn aufgeschnittenem, zartem Sepia und erfrischendem Dill auf einem Cracker aus Roggenmalz. Stark, lediglich der Sepia dürfte noch etwas dominanter sein. Eine volle Wucht ist der knusprige Enten-Chip der nicht nur fantastisch duftet, sondern auch im Mund für eine wahre Geschmacksexplosion sorgt. Dies hat man auch den Innereien zu verdanken die für die nötige Power sorgen. Genial der elegante, thailändische Twist von Curry und Kokosnuss, der noch Minuten später am Gaumen für Begeisterung sorgt. Auch stark ist der Lachsforellen Caviche. Auch hier sorgt zuerst der spannende Duft für Aufregung. Am Gaumen dann die Kombination vom Fisch, der Säure und der Süsse, aber auch von der leichten Zwiebel-Note und dem gehaltvollen Fischgeschmack. Als Finale haben wir uns die Auster aufgespart. Heilemann hat diese verfeinert und das jodige Eigenaroma mit Gurken und einem Schuss Zitrone erweitert – ohne, dass der Grundgeschmack verloren geht.

 

Nach dem starken Auftakt geht es ins Restaurant wo uns das kleine, stylische Menükärtchen gereicht wird. Auf der Vorderseite finden wir das Menü in 9 Gängen, welches man auch bis auf 3 Gänge kürzen kann, und auf der Rückseite die Weinempfehlung. Angetrieben von purer Neugier und Vorfreude wählen wir natürlich das volle Verwöhnprogramm und lehnen uns erwartungsvoll zurück.

Brot

Zuerst wird uns das frisch gebackene Kartoffelbrot serviert. Wie in Ascona wird uns auch hier eine kleine Schere gereicht mit der wir die Kresse schneiden können. Zudem erhalten wir zwei perfekt temperierte Butter. Eine davon in einer etwas gar stark geräucherten Variante. Dazu etwas Salz. Alles duftet und schmeckt ausgezeichnet.

 

Amuse Bouche: Hiramasa Kingfish – Rettich – Kräuter (5/10)

Das Amuse Bouche mit Hiramasa Kingfish und den verschiedenen Gemüsesorten mag dann nicht mehr an das hohe Niveau der vorhin servierten Häppchen anknüpfen. Wir mögen zwar die verschiedenen Radieschen und den Rettich, jedoch ist die Säure viel zu dominant. Dadurch können sie sich nicht richtig in Szene setzen. Auch dem Fisch fällt leider nur eine konsistenzgebende Rolle zu.

 

Gamba Carabiniero – Thai Salsa – Koriander – Tomate (7/10)

Viel besser der Carabinero, auch wenn hier die Säure von der Kalamansi und der Salzgehalt vom Soja wiederum sehr hoch sind. Dafür hat man mit einem sehr guten Krustentier einen wunderbaren Geschmacksträger, welcher leicht erwärmt an den Tisch kommt. Die wundervollen Tomaten dienen als wahre Umami-Bomben und harmonieren wunderbar mit den Thai-Aromen. Dazwischen immer wieder das Spiel mit den verschiedenen Konsistenzen und Temperaturen. Mit mehr Balance, wäre hier definitiv noch einiges mehr drin gelegen.

 

Balfego Thunfischbauchjunge Artischocke – Bottarga – Sherryessig (10/10)

Kaum steht der Teller vor uns, jubilieren unsere Geschmacksknospen. Der Duft dieses Gerichts ist einfach grandios. Es ist das erste Mal, dass uns ein Stück Torro serviert wird. Und in der Tat ist es geschmacklich zum regulären Thunfisch einen riesen Unterschied. Der Fisch vergeht förmlich auf unseren Zungen und setzt einen phänomenalen Geschmack frei. Dazu verfeinert Heilemann alles mit einer genialen säurebetonten Sauce auf Sherry-Basis. Die super frischen Artischocken runden das vollkommene Gericht ab. Wir sitzen mit offenen Mündern da und sind noch Minuten später völlig sprachlos.

Als gäbe es doch einen Gott, wird uns dieses Gericht auf einmal nochmals serviert. Dem Service ist unser überraschend-glücklicher Blick nicht entgangen und bemerkt den Fauxpas sofort und bringt den Teller an den richtigen Tisch. Hätten wir uns doch nur gleich darauf gestürzt …

 

Steinbutt aus der Bretagne – Blumenkohl – grünes Curry – Erdnuss (8/10)

Weiter geht es mit einem confierten Steinbutt der von gebratenem Blumenkohl begleitet wird. Am Tisch wird noch eine Thai-Curry-Sauce angegossen die uns mit ihrem betörenden Duft an unsere letzte Thailand-Reise erinnert. Von diesem Elixier wird es später kein Tropfen zurück in die Küche schaffen!

Zum Glück duftet das Gericht nicht zur, sondern schmeckt auch noch richtig gut. Durch das Braten hat der Blumenkohl einen betörenden Geschmack bekommen, der Steinbutt dürfte zwar noch etwas glasiger sein, hat aber ebenfalls einen tollen Eigengeschmack. Auch genial die Kombination mit der Erdnuss, welche die thailändische Note noch unterstreicht.

 

Weisser Rheintaler Spargel – Flusskrebse – Bündner Schinken – Zitrone (9/10)

Als wir das Menü vor eineinhalb Stunden studiert haben, waren wir uns sicher, dass dieses Gericht nicht funktionieren kann. Heilemann demonstriert uns aber wie brillant er ist und zaubert aus genialen (!) weissen Spargelspitzen, wundervollen Erbsen, einem charaktervollen Schinkenmousse, schönen Zitronennoten und einem knackigen Flusskrebs ein hervorragendes Gericht, welches uns wiederum zum staunen bringt. Wir kombinieren die verschiedenen Zutaten wild durcheinander und sind bei jedem Bissen sprachlos. Intensiv, wuchtig und wunderbar süffig. Dazu kredenzt uns der passionierte Sommelier Stefano Petta ein wundervoller Grauburgunder von von der Mark.

Apropos Wein. Sommelier Petta aus dem Urnerland tritt nun an unseren Tisch und fragt ob wir für den nächsten Gang von der Weinbegleitung abweichen möchten. Ein anderer Gast im Restaurant war vom offenwein Angebot nicht ganz begeistert und hat gefragt ob er was anderes bestellen kann. Das ist hier im Ecco Zürich möglich. Man öffnet jede Flasche bis 250 Franken. Den Rest der angebrochenen Flasche baut man dann – falls es passt – in die Weinbegleitung ein. In diesem Fall ist es eine Flasche Andremily Syrah No. 3 von Jim Binns (Santa Barbara County). Wir willigen ein und wissen in dem Moment nicht, dass wir gleich den besten Wein unseres Lebens trinken werden …

 

Japanisches Wagyu Beef „Kagoshima“ gegrilltes Carpaccio – Zwiebel – Sauerrahm (10/10)

Während der Rubinrote Wein noch im Glas auf uns wartet, serviert man uns das nächste Gericht. Es duftet nach Röstaromen, Zwiebeln und absoluter Glückseligkeit. À part, für einen Aufpreis von 40 Franken, gibt es noch eine Nocke Kaviar (Oscietra). Wir sind uns nicht sicher, ob sich der Kaviar gegen das Fleisch behaupten kann und bitten die luxuriöse Zutat auf einem Löffel zu servieren anstatt direkt aufs Fleisch zu legen. Auch hier ist es nur schwer vorstellbar, wie diese beiden Produkte eine Symbiose bilden sollen. Wir schneiden das dünne, nur kurz gebratene Fleisch und legen uns das erste Stück auf die Zunge. Das Wagyu mit seinem atemberaubenden Goût schmilzt förmlich im Mund. Dazu kombinieren wir etwas Kaviar, welches ein absolut geniales meeriges Aroma beisteuert. Dazu dieser geniale Zwiebelfond der einen süffig-eleganten Teppich über das Gericht legt. Was für ein unvergessliches Erlebnis! Dazu noch ein Schluck vom servierten Wein und es ist definitiv um uns geschehen. Wir sitzen da, haben Tränen in den Augen und spüren diesen Moment purer Magie und Freude. Was für eine Kombination. Ein Erlebnis für die Ewigkeit!

 

Pyrenäen Milchlamm gebraten & geschmort – Grüner Spargel – Brunnenkresse (8/10)

Beim Hauptgang bietet man den Gästen zwei Optionen. Wir entscheiden uns gegen das Bisonfilet und für das Lamm aus den Pyrenäen. Im Zentrum des Gerichts steht der zarte Lammrücken. Heilemann verarbeitet aber gerne alles vom Tier und so finden glücklicherweise noch andere Teile vom Lamm den Weg auf den Teller. Zum Beispiel die wundervollen Milken. Hier kombiniert mit verschiedenen Kräutern. Ebenfalls entdecken wir die gepökelte Lammzunge. In der Sauce hat es zudem – als natürlicher Geschmackverstärker – kleingehackte Niere. Ein Traum! Für die Sauce gibt es sowieso Applaus. Sie ist kräftig, hat eine schöne Säure von der Salzzitrone und ein wundervolles Aroma. Der Parmesancracker und der grüne Spargel runden das ausgezeichnete Hauptgericht ab.

 

Käse aus dem „Jumi Versum“ – Kuh – Ziege – Schaf

Zum schönen Käseteller serviert man uns ein goldenes Couvert. Darin finden wir eine ausfaltbare Karte auf der die verschiedenen Käsesorten, welche vor uns liegen vorgestellt werden. Die Auswahl ist von sehr guter Qualität und sehr Abwechslungsreich.

 

Felchlin „Opus blanc“ Schokolade – Rhabarber – griechischer Joghurt – Champagner (8/10)

Nun folgt der erste Streich der Pâtisserie. Die Kombination von der Rhabarber und dem Joghurt schmeckt wie erwartet sehr erfrischend und leicht. Die intensiven und klaren Aromen und die verschiedenen Konsistenzen machen uns eine sehr grosse Freude. Vor allem die wundervolle weisse Schokolade schmeckt hervorragend.

 

Marinierte Walderdbeeren (9/10)

Wir lieben den Geschmack von reifen Walderdbeeren und hatten das letzte Dessert mit diesem Protagonisten vor 8 Jahren im Le Pont de Brent als noch Monsieur Rabaey in Brent kochte. Heute Abend kommen wir wieder in den Genuss und sind wiederum extrem begeistert. Ein wundervolles intensives Aroma und eine traumhafte Süsse. Es gibt bei diesem hervorragenden Dessert aber noch viel mehr zu entdecken zum Beispiel die Süssholzcrème oder das spannende Sauerklee-Sorbet. Alles bereichert sich gegenseitig ohne aber dem Hauptakteur die Show zu stehlen

 

Après Dessert: Kakaobohne – Sanddorn  Macadamianuss (8/10)

Hier im Ecco kommt das pré Dessert am Ende. Eine wundervolle Kombination aus Schokolade, Sanddorn (in Form von geeisten Perlen) und carameliserten Macadamia. Es schmeckt alles ausgezeichnet und würde auch als Hauptdessert sehr gut funktionieren.

 

Friandieses (8/10)

Als Finale folgen noch die Friandises. Im Töpfchen gibt es Glacé aus Tahiti-Vanille. Dazu Kürbiskernencreme und frische Himbeeren. Im Glas der „Ecco Trüffel“ mit Puffreis. Für am Ende eines solch grossen Menüs zwar etwas schwer, überzeugt er mit seinem wundervollen Trüffel-Aroma. Fein das Praliné mit flüssiger Cassis-Füllung, top die Cannelé mit Tonkabohnen.

 

Fazit: Stefan Heilemann und seine Brigade bescherten uns einen unvergesslichen Abend mit Gerichten die zu den Besten gehören die wir jemals essen durften. Stefans Küchenstil gefällt uns extrem gut. Experimentell aber mit Hang zur klassischen Küche. Und vor allem sein Fokus auf den Geschmack. Gewisse Gerichte haben sich dadurch dermassen in unser Gedächtnis gebrannt, dass sie noch Monate später omnipräsent sind. Nicht vorzustellen, wenn er diese Balance auch noch bei den restlichen – zum Teil etwas unbändigen Gerichten – hinbekommen würde. Kriegt er in den nächsten Jahren diese Eleganz und dosierte Power bei allen Gerichten hin, gehört er für uns zu den Kandidaten für den 3. Michelin Stern.

Ein Besuch bei Stefan ist ganz grosses Kino. Schön, dass auch das elegante Restaurant, die gemütlich Atmosphäre und der aufmerksame Service ebenfalls mithalten können und so ein Gesamtpaket auf Top-Niveau bieten. Wir können es jedenfalls kaum erwarten wieder im Ecco Zürich Gast zu sein.

Speisekarte: Es gibt ein Menü in 3 Gängen für 160 Franken, 5 Gängen (200.-), 7 (230.-) und 9 Gängen für 260 Franken. Dazu gibt es Apéro-Häppchen, ein Amuse Bouche, ein pré Dessert und Friandises. Auf Anfrage bietet man auch ganze Fische oder Geflügel an.

Wein: Neben einer umfangreichen und spannenden Weinkarte, wird auch eine klug aufs Menü abgestimmte Weinbegleitung angeboten. Beim 5 Gänge Menü kostet diese 85 Franken, beim 7 95 Franken und beim grossen in 9 Gängen 105 Franken. Dabei gibt es nicht pro Gang ein Glas Wein, sondern gewisse Weine begleiten zwei Gänge. So sind es beim grossen Menü 7 Gläser. Uns so sah unsere Weinbegleitung aus:

Sancerre 2016 – Nicolas Idiart | Frankreich | Loire – Sauvignon blanc
Viognier 2014 – John Alban | USA | Kalifornien – Viognier
Grauburgunder von der Mark 2016 – Weingut Jürgen von der Mark | Deutschland | Baden – Grauburgunder
Touriga Nacional 2015 – Quinta da Romaneira | Portugal | Douro – Touriga Nacional(Alternative Andremily)
Andremily 2014 No. 3 – Andremily, by Jim Binns | USA | Central Coast – Syrah (statt den Touriga)
Châteauneuf-du-Pape 2014 – Clos Saint Jeane | Frankreich | Rhône – Grenache, Syrah, Mourvèdre
Ruster Ausbruch 2014 – Heidi Schröck | Österreich | Burgenland – Welschriesling, Weissburgunder
Moscato d’Asti Lumine – Ca’d’Gal, by Alessandro Boido | Italien | Piemont – Moscato

Zeit: Das Dinner dauerte fast 4 Stunden.

Website: https://atlantisbygiardino.ch/dining/#ecco

 

Wertung: Gourmör / Michelin / Gault-Millau

Sonderauszeichnung: Hier fühlt man sich besonders wohl / Schöne Zigarren-Lounge vorhanden/ Auszeichnung für eine geniale Weinbegleitung

 

Stefan Heilemann , Michael Gollenz , Michael Schuler , Armin Rauscher , André Siedl , Alessandro Scaccia, Stefano Petta , Jan Kaelin , Philipp Lorenz , Cornelia Repolusk, Manuel Matzka (v.l.n.r.)

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Gault-Millau Schweiz 2019

Heute Morgen reiste ein grosse Schar von Journalisten nach Zürich ins The Dolder Grand. Gault-Millau Schweiz hat ins wunderschöne Nobelhotel geladen. Hier wird heute der neue, 562 Seiten dicke Gault-Millau Schweiz 2019 vorgestellt. Und traditionsgemäss wird der Guide an der Wirkungsstätte vorgestellt, wo der neue „Koch des Jahres“ wirkt. Vor wenigen Minuten wurde der hochtalentierte Heiko Nieder unter grossem Applaus mit diesem renommierten Titel bedacht. Gleichzeitig zückt der gelbe Gourmetführer den 19. Punkt und vergrössert die Spitzenliga somit auf 7 Köche. Nach unserem genialen Dinner im The Restaurant vor ein paar Jahren, war diese Entscheidung längst überfällig und absolut wohlverdient. Die Auszeichnung kommt übrigens pünktlich zu Nieders Jubiläum – er wirkt nun seit 10 Jahren in Zürich und ist für die Schweizer Gastronomielandschaft Gold wert.

Gault Millau Koch des Jahres 2019 Heiko Nieder The Restaurant The Doler GrandKoch des Jahres 2019: Heiko Nieder – The Restaurant im The Dolder Grand in Zürich

Neben der Wahl zum „Koch des Jahres“ gibt es noch ein Dutzend weiterer Auszeichnungen. Hier die Übersicht der diesjährigen Preisträger:

„Koch des Jahres“ – Heiko NiederThe Restaurant in Zürich
„Köchin des Jahres“ – Marie RobertLe Café Suisse in Bex

„Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz I“ – Walter Klose Zum Gupf in Rehetobel
„Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz II“ – Sebastian Zier & Moses CeylanEinstein Gourmet in St. Gallen
„Aufsteiger des Jahres im Tessin“ – Mattias RoockLocanda Barbarossa in Ascona
„Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz“ – Armel BedouetL’Aparté in Genf

„Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz I“ – Pascal SteffenRoots in Basel
„Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz II“ – Jeroen AchtienSens in Vitznau
„Entdeckung des Jahres im Tessin“ – Marco CampanellaLa Brezza in Ascona
„Entdeckung des Jahres in der Westschweiz“ – Bert De Rycker Le Rawyl in Randogne

„Sommelier des Jahres“ – Anna JungeSchauenstein in Fürstenau
„Patissier des Jahres“ – Sébastien Quazzola Le Jardin in Genf
„Schweizer Star im Ausland“ – Cornelius Speinle The Fontenay (Hamburg)
„Aussteiger des Jahres“ – Hans-Peter HussongZum Wiesengrund in Uetikon am See
„Hotel des Jahres“ – Bürgenstock Resort in Bürgenstock

 

Aufsteiger des Jahres I 2019: Walter Klose – Zum Gupf in Rehetobel
(Foto: Gault-Millau)

 

Aufsteiger des Jahres II 2019: Moses Ceylan und Sebastian Zier – Einstein Gourmet in St. Gallen
(Foto: Gault-Millau)

 

Aufsteiger des Jahres 2019 Tessin: Mattias Roock – Locanda Barbarossa in Ascona
(Foto: Gault-Millau)

 

Aufsteiger des Jahres 2019 Westschweiz: Armel Bedouet – L’Aparté in Genf
(Foto: Gault-Millau)

 

In diesem Jahr schafften es knapp 850 Restaurants in den Gault-Millau. Dabei haben die Tester eindrückliche 101 (!) neue Adressen aufgespürt. Die Gewinner-Stadt heisst in diesem Jahr Zürich. Die Stadt an der Limmat zählt viele Neuzugänge und Aufwertungen (darunter vier neue 16-Punkte-Restaurants!). Neben vielen zusätzlichen Punkten in der ganzen Schweiz – auch vielen in den oberen Punkte-Ligen – gibt es auch Abwertungen. Prominent diejenige der „Aufsteiger des Jahres 2016“: Enrico und Roberto Cerea im Da Vittorio im fantastischen Carlton in St. Moritz. Das Zweitlokal der 3-Sterne-Köche aus dem italienischen Brusaporto wird von 18 auf 17 Punkte heruntergestuft. Eine klare Begründung findet man im Text der Tester leider nicht.

Überraschend die Abwertung des The Omnia in Zermatt. Nach unserem Besuch im Winter war klar: da kocht einer auf 16 Punkten. Jetzt haben die Tester aber sogar den 15. gestrichen und ihn durch unglaubliche 14 ersetzt. Dafür hat es nun auch das Regina Montium (unser Bericht folgt) auf der Rigi mit 15 Punkten in den Gault-Millau geschafft, nachdem man im letzten Jahr bereits einen Michelin-Stern erkocht hat.

 

Die Gault-Millau Punkte 2019

Hier die Auflistung aller Restaurants mit 16 – 19 Punkten. Hier noch der Link zur Pressemitteilung. Die ausführliche Beschreibung und die Lokale mit 12 – 15 Punkte findet ihr im neuen Gault-Millau.

Basel BS – Cheval Blanc by Peter Knogl (Les Trois Rois) – Peter Knogl
Crissier VD – Restaurant de L’Hotel De Ville – Franck Giovannini
Fürstenau GR – Schauenstein – Andreas Caminada
Satigny GE – Domaine de Châteauvieux – Philippe Chevrier / Damine Coche
Sierre VS – Didier de Courten – Didier de Courten
Vufflens-le-Château VD – L’Ermitage – Bernard Ravet / Guy Ravet
Zürich ZH – The Restaurant (The Dolder Grand)- Heiko Nieder pfeil_gruen

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Ascona IT – Locanda Barbarossa (Castello del Sole) – Mattias Roock pfeil_gruen
Basel BS – Les Quatre Saison – Peter Moser
Basel BS – Stucki – Tanja Grandits
Brent VD – Le Pont de Brent – Stéphane Décotterd
Champfèr GR – Talvo by Dalsass – Martin Dalsass
Cossonay VD – Le Cerf – Carlo Crisci
Crans-Montana VS – L’Ours – Franck Reynaud
Fribourg-Bourguillon – Des Trois Tours – Alain Bächler
Genf GE – Le Chat Botté (Beau-Rivage) – Dominique Gauthier
Genf GE – Bayview – Michel Roth
Gstaad BE – Chesery – Robert Speth
Gstaad BE – Sommet (The Alpina Gstaad) – Martin Göschel pfeil_gruen
Küsnacht ZH – RICO’S – Rico Zandonella
Lausanne VD – Anne-Sophie Pic (Beau-Rivage Palace) – Paolo Boscaro / Anne-S. Pic
Lausanne VD – La Table d’Edgard – Edgard Bovier
Le Noirmont JU – Georges Wenger  – Georges Wenger
Oberwil BL – Schlüssel – Felix Suter
Rehetobel AR – Gasthaus Zum Gupf – Walter Klose pfeil_gruen
Saas-Fee VS – Fletschhorn – Markus Neff (Wird erst im Winter wiedereröffnet)
Samnaun GR – Homann’s Restaurant – Daniel Homann
St. Gallen SG – Einstein Gourmet – Sebastian Zier & Moses Ceylan pfeil_gruen
Steinen SZ – Adelboden – Franz Wiget
Thörigen BE – Löwen – Nik Gygax
Uetikon am See ZH – Wirtschaft zum Wiesengrund – H.P. Hussong (geschlossen)
Wigoltingen TG – Taverne zum Schäfli – Christian Kuchler
Zürich ZH – Pavillon (Baur au Lac) – Laurent Eperon

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Ascona TI – Ecco – Rolf Fliegauf
Bad Ragaz SG – Igniv – Silvio Germann pfeil_gruen
Brail GR – Vivanda (In Lain Hotel Cadonau) – Dario Cadonau
Burgdorf BE – Emmenhof – Werner Schürch
Champfèr GR – Ecco St. Moritz – Rolf Fliegauf
Crans-Montana VS – Le Mont Blanc (LeCrans Hotel) – Pierre Crepaud
Davos GR – Glow by Armin Amrein – Armin Amrein
Escholzmatt LU – Rössli (Jägerstübli) – Stefan Wiesner
Flüh SO – Säge – Patrick Zimmermann
Freidorf TG – Mammertsberg – August Minikus
Genf GE – L’Aparté – Armel Bedouet pfeil_gruen
Hägendorf SO – Lampart’s – Reto Lampart
Hergiswil NW – Seerestaurant Belvédère – Fabian Inderbitzin
Hurden SZ – Zum Adler – Markus Gass
Lucens VD – La Table des Suter (Hôtel de la Gare) – Pierrick Lise
Lugano TI – Principe Leopoldo – Dario Ranza
Mels SG – Schlüssel (Nidbergstube) – Roger Kalberer
Orsières VS – Les Alpes – Samuel Destaing (geschlossen)
Riedholz SO – le feu ( Attisholz ) – Jörg Slaschek
Scheunenberg BE – Sonne – Kurt Mösching
Sion VS – Restaurant Damien Germanier – Damien Germanier
St. Moritz GR – Cà d’Oro – Matthias Schmidberger
St. Moritz GR  Da Vittorio (Carlton) – Enrico und Roberto Cerea pfeil_rot
St. Moritz GR – Igniv – Marcel Skibba pfeil_gruen
Thônex GE – Le Cigalon – Jean-Marc Bessire
Trimbach SO – Traube – Arno Sgier
Vacallo TI – Conca Bella – Andrea Bertarini (geschlossen)
Vaduz LI – Marée – Hubertus Real
Vals GR – Silver – Mitja Birlo pfeil_rot
Verbier VS – La Table d’Adrien – Sebastian Lombardi (Note ausgesetzt)
Vétroz VS – La Régence – Samuel Destaing
Vevey VD – Denis Martin – Denis Martin
Vitznau LU – focus – Patrick Mahler
Worb BE – Eisblume – Simon Apothéloz
Zermatt VS – After Seven – Florian Neubauer, Ivo Adam
Zermatt VS – Capri (Mont Cervin Palace) – Salvatore Elefante
Zürich ZH – Ecco – Stefan Heilemann
Zürich ZH – EquiTable – Fabian Fuchs pfeil_gruen
Zürich ZH – Gustav – Antonino Alampi pfeil_gruen
Zürich ZH – Sein – Martin Surbeck / Ken Nakano (geschlossen)
Zürich ZH – Sonnenberg – Marcus G. Lindner (Kochwechsel)

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GM16

 

Adelboden BE – Stuba pfeil_gruen
Andermatt UR – The Japanese Restaurant
Aran-Villette VD – Le Guillaume Tell
Arosa GR – Kachelofa-Stübli
Arosa GR – La Vetta (Tschuggen Grand Hotel)
Ascona TI – La Brezza pfeil_rot
Bad Ragaz SG – Rössli pfeil_gruen
Basel BS – Bel Etage
Basel BS – Oliv
Basel BS – Roots 
Bellinzona TI – Locanda Orico
Bern BE – Meridiano
Bern BE – Steinhalle
Bern BE – VUE
Bern BE – Schöngrün (Neu 15)
Bex VD – Le Café Suisse pfeil_gruen
Blitzingen VS – Castle
Bogis-Bossey VD – Auberge de Bogis-Bossey
Bubendorf BL – Osteria TRE
Bürgenstock NW – RitzCoffier
Cerniat FR – La Pinte des Mossettes
Chardonne VD – Là Haut
Cheseaux-Noréaz VD – La Table de Mary
Choëx VS – Café Berra pfeil_gruen
Emmen LU – Kreuz
Emmenmatt BE – Moosegg
Flims GR – Nova the Restaurant pfeil_gruen
Flüh BL – Martin pfeil_gruen
Fribourg FR – La Cène pfeil_gruen
Fribourg FR – Au Sauvage
Fribourg FR – F. Kondratowicz
Gais AR – Truube
Gattikon ZH – Sihlhalde
Genf GE – La Bottega pfeil_gruen
Genf GE – Le Jardin
Genf GE – Le Loti  (Chefwechsel)
Genf GE – Tosca pfeil_gruen
Goldach SG – Villa am See
Gstaad BE – Megu (The Alpina Gstaad)
Gstaad BE – La Bagatelle
Heiden AR – Incantara (Zur Fernsicht)
Klosters GR – Grischunstübli (Neu 13 Punkte)
Lausanne VD – Le Berceau des Sens
Lenk BE – Spettacolo
Lenzerheide GR – La Riva pfeil_gruen
Lenzerheide-Sporz GR – Guarda Val
Liestal BL – Basler-Stübli
Lömmenschwil SG – Neue Blumenau
Lugano TI – Arté
Luzern LU – Olivo pfeil_gruen
Luzern LU – Reussbad
Malans GR – Weiss Kreuz pfeil_gruen
Meggen LU – La Pistache
Meilen ZH – Wirtschaft zur Burg pfeil_gruen
Murten FR – Käserei
Nänikon ZH – Zum Löwen  pfeil_rot
Neuenburg NE – O′Terroirs
Neuenburg NE – Hôtel du Peyrou
Neuenburg NE – La Maison du Prussien
Neuheim ZG – Falken
Opfikon ZH – You (Kameha Grand) (Chefwechsel)
Pfäffikon SZ – PUR
Ponte Brolla TI – Da Enzo
Pontresina – Kronenstübli (Grand Hotel Kronenhof)
Rapperswil-Jona SG – Jakob pfeil_gruen
Ried-Muotathal SZ – Adler
Rossinière VD – Les Jardins de la Tour
Rüschlikon ZH – Die Rose pfeil_gruen
Saanen BE – Sonnenhof
Saint-Blaise NE – Au Bocca
Saint-Légier VD – Auberge de la Veveyse (Neu 14 Punkte)
Samnaun GR – La Miranda (Chasa Montana)
Schönried BE – Azalée (Neu 14 Punkte)
Sihlbrugg ZH – Tredecim (Krone)
Sonceboz BE – Du Cerf
Steffisburg BE – Panorama
St. Gallen SG – Jägerhof pfeil_gruen
St. Moritz GR – Matsuhisa@Badrutt’s Palace
St. Moritz GR – the K by Tim Raue
Sursee LU – Amrein’s
Tarasp GR – Schlosshotel Chastè pfeil_gruen
Taverne TI – Motto del Gallo
Thun BE – dasRestaurant
Trin GR – Casa Alva
Vaduz LI – Torkel
Vevey VD – Les Saisons (Grand Hotel du Lac)
Vevey VD – Les Trois Couronnes
Villars-sur-Ollon VD – Le Jardin des Alpes
Vitznau LU – Prisma (Neu 15 Punkte)
Vitznau LU – Sens
Wädenswil ZH – Eder’s Eichmühle
Weissbad AI – Flickflauder
Widen AG – Usagiyama (Ryokan Hasenberg)
Widnau SG – Paul’s Restaurant
Wilderswil BE – Alpenblick
Wittenbach SG – Segreto
Zürich ZH – Caduff’s Wine Loft pfeil_gruen
Zürich ZH – Mesa pfeil_gruen
Zürich ZH – Ornellaia
Zürich ZH – Rigiblick pfeil_gruen
Zürich ZH – Sala of Tokyo

Mézière

 

 

The Omnia in Zermatt

Nicht nur der aussergewöhnliche Hitzesommer prägte das Jahr 2018, sondern auch ein wunderschöner, schneereicher Winter. In der vergangen Saison war Frau Holle zum Teil so fleissig, dass aufgrund der grossen Schneemassen die Lawinengefahr so hoch war, dass man die Strasse und Schienen von Täsch nach Zermatt sperren musste. Dass an solchen Tagen (es waren vier) die Touristen trotzdem an- und abreisen konnten, ist der ortsansässigen Air Zermatt zu verdanken. Es ist dann auch ein rot-weisser Helikopter der uns für einen fairen Preis die wenigen Kilometer vom Parkhaus in Täsch ins autofreie Waliser Bergdorf fliegt. Kurz vor der Landung taucht auf einmal das imposante Matterhorn auf. Jedes Mal wenn wir den eindrücklichen 4’000er erblicken packt uns dieses ganz spezielle Glückgefühl, im Wissen wieder an diesem einzigartigen Ort zu sein.

Das stylische Elektroauto mit dem Schriftzug The Omnia wartet bereits am Ortseingang auf uns. Der Chauffeur begrüsst uns sehr freundlich und fährt uns durch das wunderschöne, ganz in weiss gekleidete Zermatt. The Omnia wurde 2000 zuerst unter dem Namen „Into the Hotel“ eröffnet. Nach Meinungsverschiedenheiten mit den Investoren und dem Architekten wurde das Hotel bereits nach wenigen Wochen wieder geschlossen, umgebaut und als The Omnia wiedereröffnet.

Das Designhotel thront auf einem Felsen über dem Dorfkern und ist für die nächsten vier Tage unser zu Hause. Während wir uns fragen wie unser Elektroauto zum Hotel hoch kommt, biegt der Fahrer auch schon rechts von der Hauptstrasse ab und verschwindet mit uns im Felsen. Wir fühlen uns ein bisschen wie Bruce Wayne in seiner Batcave. Während wir den gläsernen Lift nehmen um hoch ins Hotel zu gelangen, wird unser Gepäck und Skiausrüstung verstaut. Oben, hoch über Zermatt angekommen, werden wir vom freundlichen Lächeln der Réceptionistin und dem wundervollen Duft nach einem brennenden Cheminée willkommen geheissen. In der kleinen Lobby, direkt vor dem lodernden Feuer werden wir zum Welcome-Drink geladen.

Es fällt schnell auf, dass The Omnia nicht ein Hotel wie viele andere ist. Bei der Einrichtung hat der New Yorker Architekt Ali Tayar auf klare Linien, natürliche Farben, Stein und einheimisches Holz gesetzt. Die 30 Zimmer und Suiten haben keine Nummern sondern Buchstaben – und auch bei ausgebuchtem Haus ist es hier sehr wohnlich und ruhig. Das Vergnügen gibt es das ganze Jahr – das Hotel ist sowohl im Sommer als auch im Winter geöffnet.

Nach dem Drink geht es in unsere wunderschöne Matterhorn-Suite mit imposantem Blick auf den weltbekannten, namensgebenden Berg. Die Suite ist 70m² gross und in grosszügige Wohn- und Schlafbereiche aufgeteilt. Neben dem Bad mit hochwertigen Pflegeprodukten von Aesop, gibt es auch noch ein separates Duschbad mit WC. Der grosse TV bleibt während unserem Aufenthalt unbenutzt – wer will schon auf einen solchen Bildschirm starren, wenn er zur einen Seite den schönen Blick auf Zermatt und auf der anderen das Bergpanorama und das Matterhorn hat? Auf dem kleinen Balkon stehen mit Lammfell eingekleidete Stühle bereit. Falls es zu kalt wird, wärm der Inhalt der vom Hotel offerierten Bourbon-Flasche.

Das Frühstück wird am gleichen Ort serviert, wo am Abend mit dem Gourmetmenü ganz gross aufgetrumpft wird (zum Bericht). Hotel Direktor Christian Eckert legt uns vor dem Zmorgen ans Herz unbedingt ein Onsen-Ei zu bestellen. Ein super Tipp – das Ei ist der perfekte Start in den Tag. Aber auch das restliche Frühstücksbüffet bietet eine gute Auswahl um sich perfekt für einen unvergesslichen Tag auf den 360 Pistenkilometer zu stärken. Christian Eckert ist seit dieser Saison Hoteldirektor und macht einen super Job. Er ist präsent und wechselt mit den Gästen gern ein paar Worte und steht ihnen mit Tipps zur Seite. Auch bei den restlichen Mitarbeitern wird die persönliche Note sehr gross geschrieben. Wünsche werden gerne und sofort erfüllt. So ist es auch überhaupt kein Problem unserem Wunsch nach einer eigenen Nespresso-Maschine nachzukommen.

Ein weiteres Highlight ist der Spa-Bereich. Es gibt nichts schöneres, als nach einem intensiven Tag auf den Pisten die müden Beine in den warmen Whirlpool zu legen. Hier im The Omnia hat man von diesem Pool direkten Blick aufs Matterhorn. Wenn man hier entspannt und die letzten Sonnenstrahlen des Tages den Berg in goldene Farben hüllen, sind das Momente für die Ewigkeit. Natürlich steht für das weitere Wellness-Vergnügen noch ein grösserer Pool und verschiedenen Saunen und Dampfbäder zur Verfügung.

 

Fazit: Die Lage könnte nicht besser sein: Das The Omnia thront auf dem Felsen und offenbart einen einmaligen Blick auf Zermatt, das Panorama und das Matterhorn. Trotzdem ist man dank dem Lift innerhalb wenigen Minuten im Dorfkern. Die Zimmer sind gross, sehr komfortabel und gemütlich eingerichtet. Dank dem schönen Pool und dem Spa-Bereich kann man sich nach dem Tag in den Bergen perfekt erholen. Auch kulinarisch kann das 5-Sterne-Hotel begeistern. Im gleichnamigen Restaurant startet man mit einem sehr guten Frühstück und am Abend wird man auf einem sehr hohen Niveau verwöhnt. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem äusserst herzlichen und persönlichen Team. Ob an der Recéption, im Spa oder im Restaurant, als Gast spürt man stets, dass man herzlich willkommen ist. Dieser Mix ist dann auch der Grund, dass uns bei der Rückreise bereits in Täsch das Fernweh plagt …

The Omnia
Auf dem Fels
3920 Zermatt
Website

(Besucht im April 2018)

Hoteldirektor Christian Eckert