Einstein Gourmet in St. Gallen

Vor vier Jahren hat der 2-Sterne-Koch Sebastian Zier seine Stelle auf Sylt gekündigt und ein Jobangebot in Sankt Gallen angenommen. Dabei brauchte es zu Beginn starke Überzeugungsarbeit des Hotel-Managements, bevor der heute 42-jährige die Stelle im Einstein antrat. Denn damals war das Hotel auf der Schweizer Landkarte weitgehend unbekannt – überhaupt reisten nur wenige Gourmets aufgrund der Kulinarik nach St. Gallen. Doch genau das sollte Zier ändern und die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons als Gourmet-Hotspot etablieren. Zur Unterstützung holte Zier Moses Ceylan an Board. Der Koch mit türkischen Wurzeln war davor mehrere Jahre Küchenchef beim 3-Sterne-Chef Juan Amador in Mannheim. So hatte das Einstein auf einmal zwei Spitzenköche. Bereits sieben Wochen nach der Eröffnung gab es vom Gault-Millau stolze 17 Punkte. Einen Monat später folgte der erste Michelin Stern. In den nächsten Jahren kam der 2. Stern und im vergangenen Herbst der 18. Gault-Millau-Punkt. Aber nicht nur beruflich setzten die beiden Chefs zum Höhenflug an, sondern auch privat. Die viel gestellte Frage, ob das Engagement in der Schweiz ein langfristiges sei, beantworten die Beiden gleich selbst, indem jeder in der Ostschweiz eine Freundin fand und im Fall von Sebastian er diese auch gleich vor den Traualtar führte. Ja, die coolen Jungs haben in der Schweiz eine neue Heimat gefunden. Die Spitzenköche sind inzwischen nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch dicke Freunde, die jeden Abend zusammen in der Küche stehen und die 5-köpfige Brigade mit einer lockeren Atmosphäre zu Höchstleistungen anspornen.

Interieur Restaurant Einstein

In den ersten Jahren arbeiteten Sebastian und Moses noch mit zwei unterschiedlichen Menüs – jeder war für eines verantwortlich. Moses setzte eher auf einen modernen Stil während Sebastian auf eher klassische Gerichte setzte. Vor zwei Jahren wagte man den mutigen, aber sehr wichtigen Schritt und schuf ein einziges Menü, welches die Stärken der beiden Chefs verschmolz. Das Einstein Gourmet besuchten wir zwei Wochen nach der Eröffnung 2015 schon einmal. Damals war das Menü noch etwas wirr und unfokussiert – die hohe Kochkunst war zwar schon klar erkennbar, aber man hatte sich offensichtlich noch nicht gefunden.

Interieur Restaurant Einstein St. Gallen

Wir sind sehr gespannt, wie sich das Restaurant und die beiden Chefs in den letzten vier Jahren entwickelt haben. Wir betreten das 4-Sterne-Hotel Einstein an einem regnerischen April-Tag. Letzte Woche war es bereits sommerlich warm, heute Nacht wird es hingegen schneien. Gleich hinter dem Hoteleingang finden wir den Lift der uns ins Gourmet-Restaurant im 5. Stock führt. Dort angekommen werden wir vom freundlichen Service-Team begrüsst und in einen der beiden Speiseräume gebracht. Das Restaurant ist seit unserem letzten Besuch etwas eleganter geworden, trotzdem wirkt es etwas schwer. Dafür ist die Stimmung sehr angenehm, die Tische stehen in grossem Abstand voneinander und das ganze Service-Team macht über den ganzen Abend einen super Job.

Interieur Restaurant Einstein St. Gallen

Interieur Restaurant Einstein St. Gallen

Uns wird die Speisekarte gereicht auf dem wir das „Gourmet Menü“ finden. Eine Alternative gibt es nicht. Wir sind sowieso deswegen hierher gekommen und müssen lediglich entscheiden, welche der beiden Weinbegleitungen wir ordern. Hier gibt es nämlich als Ergänzung zur regulären Begleitung auch eine mit dem Coravin-System. Damit können etwas rarere Tropfen glasweise angeboten werden. Da man die beiden Begleitungen auch kombinieren kann, entscheiden wir uns für die Standard-Begleitung und zwei Abweichungen von der etwas hochpreisigeren Coravin-Begleitung.

Interieur Restaurant Einstein St. Gallen

 

Auftakt: Falsche Auster / Überraschungsei / Shot (9/10)

Zum prickelnden Champagner, den wir uns zum Apéro bestellten, werden nun verschiedene Häppchen serviert. Gleichzeitig wird die Schale mit Trockeneis und Zitronen in der Tischmitte mit Wasser aufgegossen wodurch sich Wasserdampf über den ganzen Tisch ausbreitet. Gleichzeitig riecht es dezent nach Zitronen. Der Effekt ist stimmig, da wir diesen Nebel in den letzten Jahren bereits im einen oder anderen Restaurant angetroffen haben, begeistert uns der Duft der Krustentier-Consomée und die extrem schöne Ästhetik der einzelnen Gerichte viel mehr.

Vor allem die „Auster“ ist wunderschön in Szene gesetzt. Ihr widmen wir uns auch als erstes. Und damit offenbart sich der erste Wohlgeschmack mit voller Wucht. Denn das kleine Gericht hat richtig viel Power und die beiden Chefs sind genügend mutig um gleich beim Auftakt fordern abzuschmecken. Das Gericht, dass uns an Chili con Carne erinnert, hat eine freche Schärfe und auch sonst viel Charakter. Die rote Perle – ein Gelée von Tomate – schmeckt so intensiv nach dem roten Gemüse, dass wir den Sommer kaum erwarten können.

Das silberne Ei auf dem Schälchen daneben, begeistert uns gar noch mehr. Die dunkle Crème schmeckt mächtig nach dem Meer und beinhaltet neben schwarzen Bohnen, zartem Tintenfisch auch fantastisch schmeckender Peperoni. Auch hier hat man mit viel Power abgeschmeckt und dabei geschafft, dass die Eleganz gewahrt wird. Absolut fantastisch.

Fantastisch schmeckt auch die heisse Krustentier-Consommé im Schälchen. Schluck für Schluck und Tropfen für Tropfen geniessen wir dieses warme Elixier. Zwischen den einzelnen Petitessen nehmen wir immer mal wieder einen Bissen vom sehr feinen Fladenbrot, welches mit etwas Thymian und Rosmarin verfeinert ist.

Ein starker Auftakt der die Messlatte für den heutigen Abend extrem hoch legt.

 

Brot

Nachdem wir uns die Hände mit dem, sich in Wasser öffnenden, Tuch (Juan Amador lässt grüssen) gereinigt haben, wird zweierlei warmes Brot serviert. Sowohl das Helle- als auch das dunkle Wurzelbrot stammen aus einer nahe gelegenen Bäckerei. Dazu gibt es zweierlei Butter in der Petrischale und ein ausgezeichneter, orientalisch abgeschmeckter Humus-Aufstrich mit Sesam. Leider können wir uns nur ein paar Sekunden dem Brot widmen, weil fast gleichzeitig das Amuse Bouche serviert wird. Dies sollte man etwas anders Takten – das feine Brot hätte es verdient.

Brot im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

Amuse Bouche: St. Galler Rose (9/10)

Das Amuse Bouche ist eines der am schönsten angerichteten Gerichte die wir jemals serviert bekommen haben. In die Rettich-Rose wurden noch sorgfältig Veilchen-Blüten eingearbeitet. Dass das Gericht auch geschmacklich begeistert, schmecken wir, als wir den ersten Ecken des Quinoa-Salats abschneiden und es durch den grossartigen Basilikum-Apfel-Sud ziehen. Es schmeckt fantastisch und sorgt gleich für Gänsehaut – wow! Auch das restliche Gericht schmeckt extrem frisch und dank den verschiedenen Kräutern, der Minze, Soja und Wasabi auch äusserst abwechslungsreich.  Auch hier wurde wieder alles mit viel Mut abgeschmeckt – sogar der Quinoa hat eine angenehme Schärfe.

Essen im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

Thunfisch² (7/10)

Der erste Gang des Menüs legt optisch sogar nochmals eine Schippe drauf. Das Gericht duftet zudem himmlische nach Sommer – dies wegen dem wundervollen Gurken-Sud mit schwarzem Olivenöl und Zitronenöl. Der Thunfisch hat in zwei Varianten seinen Auftritt. Zum einen als Tatar und daneben als scharf angebratene Variante mit farbigem Topping aus verschiedenen Kräutern, Peperoni und Kartoffeln.

Obwohl das Tatar wiederum mit viel Kraft und schönen Zitrusnoten abgeschmeckt ist, schafft es der edle Fisch nicht, sich gegen die darüber stark portionierte Gurken-Dill-Krone durchzusetzen. Entsprechend „befreien“ wir den Tuna davon, wodurch sich der Fisch viel besser entfalten kann. Jetzt harmoniert er auch sehr gut mit der leichten Säure im grünen Sud. Dies müsste aber schon so aus der Küche geschickt werden, da sonst der Optik eine höhere Gewichtung beigemessen wird als dem Geschmack. Der angebratene Tuna ist im Kern noch perfekt roh. Leider kann er sich geschmacklich aber noch weniger in Szene setzen und wirkt trotz der wunderschönen Farbe überraschend blass.

Dafür ist der à part gereichte Knoblauch-Macadamia-Milch so richtig genial. Wir werden angehalten während dem Essen des Thunfischs immer mal wieder einen kleinen Schluck davon zu nehmen. Dadurch gibt es einen überraschenden Spagat in den Orient.

im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

 

Eigelb Tagliatelle (8/10)

Weiter geht es mit einer recht ungewöhnlichen Zutat: Tagliatelle aus Eigelb – ausschliesslich aus Eigelb. Dieses wird für dieses Gericht vakuumiert, glatt gewalzt, sous-vidé gegart und dann aufgeschnitten. Die gelben Nudeln sind ein Signature-Dish und das ganze Jahr im Menü. Je nach Saison werden sie mit anderen Zutaten kombiniert. Heute Abend ist es eine deftige Variante mit Speck, Parmesan, Pilzen und Spinat. Kaum ist der heisse Teller auf dem Tisch duftet es schon betörend intensiv nach Speck und Zwiebeln. Vom Service werden wir angehalten vor dem Essen alles untereinander zu kehren. Kaum getan strömen noch mehr Düfte in unsere Nasen und wir können nicht widerstehen den ersten Bissen zu nehmen – dieser offenbart wiederum extrem viel Geschmack, Intensität und Schlotzigkeit. Ein Gericht zum reinknien. Einzig das Eigelb ist geschmacklich nicht wahrnehmbar. Vielleicht hätte ein zusätzlich aufgeschlagenes Eigelb den Geschmack weiter forciert. Aber auch so ist dies ein ausgezeichnetes Gericht, welches richtig viel Spass macht.

im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

 

Orkney Lachs (9/10)

Anders als der Thunfisch vorhin, weiss sich der hervorragende Lachs in diesem Gericht meisterlich in Szene setzen. Der perfekt wächsern pochierte Fisch hat ein traumhaftes Eigenaroma und ist in Kombination mit dem wiederum mutig abgeschmeckten Dashi-Sud ein wahrer Traum.  Der weisse Reisschaum wirkt zwar auf den ersten Blick etwas befremdlich, schmeckt aber in Kombination mit dem Koriander- und Sesam-Öl sowie den Reisperlen wunderbar asiatisch. Ein hervorragendes Gericht mit viel Power und grossem Suchtfaktor.

Lachs im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

 

Luma Schwein (9/10)

Auch der Hauptgang begeistert! Kaum auf dem Tisch riecht es intensiv nach Erbsen! Im Zentrum steht das hervorragende Luma Schwein – eines der besten Schweine-Fleisch-Stücke die uns jemals serviert wurden. Dank dem etwas grösseren Fettanteil und der guten Lagerung, kann das Tier seinen vollen Geschmack offenbaren. Die darauf liegenden Schweineschwarten-Crumble sorgen für eine angenehme knusprige Textur. Das Fleisch passt hervorragend zu den süsslichen Erbsen und den knackigen Spargeln. Schon alleine die hervorragende Sauce, bestehend aus Spargel-Misosauce mit Petersilienöl ist wiederum extrem wuchtig und hat eine schöne Säure. Die angenehme Säure ist auch bei den weissen Spargeln aus Diepoldsau vorhanden. Denn die weissen Stängel wurden in Zitrone eingelegt und sous-vide gegart. Das Ergebnis: Intensiver Geschmack, einen angenehme Säureanteil und einen perfekten Biss.

Luma Schwein im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

Käse

Den Käsewagen lassen wir nicht an uns vorbei rollen. Darauf finden wir eine überschaubare, aber sehr schöne Selektion an Käse aus Frankreich und der Schweiz. Dazu gibt es etwas Trockenfleisch, Früchtesenf, Honig sowie ein Nuss- und Früchtebrot.

Käse im Einstein Gourmet in St. Gallen

Käse im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

 

Pré Dessert: Einsteins Glücksklee (8/10)

Das pré Dessert dient auch gleich als Erfrischung, denn das als Kleeblatt getarnte Koriander-Apfel-Sorbet ist extrem belebend und trumpft wiederum mit einer schönen Säure auf. Darunter ein klasse Apfel-Joghurt-Sud, Sauerklee, frischer Granny Smith und Limette. Genussvoll verschlingen wir einen Löffel nach dem anderen von diesem ausgezeichneten Dessert.

Dessert im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

Zitrone (6/10)

Auf das Hauptdessert haben wir uns besonders gefreut. Denn wir mögen es, wenn bei der Nachspeise auch Gemüse zum Einsatz kommt – wie hier der Fenchel. Das Gericht riecht dann auch sehr fein nach dem leicht ätherischen Gemüse. Daneben gibt es zweierlei von der Zitrone und als Aufguss einen kalten Rosen-Himbeer-Sud. Jedes Element auf dem Teller schmeckt sehr fein. Man schafft es aber leider nicht, dass die Zutaten ineinander verschmelzen. Zudem ist der Einsatz vom Crumble überproportioniert. Trotz dem ausgezeichneten Vanille-Glace kann das Dessert das hohe Niveau des vorherigen Menüs nicht halten.

Dessert im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

Friandises (6/10)

Ein etwas ausdrucksloses Cookie mit Baileyscrème, ein luftiges Tartelette mit Wachholdercrème und ein finessenreicher Shot aus Cassis-Buttermilch mit Minzöl schliessen das Menü ab.

Friandises im Einstein Gourmet in St. Gallen

 

 

Fazit: Sebastian Zier und Moses Ceylan sind in St. Gallen angekommen und haben den Schlüssel für die perfekte Zusammenarbeit gefunden. Die beiden Chefs ergänzen sich perfekt und haben eine gemeinsame Handschrift entwickelt. Ihre Küche hat viel Power, Finesse und Geschmack. Die Prise Orient ist genial und sorgt für eine Differenzierung zu anderen Spitzenrestaurants. Auch optisch sind die Gerichte mitunter die schönsten die uns jemals serviert wurden. Schön auch, dass die Harmonie der Beiden bis ins Restaurant spürbar ist. Für Gourmets lohnt sich eine Reise nach St. Gallen – somit hat Sebastian Zier seine eingangs erwähnte Aufgabe klar erfüllt. Für uns bleibt dieses Menü auf Top-Niveau unvergessen und wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen.

Moses Ceylan und Sebastian Zier im Einsten Gourmet in St. Gallen

Die beiden Chefs Moses Ceylan und Sebastian Zier

Speisekarte: Die einzige Option ist das Menü. Dieses kann man in 4 (165.-), 5 (190.-) oder mit Käse in 6 Gängen für 215 Franken bestellen. Dazu gibt es Apéro-Häppchen, ein Amuse-Bouche, ein pré Dessert und Friandises.

Weine: Neben einer umfangreichen Weinkarte wird auch eine Weinbegleitung angeboten. Bei 6-Gängen wird diese für 105 Franken verrechnet. Alternativ gibt es auch eine Begleitung mit exklusiveren Tropfen, welche mit dem Coravin-System ausgeschenkt werden (pro Deziliter zwischen 30 und 40 Franken). Man kann die beiden Begleitungen auch mischen. Unsere Weinbegleitung mit zwei Tropfen von der Coravin-Karte wurde mit 130 Franken verrechnet:

2012 Château Carbonnieux / Pessac-Léognan, Bordeaux
2014 Chardonnay Oppenheim / Weingut Kühling-Gillot, Rheinhessen
2017 Samur Les Salles Martin / Antoine Sanzay, Loire
2011 Fläscher Syrah / Weingut Hansruedi Adank, Bündner Herrschaft
1994 Château Rauzan-Ségla / Margaux, Bordeaux
2013 Marugg’s süsswein / Thomas Marugg, Bündner Herrschaft

Dauer: Das Menü wurde in 3 ½ Stunden serviert.

Wertung: Gourmör / Michelin / Gault-Millau

Sonderauszeichnung: Fumoir vorhandenAuszeichnung für eine tolle Weinbegleitung

(Besucht im April 2019)

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Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier

Die das Restaurant de l’Hôtel de Ville umgebende Aura ist unbeschreiblich. Schon beim ersten Besuch vor vier Jahren waren wir vom imposanten Haus fasziniert. 25 Mitarbeiter stehen in der Küche und nochmals so viele arbeiten im Service. Unser ausgiebiger Lunch dauerte damals bis kurz vor 17 Uhr (!). Für uns gibt es kein Restaurant zu dem der Ausdruck „Gourmet-Tempel“ besser passt. Leider gibt es auch eine Schattenseite. Der Tod von Benoît Violier im Januar 2016 hat alle erschüttert und bis heute ist es unbegreiflich, weshalb der erfolgreiche Koch und Familienvater nicht weiterleben wollte. Auch für seinen Nachfolger Franck Giovannini ist dies noch immer ein Rätsel, auch wenn er lernte die Situation zu akzeptiert. Für Giovannini war es in dieser traurigen Zeit aber auch klar, dass er an die Front steht und die Nachfolge seines Vorgänger und Freund Benoît antritt. Der 44-jährige Schweizer arbeitet seit 22 (!) Jahren im Hôtel de Ville und hat bereits unter allen drei grossen 3-Sterne-Chefs Benoît Violier, Frédy Girarded und Philipp Rochat gearbeitet.

Giovannini ist der lockerste Patron, der das Haus je gesehen hat. Er hat mit seiner grossen Brigade ein überraschend kollegiales Verhältnis. Er steht auch nicht wie seine Vorgänger am Pass, sondern arbeitet Seite an Seite mit seiner Mannschaft in der modernen Küche. Laut wird er nie. Davon werden wir uns am heutigen Samstagabend persönlich überzeugen können. Denn beim Betreten des Restaurants fällt Restaurantleiter Alessandro Egidi unsere Kamera auf. Er fragt uns ob wir Lust hätten den Apéro und die ersten Gerichte in der Küche zu essen um so einen speziellen Einblick zu erhalten. Wenn es eine Küche gibt, in der wir gerne einmal essen möchten, dann ist es genau diese hier. Eine Spitzenküche mit einem grossen Team in der man sich als Gast frei bewegen kann. Also deckt man für uns am Pass auf, damit wir hier die ersten Gerichte geniessen können.

Giovannini begrüsst uns mit einem festen Händedruck und einem Lächeln auf den Lippen. Er wirkt äusserst relaxt – vom unmenschlichen Druck, welcher der Spitzengastronomie jüngst immer wieder angedichtet wird, ist bei ihm nichts zu spüren. Sichtlich stolz präsentiert er seine Küche. Wir nehmen auf den Hocker Platz und erhalten die Speisekarte mit der Nr. 34 auf der Titelseite gereicht. Giovannini hat mit der Nummerierung begonnen als er unter Violier Küchenchef in Crissier wurde. Unseren Besuch haben wir diesmal auf die Wild-Saison gelegt. Das Restaurant gilt als eines der besten Wild-Lokale überhaupt. Entsprechend finden wir neben dem grossen Menü und der à la carte-Auswahl auch eine separate Wildkarte. Wild aus den Alpen und den Wäldern, aber auch verschiedenes Geflügel. Ein wahrer Traum.

Während wir den rosé Champagner von Gosset und die feinen Butter-Flûtes geniessen, beobachten wir die konzentrierte Brigade bei der Arbeit. Das Restaurant ist wie immer ausgebucht, entsprechend viele Bestellungen kommen rein, die von der Brigade jeweils mit einem lauten „Oui“ quittiert werden. So auch bei unserer Bestellung für zwei grosse Menüs.

Brot

Das Brot wird zweimal täglich in einer nahen gelegenen Bäckerei gebacken. Diese gehört ebenfalls zum Restaurant. Die verschiedenen Brotsorten sind phänomenal. Am besten gefällt uns das Brot mit der genialen Zitronenkruste. Aber auch das himmlische Moon-Brötchen und das klassische Baguette können uns begeistern. Dazu reicht man uns eine wundervolle, gesalzene Butter.

 

Steinseeigel (8/10)

Das Amuse Bouche kommt auf zwei Tellern an den Tisch. Im Hauptteller duftet es nach Seeigel, ein Produkt welches wir in den letzten Wochen, während unserer USA-Reise, überraschend oft angetroffen haben. Sein spezieller Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Uns gefällt das intensiv-meerige Aroma extrem. Auch sehr fein ist das Champagner-Velouté in dem noch knackiges Gemüse liegt. Auf dem zweiten Teller gibt es edlen Ossietra-Kaviar. Darunter ein subtil abgeschmecktes Seeigel-Mousse. Noch Minuten später haben wir den wundervollen Geschmack in unserem Mund und vermengen ihn mit dem letzten Schluck vom Champagner.

 

Gänseleber (8/10)

Die als Ring geformte Gänseleber-Terrine ist mit einer Reduktion von Grain Noble überzogen. Die geschmackvolle Terrine ist gespickt mit kleinen Nussstücken und Weinbeeren und verzaubert mit ihrem lang nachhallenden Goût. Als wäre dies nicht Highlight genug, serviert man uns auch noch ein ausgezeichnetes Brioche auf dem Nebenteller. Der Buttergeschmack vom noch warmen Gebäck ist betörend. Im Glas erhalten wir mit dem Hermitage Grain Noble von Philippe Darioli einen fantastischen Süsswein aus dem Wallis der das Gericht perfekt abrundet.

 

 

Jakobsmuscheln (9/10)

Danach folgt eine gebratene Jakobsmuschel von herausragender Qualität mit schönen Röstaromen – entsprechend traumhaft ist ihr Geschmack! Dazu kredenzt man uns eine atemberaubende Weisswein-Clementinen-Sauce. Diese ist genial abgeschmeckt und hat die perfekte Balance zwischen Süsse und Säure. Tropfen für Tropfen und Bissen für Bissen geniessen wir dieses hervorragende Gericht und wähnen uns irgendwo an der französischen Atlantikküste.

 

 

Glattbutt-Filet (8/10)

Auch der aus der Bretagne stammende Glattbutt glänzt mit seiner ausserordentlichen Qualität. Der Fisch begeistert uns nicht nur dank seinem delikaten Eigengeschmack, sondern auch aufgrund seiner Saftigkeit. Ebenfalls stark die perfekt abgeschmeckte Weisswein-Sauce die der Service vor uns aufgiesst. Ein Gedicht! Kontrastiert wird das Ganze von Wasabi der sich mutig aber elegant über das Gericht legt und so dem harmonischen Geschmacksbild eine freche Zusatznote verleiht.

 

Königslanguste (8/10)

Wir lieben es, wenn man uns einen Teller auf den Tisch stellt und wir schon aufgrund des unwiderstehlichen Duftes ausflippen. Und dann kommt der Moment, wenn man die ersten Tropfen des Elixiers auf die Zunge bekommt und sich dieses traumhafte Aroma nach Krustentieren im ganzen Gaumen verbreitet. Aber nicht nur die Sauce schmeckt traumhaft intensiv, sondern auch die wundervolle Königslanguste. Die Frühlingszwiebeln steuern der Komposition eine erfrischende Note bei.

 

Moorschneehuhn (10/10)

Dann kommt der Auftritt das Moorschneehuhns auf den wir uns schon den ganzen Abend freuen. Das Warten hat sich gelohnt. Der Vogel ist schlicht genial. Der charaktervolle Eigengeschmack und die Reduktion von Grain nobel und dem Früchte-Chutney ist schlicht phänomenal. Die süss-saure Sauce ist wuchtig und elegant zugleich. Grossartig auch die knusprigen Kartoffelrondellen, die beim zerbeissen einen himmlischen Kartoffelgeschmack abgeben. Ein unvergessliches Gericht!

 

Feldhase à la Royale (9/10)

Wild wird es auch im Hauptgang. Beim Bestellen des Menüs konnten wir uns fürs Finale zwischen einer Gämse aus den Alpen oder einem Feldhasen entscheiden. Wir gaben dem Langohr den Vorzug und bereuen es nicht. Allein der Duft des konfierten Hasen lässt uns jubilieren. Danach folgt die perfekte Sauce mit wunderschön eingebundenem Blut und Leber – phänomenal. Ein absoluter Hochgenuss. Wäre das Fleisch noch etwas saftiger, gäbe es auch hier die Höchstnote. Schade gibt es solche Gerichte nicht öfters in der Spitzengastronomie.

 

Käse

Den Käsewagen sollte man auf keinen Fall an sich vorbei rollen lassen. Es wäre eine Schande. Der Fokus des Wagens liegt auf perfekt gereiften Schweizer Produkten. Zur gewählten Selektion serviert man uns frisch gebackenes Brot und verschiedene Nüsse sowie Trockenfrüchte.

 

 

Haselnüssen (7/10)

Das überraschend leichte pré Dessert ist jetzt genau das Richtige. Der talentierte Pâtissier Nicolas Flandin zaubert aus Kaffee, Limoncello und Haselnüssen ein geschmackvolles und erfrischendes Dessert.

 

Boskoop-Äpfeln aus der Waadt (10/10)

Das zweite Dessert ist dann die Vollendung der Dessertkunst und eine der besten Nachspeisen, die wir bis heute gegessen haben. In der Kugel aus weisser Schokolade finden wir dünn geschnittene Äpfel und ein Apfel-Mousse. Darunter eine grossartige Sauce aus Pistazien und „Cidre trois pépins“. Jeder Löffel von diesem nicht zu süssen Dessert ist ein absoluter Hochgenuss.

 

Naschereien (8/10)

Den Schlusspunkt setzt eine kleine Auswahl an Pralinen und feinem Gebäck.

 

 

Fazit: Auch dieser Besuch im ehrwürdigen Restaurant bleibt unvergesslich. Nicht nur das grosse Team, welches die Gäste nach Strich und Faden verwöhnt, sondern auch die Gerichte die intensiv duften und schmecken haben sich in unser Gedächtnis gebrannt. Franck Giovannini hat sich als Chef etabliert und seine eigene Handschrift gefestigt. Schaut man ihm zu, mit welcher Freude er am Herd steht und seine Mannschaft motiviert Höchstleistungen zu erreichen, hat man das Gefühl, als wäre es etwas vom einfachsten auf diesem Niveau zu kochen. Die unverkrampfte Art von Giovannini tut auch dem restlichen Haus gut. Gegenüber dem letzten Besuch war auch im Service alles etwas lockerer, entsprechend unverkrampfter ist die Stimmung im Restaurant. Das Restaurant de l’Hôtel de Ville ist wie eine eigene Welt. Wir können es kaum erwarten irgendwann wieder für ein paar Stunden Teil davon zu sein.

Speisekarte: Pro Jahr schreibt Giovannini 5 verschiedene Karten. Das grosse Menü in zehn Gängen kostet 390 Franken. Für 315 Franken gibt es ein Überraschungsmenü in 8 Gängen. Hier sagt man dem Service was man mag und weniger mag und wird dann von der Küche überrascht. Daneben gibt es eine schöne à la carte Auswahl. Vorspeisen kosten zwischen 65 und 110 Franken. Hauptgänge 90 – 120 Franken. Desserts zwischen 35 und 45 Franken. Zu teuer? Eher zu günstig, hier geht es zum spannenden Beitrag der Bilanz.

Wein: Die Weinkarte gleicht eher eine Bibel. Die Auswahl ist immens. Auch eine Weinbegleitung wird angeboten. Diese hat aber keinen Fixpreis, sondern wird glasweise berechnet. Da das Menü umfangreich ist, begleitet ein Wein zum Teil gleich mehrere Gänge. Die genossene Weinbegleitung wurde mit 139 Franken verrechnet:

Sauvignon Blanc Maison du Moulin / 2017
Hermitage Grain Noble Philippe Darioli / 2015
Riesling Geyerhof / 2014
Meursault Les Criots Ballot-Millot / 2015
Valpolicella Superiore Classico Monte Dall Ora / 2013
Syrah Didier Joris / 2013
Hermitage Grain Noble Philippe Darioli / 2015

Dauer: Das grosse Menü wurde in 3.5 Stunden serviert.

Wertung: Gourmör / Michelin / Gault-Millau

Sonderauszeichnung: Hier fühlt man sich besonders wohl / Fumoir vorhanden


(Besucht im Oktober 2018)

Guide Michelin Schweiz 2019

Dieses Jahr ist alles anders. Während Michelin noch vor wenigen Jahren eine Handvoll Journalisten nach Zürich in ein kleines Kaffee bestellte und ihnen dort den neuen Guide präsentierte, wurde für dieses Jahr zum ersten Mal eine grosse Verleihung organisiert. Zum Glück. Denn bis anhin promotete sich Michelin klar unter seinem Wert. Heute lud Michelin ins KKL nach Luzern – diesem imposanten Gebäude von Jean Nouvel direkt am Vierwaldstättersee. Neben einer grossen Zahl an Journalisten wurden in diesem Jahr auch alle bestehenden und neuen Sterneköche in die Leuchtenstadt geladen.

Anders ist nicht nur der Rahmen, sondern auch der Termin. Im vergangenen Sommer teilte Michelin überraschend mit, dass der 2019er Guide für die Schweiz nicht im Herbst 2018, sondern erst im Februar 2019 erscheint. Schweizer Gourmets mussten sich somit ganze 16 Monate auf die neue Bibel gedulden. Und Gourmets, die Ihre Skiferien buchten, konnten nicht mehr den Guide abwarten da dieser nun mitten in der Skisaison veröffentlicht wird. Und was fällt als Erstes auf wenn man den neuen Führer in den Händen hält? Er ist viel leichter, da im ganze 88 (!) Seiten fehlen – 20 % des Umfangs sind weg. Dabei beschreibt man neuerdings alle 3 und 2 Sterne-Restaurants viel umfangreicher als bis anhin. Das Buch ist nur noch 416 Seiten dick, da 154 Restaurants weniger empfohlen werden (neu 777 Adressen) und 56 Hotels fehlen (neu noch 458). Total sind es also 1’235 Adressen. In der 2008er Ausgabe waren es noch ganze 1’900 Empfehlungen.

Weniger Empfehlungen dafür so viele Sternerestaurants wie noch nie. Das erfuhren die Anwesenden an einer schönen Zeremonie, bei der jeder neue Sternekoch auf der Bühne gefeiert wurde. Ganzen 21 neuen Sterneköchen wurde diese Ehre zuteil. Wobei den neu ausgezeichneten Köchen vom Ryokan Hasenberg in Widen nicht zum Feiern zumute war, da das Lokal wegen finanziellen Problemen seit einigen Wochen geschlossen ist. Feiern durfte dafür zum Beispiel Hauke Pohl vom The Omnia, der erst kürzlich vom Gault-Millau eine Ohrfeige erhielt indem man ihm den 15 Punkt strich und ihn noch mit (für diese Leistung) lächerlichen 14 Punkten bewertet. Überglücklich waren auch die drei Frauen, welche den Michelin-Stern zum ersten Mal entgegennehmen durften: Bernadette Lisibach, Alexandra Ziörjen und Marie Robert. Zum ersten Mal wurde auch ein Restaurant einer Hotelfachschule mit einem Stern ausgezeichnet. Das Le Berceau des Sens in Lausanne durfte sich über die Auszeichnung freuen. Neben vielen Newcommern wie Pascal Steffen, Jeroen Achtien und Marco Campanella gab es unter den neu Ausgezeichneten auch Chefs wie Thomas Huber der seit vielen Jahren sein Restaurant in Sihlbrugg betreibt.

Nach den 1-Sterne-Chefs gab es eine kurze Unterbrechung eh verkündet wurde, dass es in der Schweiz zwei neue 2-Sterne-Köche gibt. Patrick Mahler vom focus in Vitznau hatten viele auf der Liste. Laurent Eperon im Pavillon in Zürich war dann eher die Überraschung. Bei unserem letzten Besuch hat sich so eine Aufwertung nicht abgezeichnet. Aber Michelin tätigt die Aufwertung nicht aufgrund eines einzelnen Besuches, sondern geht mehrmals vor Ort. Wir kennen das Beispiel von einem Chef der Ambitionen auf einen Stern hatte und die Tester im vergangenen Jahr mindestens drei Mal im Hause hatte. Neben der Freude über 20 2-Sterne-Restaurants (Rekord!) ging Mitja Birlo vom 7132 Silver in Vals fast etwas vergessen. Dabei hat er souverän die beiden Macarons von seinem Vorgänger Sven Wassmer verteidigt.

Die meisten im Saal haben am Ende noch auf DIE Neuigkeit gewartet. Doch auch in diesem Jahr vergebens – es wird 2019 keinen neuen 3-Sterne-Chef geben. Dafür wurden Andreas Caminada, Peter Knogl und Franck Giovannini souverän bestätigt. Ebenfalls erwähnenswert ist es, dass heuer kein Restaurant aufgrund von mangelnder Leistung abgewertet wurde. Die 12 Streichungen erfolgten aufgrund eines Chef-Wechsels, einer Schliessung oder einer Konzeptänderung. Somit zählt die Schweiz 128 Sterne-Restaurants. So viele wie noch nie. Und so viele wie in keinem anderen Land auf der Welt, gemessen an den Einwohnern. Somit müssen die Schweizer am wenigsten weit fahren um ein Spitzenrestaurant zu besuchen. En Guete!

 

Anbei die Liste mit allen ausgezeichneten Lokalen. Die vielen anderen empfohlenen Restaurants und alle Hotels findet ihr im Guide Michelin Schweiz 2019:
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Basel BS – Cheval Blanc by Peter Knogl – Peter Knogl
Crissier VD – B. Violier – De l’Hotel De Ville – Franck Giovannini
Fürstenau GR – Schauenstein – Andreas Caminada 

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Ascona TI – Ecco – Rolf Fliegauf
Basel BS – Stucki – Tanja Grandits – Tanja Grandits
Brent VD – Le Pont de Brent – Stéphane Décotterd
Champfèr GR – Ecco St. Moritz – Rolf Fliegauf
Cossonay VD – Le Cerf – Carlo Crisci
Hägendorf SO – Lampart’s – Reto Lampart
Küsnacht ZH – RICO’S – Rico Zandonella
Lausanne VD – Anne-Sophie Pic – Anne-Sophie Pic / Paolo Boscaro
Samnaun GR – Homann’s Restaurant – Daniel Homann
Sankt Gallen SG – Einstein Gourmet – Sebastian Zier und Moses Ceylan
Satigny GE – Domaine de Châteauvieux – Philippe Chevrier / Damine Coche
Steinen SZ – Adelboden – Franz Wiget
Sierre VS – Didier de Courten – Didier de Courten
Vals GR – 7132 Silver – Mitja Birlo
Vitznau LU – focus – Patrick Mahler neu
Wigoltingen TG – Taverne zum Schäfli – Christian Kuchler
Zermatt VS – After Seven – Ivo Adam
Zürich ZH – Ecco Zürich – Stefan Heilemann
Zürich ZH – The Restaurant – Heiko Nieder
Zürich ZH – Pavillon – Laurent Eperon pfeil_gruen

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Andermatt UR – The Japanese Restaurant – Dietmar Sawyere
Arosa GR – La VettaUwe Seegert
Ascona TI – La Brezza – Marco Campanella neu
Ascona TI – Locanda Barbarossa (Castello del Sole) – Mattias Roock
Bad Ragaz SG – IGNIV by Andreas Caminada – Silvio Germann
Basel BS – Bel Etage – Michael Baader
Basel BS – Les Quatre Saisons – Peter Moser
Basel BS – roots – Pascal Steffen neu
Bellinzona TI – Locanda Orico – Lorenzo Albrici
Bern BE – Meridiano – Fabian Raffeiner
Bex VD – Le Café Suisse – Marie Robert neu
Brail GR – Vivanda – Dario Cadonau
Bubendorf BL – Osteria TRE – Flavio Fermi
Bubendorf BL – Le Murenberg – Denis Schmitt
Bubikon ZH – Apriori (Löwe) – Domenico Miggiano
Burgdorf BE – Emmenhof – Werner Schürch
Burgdorf BE – Zur Gedult – Lukas Kiener neu
Carouge GE – Le Flacon – Serge Labrosse
Cerniat FR – La Pinte des Mossettes – Romain Paillereau
Champfèr GR – Talvo By Dalsass – Martin Dalsass
Charmey FR – Nova neu
Cheseaux VD – Table de Mary – Maryline Nozahic
Choëx VS – Café Berra – Jean-Yves André
Cologny GE – Auberge du Lion d’Or – Gilles Dupont / Thomas Byrne
Crans-Montana VS – L’OURS – Franck Reynaud
Crans-Montana VS – Le MontBlanc – Pierre Crepaud
Dallenwil NW – Gasthaus zum Kreuz – Damian Fry neu
Davos GR – Glow by Armin Amrein – Armin Amrein
Escholzmatt LU – Rössli (Jägerstübli) – Stefan Wiesner
Flüh SO – Martin – Manfred Möller
Flüh SO – Wirtshaus Zur Säge -Patrick Zimmermann
Freidorf TG – Mammertsberg – August Minikus
Fribourg FR – Des Trois Tours – Alain Bächler
Gais AR – Truube – Silvia Manser
Gattikon ZH – Sihlhalden – Gregor Smolinsky
Genf GE – Bayview – Michel Roth
Genf GE – Il Lago – Massimiliano Sena
Genf GE – Tsé Fung – Frank Xu
Genf GE – La Bottega – Paulo Airaudo und Francesco Gasbarro
Genf GE – Le Chat Botté – Dominique Gauthier
Genf GE – Tosca – Saverio Sbaragli
Gstaad BE – Chesery – Robert Speth
Gstaad BE – MEGU – Takumi Murase
Gstaad BE – Sommet – Martin Göschel
Heiden AR – Incantare – Tobias Funke
Hergiswil NW – Seerestaurant Belvédère – Fabian Inderbitzin
Hurden SZ – Zum Adler – Markus Gass
Lausanne VD – Eligo – Guillaume Raineix
Lausanne VD – La Table d’Edgard – Edgar Bovier
Lausanne VD – Le Berceau des Sens – Cédric Bourassin neu
Lenzerheide GR – La Riva – Dominique Schrotter
Lenzerheide GR – Guarda Val – Adrian Bürki
Lömmenschwil SG – Neue Blumenau – Bernadette Lisibach neu
Lugano TI – Galleria Arté al Lago – Frank Oerthle
Mels SG – Nidbergstube (Schlüssel) – Roger Kalberer
Menzingen ZG – Löwen – René Weder
Obbürgen NW – Ritzcoffier – Bertrand Charles neu
Oberwil BL – Schlüssel – Felix Suter
Rapperswil-Jona SG – Jakobs ESSZIMMER – Markus Burkhard neu
Rehetobel AR – Gasthaus Zum Gupf – Walter Klose
Riedholz SO – le feu (Attisholz) – Jörg Slaschek
Rigi Kaltbad LU – Regina Montium – Benjamin Just
Rüschlikon ZH – Die Rose – Tobias Buholzer
Saint-Blaise NE – Au Bocca – Claude Frôté
Samnaun GR – La Miranda Gourmet Stübli – Bernd Fabian
Sankt Moritz GR – Cà d’Oro – Matthias Schmidberger / Leo Ott
Sankt Moritz GR – Da Vittorio – Enrico und Roberto Cerea
Sankt Moritz GR – IGNIV by Andreas Caminada – Marcel Skibba
Sankt Moritz GR – The K by Tim Raue – Tim Raue / Lion Schirmer neu
Sauges NE – La Maison du Village – Marc Strebel
Scheunenberg BE – Sonne – Kurt Mösching
Schnaus GR – Stiva Veglia – Tino Zimmermann
Sihlbrugg ZH – Tredecim (Krone) – Thomas Huber neu
Sion VS – Damien Germanier – Damien Germanier
Sonzeboz BE – Du Cerf – Jean-Marc Soldati
Steffisburg BE – Cayenne – Rolf Fuchs
Thônex GE –  Le Cigalon – Jean-Marc Bessire
Troinex GE – La Table du 7 (La Chamière by Serge Labrosse) – Serge Labrosse
Trimbach SO – Traube – Arno Sgier
Vaduz (Liechtenstein) – Park-Hotel Sonnenhof (Marée) – Hubertus Real
Vaduz (Liechtenstein) – Torkel – Ivo Berger
Vétroz VS – La Régence-Balavaud – Samuel Destaing neu
Vevey VD – Denis Martin – Denis Martin
Vevey VD – Les Trois Couronnes – Lionel Rodriguez
Vevey VD – Les Saisons – Thomas Neeser
Villarepos FR – Auberge de la Croix Blanche – Arno Abächerli
Villars-sur-Ollon VD – Le Jardin des Alpes – Alain Montigny
Vitznau LU – PRISMA – Philipp Heid
Vitznau LU – Sens – Jeroen Achtien neu
Vufflens-le-Château VD – L’Ermitage – Bernard Ravet / Guy Ravet
Wangen bei Dübendorf ZH – Badstube (Sternen) – Matthias Brunner
Widen AG – USAGIYAMA neu (Nach Redaktionsschluss geschlossen)
Widnau SG – Paul’s by Schützelhofer – Bernd Schützelhofer neu
Wilderswil BE – Gourmetstübli – Richard Stöckli
Wittenbach SG – Segreto – Martin Benninger
Zermatt VS – Alpine Gourmet Prato Borni – Heinz Rufibach neu
Zermatt VS – Capri – Andrea Migliaccio
Zermatt VS – The Omnia – Hauke Pohl neu
Zürich ZH – EquiTable im Sankt Meinrad – Fabian Fuchs
Zürich ZH – Gustav – Antonio Colaianni / Antonino Alampi neu
Zürich ZH – Maison Manesse – Fabian Spiquel
Zürich ZH – mesa – Sebastian Rösch
Zürich ZH – Ornellaia – Giuseppe D’Errico neu
Zürich ZH – Rigiblick – Ronny Zipfel
Zürich ZH – 20/20 by Mövenpick – David Klocksin  neu

 

Gestrichene Restaurants:

Le Noirmont JU – Georges Wenger  – Georges Wenger // Chefwechsel

Gstaad BE – LEONARD’S – Urs Gschwend (Chefwechsel nach Redaktionsschluss)
Malans GR  – Weiss Kreuz – Stefan Jäckel
(Pächterwechsel)
Orsières VS – Les Alpes – Samuel Destaing
(Chef zog weiter nach Vétroz)
Pfäffikon SZ – Pur – Adrian Bührer
(Konzeptwechsel)
Saas-Fee VS – Waldhotel Fletschhorn – Markus Neff
(geschlossen)
Uetikon am See ZH – Wirtschaft zum Wiesengrund – H.P. Hussong
(geschlossen)
Vacallo TI – Conca Bella – Andrea Bertarini
(Konzeptwechsel)
Verbier VS – La Table d’Adrien – Mirto Marchesi
(Chefwechsel)
Worb BE – Eisblume – Simon Apothéloz
(Konzeptwechsel)
Zürich ZH – Sein – Martin Surbeck / Ken Nakano
(Geschlossen)
Zürich ZH – YOU (Kameha Grand) – Norman Fischer
(Konzeptwechsel)

 

Liste mit allen Sternerestaurants
Liste mit allen Bib Gourmand-Restaurants
Statistik Guide Michelin 2019