Guide Michelin Schweiz 2012

Soeben hat Michelin die Sterne fürs 2012 veröffentlicht. Die Schweiz ist immer noch im Aufwertstrend, die grossen Überraschungen blieben aber aus.  So hat sich an der Spitze nichts geändert. Andreas Caminada und Philippe Rochat bilden immer noch den Gourmetgipfel mit jeweils 3 Michelin Sternen. Rochat wird die Auszeichnung aber zum letzten Mal tragen, denn er übergibt im April 2012 das Zepter an Benoît Violier welcher sich neu behaupten muss.

Bei den 2 Sterner gab es zwei Neue wobei sich die Aufwertung der ‚De Floris‘ abzeichnete da das Restaurant seit zwei Jahren als Hoffnungsträger geführt wurde. Das ‚Mesa‘ von Marcus Lindner ist der zweite grosse Gewinner. Die Schweiz hat nun 18 2-Sternen Häuser ein geniales Ergebnis.

Bei den 1 Sterner gibt es wieder grossen Zuwachs. 11 Restaurants wurden neu mit dem begehrten Stern ausgezeichnet. Auffallend, fünf davon befinden sich in einem grossen Hotel. Weiter wurden drei Restaurants als Hoffnungsträger für den ersten Stern geführt. Darunter seit Jahren mein Favorit Fabian Inderbitzin und wiederum ein Hotel-Restaurant (‚Baur au Lac‘ Zürich). Für den zweiten Stern gibt es in diesem Jahr keinen Hoffnungsträger.

Leider verlieren auch wieder Restaurants ihren Stern. In diesem Jahr sind es 8 Restaurants darunter vier aufgrund eines Betriebswechsels. Diese Köche werden ihre Sterne im nächsten Jahr bestimmt zurück erkochen. Das gilt besonders für Marco Calliani welcher ende Jahr im ‚The Clouds‘ in Zürich kocht, für Martin Delsass welcher nun das ‚Talvo‘ in Sankt Moritz Champfèr übernimmt sowie für Nenad Mlinarevic welcher im nächsten Jahr sein Restaurant im neu umgebauten Park Hotel in Vitznau eröffnet. Es wird auch spannend was mit Rolf Fliegaufs Zweitrestaurant ‚Ecco on Snow‘ in Sankt-Moritz Champfèr passiert. Dieses Restaurant wird während den Wintermonaten vom gleichen Team welches im Sommer im ‚Ecco‘ in Ascona kocht betrieben. Also nochmals ein neues 2 Sterne Restaurant? Wir dürfen 356 Tage gespannt sein.

Die Schweiz hat somit 96 Sternerestaurants mit total 118 Sternen. Die Schweiz bleibt somit das Land mit den meisten Sternen pro Einwohner. Wir gratulieren allen Sternerestaurants und Hoffnungsträger!

Hier findet Ihr die komplette Liste aller Sterne, jeweils nach Ort und Kanton – Restaurantnamen – Chefkoch. Blau = Link zum Gourmör Bericht / Grün = Neu / Orange = 1 Stern mehr als im Vorjahr / Rot = Hoffnungsträger auf einen zusätzlichen Stern / Gestrichen = Im Gegensatz zum Vorjahr keine Sterne mehr

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Fürstenau GR – Schauenstein – Andreas Caminada
Crissier VD – Philippe Rochat – Philippe Rochat / Benoît Violier

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Anières GE – De Floris – Claude Legras
Ascona TI – Ecco – Rolf Fliegauf
Basel BS – Cheval Blanc – Peter Knogl
Cossonay VD – Le Cerf – Carlo Crisci
Hägendorf SO – Lampart’s – Reto Lampart
Küsnacht ZH – Rico’s Kunststuben – Rico Zandonella
Lausanne VD – Anne-Sophie Pic – Guillaume Raineix / Anne-S. Pic
Brent VD – Le Pont de Brent – Stéphane Décotterd
Le Noirmont JU – Georges Wenger  – Georges Wenger
La Punt GR – Bumanns Chesa Pirani – Daniel Bumann
Samnaun GR – Homann’s Restaurant – Daniel & Horst Homann
Satigny GE – Domaine de Châteauvieux – Philippe Chevrier / Damine Coche
Steinen SZ – Adelboden – Franz Wiget
Sierre VS – Didier de Courten – Didier de Courten
Uetikon am See ZH – Wirtschaft zum Wiesengrund – H.P. Hussong
Vevey VD – Denis Martin – Denis Martin
Zürich ZH – Mesa – Marcus G. Lindner
Zürich ZH – The Restaurant – Heiko Nieder

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Altnau TG – Urs Wilhelm’s Restaurant – Urs Wilhelm
Arosa GR – La Vetta – Uwe Seegert
Ascona TI – Seven – Ivo Adam
Bad Ragaz SG – Äbtestube – Roland Schmid
Basel BS – Bel Etage – Michael Baader
Basel BS – Les Quatre Saisons – Peter Moser
Basel BS – Stucki – Tanja Grandits
Bellinzona TI – Orico – Lorenzo Albrici
Bern BE – Meridiano – Markus Arnold
Bern BE – Schöngrün – Werner Rothen
Bern BE – Wein & Sein – Beat Blum
Bubendorf BE – Osteria Tre – Gianluca Garigliano
Burgdorf BE – Emmenhof – Werner Schürch
Chardonne VD – Le Montagne – David Tarnowski
Champéry VS – c21 – Callum Tod
Champfèr GR – Jöhri’s Talvo – Roland Jöhri (Betriebswechsel Neueröffnung Ende 2011)
Cologny GE – Auberge du Lion d’Or – G. Dupont / Th. Byrne
Crans-Montana VS – Hostellerie du Pas de l’Ours – Franck Reynaud
Eglisau ZH – La Passion – Christian Kuchler
Escholzmatt LU – Rössli (Jägerstübli) – Stefan Wiesner
Flüh SO – Zur Säge – Felix Suter
Fribourg FR – Le Pérolles – Pierre-André Ayer
Fribourg FR – Des Trois Tours – Alain Baechler
Ftan GR – La Bellezza – Martin Göschel
Gattikon ZH – Sihlhalden – Gregor Smolinsky
Genf GE – Buffet de la Gare des Eaux-Vives – Serge Labrosse
Genf GE – Le Chat Botté – Dominique Gauthier
Genf GE – Rasoi by Vineet – Anupam Banerjee
Genf GE – Vertig’O – Jérôme Manifacier
Gstaad BE – Chesery – Robert Speth
Gstaad BE – Prado – Urs Gschwend
Hurden SZ – Zum Adler – Markus Gass
Kirchdorf BE – Mille privé – Urs Messerli
Klosters GR – Walserhof – Armin Amrein
Lausanne VD – La Table d’Edgard – Edgar Bovier
Lömmenschwil SG – Neue Blumenau – Nenad Mlinarevic (Mlinarevic wechselte nach Vitznau ins Parkhotel)
Lugano TI – Arté – Frank Oerthle
Luzern LU – Jasper – Kerstin Rischmeyer
Mels SG – Schlüssel (Nidbergstube) – Seppi Kalberer
Mollens VS – Panorama – Niels Minkmann
Le Mont-Pèlerin VD – Le Trianon – Philippe Zemour
Montreux VD – L’Ermitage – Etienne Krebs
Münchbuchensee BE – Moospinte – Sascha Berther
Nebikon LU – Adler – Raphael Tuor-Wismer
Oberwil BL – Viva – Eric Schröter
Pontresina GR – Kronenstübli – Bernd Schützelhofer
Rehetobel AR – Gasthaus Zum Gupf – Walter Klose
Riedholz SO – le freu ( Attisholz ) – Jörg Slaschek
Saas-Fee VS – Waldhotel Fletschhorn – Markus Neff
Saint-Blaise NE – Au Bocca – Claude Frôté
Saint-Légier VD – Auberge de la Veveyse – Jean-Sébastien Ribette
Saint-Saphorin VD – La Rôtisserie ( Auberge de l’Onde ) – Patrick Zimmermann
Samnaun GR – La Miranda Gourmet Stübli – Markus Zeiser
Sankt Moritz GR – Cà d’Oro – Matthias Schmidberger
Schaffhausen SH – Rheinhotel Fischerzunft – André Jaeger
Scheunenberg BE – Sonne – Kurt Mösching
Solothurn SO – Zum alten Stephan (Zaugg’s Zunftstube) – Andreas Zaugg
Sorengo TI – Santabbondio – Martin Delsass (Delsass wechselt ins Talvo)
Sonzeboz- Du Cerf – Christian Albrecht / Jean-Marc Soldati
Thônex GE –  Le Cigalon – Jean-Marc Bessire
Thörigen BE – Löwen – Nik Gygax
Triesen (Liechtenstein) – Schatzmann – Klaus Schatzmann
Trimbach SO – Traube – Arno Sgier
Uznach SG – KunstHof – Christoph Köhli
Vacallo TI – Conca Bella – Gian-Luca Bos
Vaduz (Liechtenstein) – Park-Hotel Sonnenhof – Hubertus Real
Verbier VS – La Table d’Adrien – Marco Bassi
Vevey VD – Les Saisons – Thomas Neeser
Vex VS – L’Argilly – Daniel Guerlavais
Vouvry VS – Auberge de Vouvry – Martial Braendle
Vufflens-le-Château VD – L’Ermitage – Bernard Ravet / Guy Ravet
Walchwil ZG – Sternen – René Weder
Wangen bei Dübendorf ZH – Badstube (Sternen) – Matthias Brunner
Weggis LU – Annex – Renee Rischmeyer
Wetzikon ZH – Il Casale – Antonino Alampi
Widen AG – Usagiyama ( Ryokan Hasenberg ) – Shigemitsu Ozawa
Wilderswil BE – Gourmetstübli – Richard Stöckli
Wittenbach SG – Segreto – Martin Benninger
Wigoltingen TG – Taverne zum Schäfli – Wolfgang Kuchler
Yvorne VD – La Roseraie – Christophe Rod
Zermatt VS – Capri – Andrea Migliaccio
Zürich ZH – Münsterhof – Tobias Buholzer
Zürich ZH – Spice ( Rigiblick ) – Christian Nickel
Zürich ZH – Sein – Martin Surbeck / Ken Nakano

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Hoffnungsträger für 1 Stern

Ardon VS – Le Botza – Damien Germanier
Hergiswil LU – Seerestaurant Belvédère – Fabian Inderbitzin
Zürich ZH – Pavillon – Laurent Eperon

Hier findet ihr die komplette Liste aller Schweizer Sternerestaurants als PDF zum downloaden.

Neben den Sternen gibt es noch eine weitere Auszeichnung, der Bib Gourmand wird für Restaurants vergeben die sehr gute Küche zu einem günstigen Preis bietet (3 Gänge für maximum 59 Franken). Die Liste mit allen 87 Bib Gourmand Restaurants findet ihr hier. Wir freuen uns am meisten für das Restaurant amrein’S  in Sursee welches die Auszeichnung klar verdient hat!

Was ist der Guide Michelin? Hier findet ihr ein kurzes Lexikon in dem sich der Guide selber vorstellt.

Gault-Millau 2012

Der Gault-Millau Schweiz  hat heute seine Punkte fürs 2012 vergeben. Wie ich bereits gestern auf der Gourmör-Facebook Seite geschrieben habe, wurde Franz Wiget vom Restaurant ‚Adelboden‘ in Steinen mit dem Titel „Koch des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Die 18 Punkte die er seit 4 Jahren hält wurden auf diesem Niveau belassen.


Die ehemaligen 19-Punkte Häuser ‚Kunststuben‚ in Küsnacht und das ‚La Pont de Brent‚ wurden auf 18 Punkte runter gestuft da beide unter neuer Leitung stehen.

Somit verbleiben noch sechs Restaurants auf dem Punktemaximum (19 Punkte) obwohl hier die Höchstauszeichnungen im Gegensatz zum Guide Michelin immer noch recht spendabel verteilt sind. Der Französiche Branchenprimus Michelin vergab in der letzten Ausgabe nämlich lediglich zwei Mal die Höchstnote von 3 Sternen und zwar an die Restaurants ‚Schauenstein‘ von Andreas Caminada (Bericht folgt bald) und an ‚Philippe Rochat‘ in Crissier. Letzterer wird im kommenden April sein Restaurant leider ebenfalls an seinen langjährigen Sous Chef (Benoît Violier) abgeben. Die Schweiz verliert damit nach Horst Petermann und Gerard Rabaey innert 18 Monaten einen weiteren grossartigen Chef.

Auffallend an der Gault-Millau Punktevergabe ist, dass wie in der Vergangenheit viele Restaurants Zusatzpunkte erhielten welche im letzten November bereits vom Michelin Führer aufgewertet wurden. Ob das die Kochqualität bestätigt oder ob man sich hier ein wenig beeinflussen lässt sei dahin gestellt. Auf jeden Fall wurden die Brüder Homann, wie ebenfalls gestern vorausgesagt, in Ihrem ‚Homann’s‘ in Samnaun zu den „Aufsteigern des Jahres 2012“ (neu 18 Punkte) befördert nachdem die Beiden im letzten Jahr den 2. Michelin Stern erkocht hatten. Auch der zweite „Aufsteiger des Jahres“, Markus Arnold im ‚Meridiano‘ in Bern (neu 17 Punkte), wurde im letzten Jahr ebenfalls mit einem Stern ausgezeichnet. Beim dritten „neuen“ 2 Sterner, das ‚Ecco‘ in Ascona hat man sich jetzt ebenfalls endlich (!) zu einer höheren Bewertung (16 Punkte) durchgerungen. Die neue Wertung reicht in meinen Augen zwar immer noch nicht aus um die Qualität von Rolf Fliegaufs Küche widerzuspiegeln aber immerhin schon besser als die bisher überhaupt nicht nachvollziehbaren 15 Punkte.

An der Gault-Millau Tradition, dass man keine 19 oder 18er Köche runterstuft (einzig vor fünf Jahren machte man bei Daniel Bumanns ‚Chesa Pirani‘ eine Ausnahme als man ihn auf 17 Punkte abstrafte um ihn dann ein Jahr später wieder in die 18 Punkte Liga zu hieven) hat man festgehalten obwohl dies in meinen Augen auf die Kosten der Glaubwürdigkeit des Guides geht.

Der Gault-Millau 2012 erscheint am Mittwoch in den Buchhandlungen. Wie Chefredaktor Urs Heller in einem tollen Vorwort in der aktuellen „al dente“ geschrieben hat, befinden sich unter den 837 bewerteten Restaurants ein Grossteil (696) an einfachen Restaurants und Gasthöfen in denen mit viel Liebe und guten Produkten gekocht wird. Gutes Essen hat nämlich nichts mit hohen Preisen oder biederer Atmosphäre zu tun.

Eine (unvollständigen) Übersicht der neuen Punkte-Ordnung findet ihr hier.

Schönere Ferien Dank Michelin

Unsere Südengland Ferien sind leider bereits wieder vorbei. Die zwei Wochen waren toll und der Guide Michelin im Handschuhfach hat die ganze Reise massiv aufgewertet. Ich kann allen die ein Land bereisen in dem es eine Ausgabe dieses roten Führers gibt zum Kauf des Buches raten – es lohnt sich allemal. Denn man findet darin in jeder Region tolle Hotels und B&B welche dank kleinen Symbolen zeigen ob diese den eigenen Bedürfnissen entsprechen (hat es ein Parkplatz, ein Pool usw.). Ebenfalls sieht man schnell ob das Hotel an einer ruhigen Lage ist und ob man eine schöne Aussicht geniessen kann. Die klare Angabe des Zimmerpreises hilft bei der Planung ebenfalls enorm da man dadurch nicht jedes einzelne Hotel im Internet besuchen muss sondern bereits im Vorfeld die Häuser die nicht im Budget ignorieren kann.

Dank Michelin haben wir zum Beispiel diese tollen und preiswerten Häuser entdeckt:

Little Langford Farmhouse in der Nähe von Salisbury (für mich ist dies ganz klar eine „rote“-Markierung für „Angenehme Unterkunft“ wert)
The Marstan in Torquay
Molesworth Manor in der Nähe von Padstow
Oldfields in Bath

Dabei interessiert es mich nicht ob ein Hotel zwei oder vier Sterne vom Tourismus-Verband erhalten hat. Was bringen mir Sterne die für gewisse Ausstattungen vergeben werden jedoch nichts über die Qualität des Frühstücks, den Zustand und die Sauberkeit des Hotels aussagen? Ich bevorzuge lieber ein sauberes Badezimmer als einen Schuhpolierer. Beim Guide Michelin kann ich davon ausgehen, dass das Hotel sauber ist und über einen gewissen Standard verfügt – diese werden in einer Michelin eigenen Abstufung vergeben.

Im Buch sind auch alle empfohlenen Sehenswürdigkeiten angegeben (Aus dem grünen Michelin Reiseführer) und man kann dadurch sehen welche Orte man unbedingt besuchen muss (1 Stern = Interessant / 2 Sterne = Empfehlenswert / 3 Sterne = Sehr empfehlenswert).

Dazu kommen die empfohlenen Restaurants, und im Falle von England, auch Pubs. Wir haben die Empfehlung der Michelin Inspekteure oft verfolgt und wurden immer belohnt. Das Klischee, dass man in England nicht gut essen könne, kann ich überhaupt nicht unterstreichen – man muss einfach wissen wo. Und dabei sind diese Restaurants in denen die Speisen mit Liebe und frischen Zutaten zubereitet werden keinen Penny teurer als die Anderen.

Hier eine kurze Übersicht der besuchten Restaurants aus dem Guide Michelin:

The Chili Pickle in Brighton – Sehr moderne indische Küche mit tollen Aromen und einer detailverliebten Zubereitung. Der Bib Gourmand (günstig und sehr fein) ist klar verdient.

Moonrakers in Alfriston, einem alten Schmugglerdorf (toll!). Ein kleines Restaurant, die Küche ist sehr modern und es war sehr fein.

Brasserie Blanc in Portsmouth. Eines von zehn Brasserie Blanc Restaurants welche Raymond Blanc gehören. Eine heimelige aber grosser Brasserie in der tolle französische Speisen serviert werden.

The Angel Inn in Heytesbury. Ein schönes Pub mit leicht abgetrenntem Speisebereich. Wir genossen da einen genialen, warmen Camembert mit roten Zwiebeln welcher man mit Brotstangen wie ein Fondue essen konnte.

The Cary Arms in der Nähe von Torquay. Das oben erwähnte Pub mit einer wunderschönen Aussicht. Hier genoss ich einen wunderbaren Lobster.

Porthminster Beach Café in St. Ives. Das Restaurant steht direkt am Strand und bietet eine wunderschöne Aussicht. Die Preise sind gemessen am Gebotene doch etwas zu hoch. Die „rote“ Auszeichnung für „Angenehmes Restaurant“ ist nicht nachvollziehbar weil es sehr laut und dadurch ungemütlich war. Auch der Service patzte einige male.

The Black Rock in St. Ives. Kleines Restaurants an dem feine und günstige Speisen serviert werden. In unseren Augen drängt sich der Bib Gourmand aber nicht auf.

Dazu haben wir noch das Essen in drei Restaurants welche mit jeweils einem Michelin Stern ausgezeichnet wurden. Diese detaillierten Berichte folgen in den nächsten Wochen. Auf jeden Fall kann ich jetzt schon sagen, dass die Britische Esskultur der Amerikanischen recht ähnlich ist. Und zwar muss vieles relativ schnell gehen. Das bedeutet auch, dass die Tische vielerorts bis zu drei Mal pro Abend vergeben werden. Deshalb wurden die Vorspeisen oft bereits nach wenigen Minuten serviert und auch die restlichen Abläufe waren relativ schnell. Dazu kommt es, dass es in Britischen Restaurants grundsätzlich immer zu laut ist. Zwei der drei Sterne-Restaurants bildeten dabei eine willkommene Ausnahme – dazu aber bald mehr.

Wer ein Land mit Genuss bereisen möchte, soll sich ein Auto mieten und die vielen Tipps zum Schlafen, Essen und Besichtigen des Guide Michelin befolgen. Ich wünsche schöne Ferien!