L’Autezza in Ftan

Das Hotel Paradies hat sich seit langem einen Namen als Genuss- und Erholungs-Refugium inmitten prächtigster Natur gemacht. Die Gäste geniessen die Ruhe und die wunderschöne Umgebung und freuen sich am Abend auf eine Kulinarik auf höchsten Niveau. Dafür war lange Zeit Eduard Hitzberger verantwortlich, der nicht nur 18 Gault-Millau Punkte erkochte, sondern auch 2 Michelin Sterne nach Ftan holte. Als er sich 2007 selbständig machte, übernahm sein damaliger Sous-Chef Boris Benecke. Doch bereits nach zwei Jahren verliess der junge Koch die Schweiz Richtung Deutschland, um in seiner Heimat ein Restaurant in Zweiflingen zu übernehmen.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_3

Das Management in Ftan machte sich also auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolgers und wurde in Frankfurt, im legendären Tigerpalast, fündig. Der dortige Küchenchef Martin Göschel, war vom interessanten Jobangebot auf Anhieb sehr angetan und tauschte sein Grossstadtleben gegen das in der Engadiner Bergwelt. Zu Beginn servierte er seinen neuen Gästen die gleichen Kreationen wie in Frankfurt. Doch je länger er inmitten dem Unterengadiner Naturparadies lebte, desto mehr liess er sich davon inspirieren. Heute hat sich seine Küche komplett gewandelt und ist vollends mit der Natur verschmolzen.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_1

Die Gänseleber machte den Weinbergschnecken Platz, der Wolfsbarsch wich den einheimischen Forellen und das Wollschwein aus dem Nachbardorf, verdrängte das Ibérico. Im letzten Jahr wurde dann auch die Restaurant-Optik an die neue Küchenphylosphie angepasst. Das französische Interieur wich einem regionalen, eleganten Design. Gleichzeitig wechselte auch der Name. Das La Bellezza wurde zum L’Autezza was auf romanisch „die Höhe“ heisst.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_2

Wir genossen ein ganzes Wochenende im wunderschönen Paradies (zum Bericht) und genossen am ersten Abend ein 4 Gänge-Menü im Restaurant Stüva, welches ebenfalls unter der Leitung von Göschel liegt. Für heute Abend haben wir uns einen Tisch in seinem Gourmetrestaurant reserviert. Wir verbrachten den ganzen Tag auf dem Bike und genossen die Natur mit ihren saftigen Wiesen. Entspechend sind wir hungrig und gespannt auf das heutige Menü.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_6

Den Apéro geniessen wir in der grossen Küche und erhalten so einen Eindruck von der konzentrierten Atmosphäre. Die Abläufe sind klar, die Brigade weiss was zu tun ist. Martin Göschl steht am Pass und kontrolliert die Teller bevor sie die Küche verlassen. Wir ordern ein Glas Scampagna und freuen uns auf die ersten Häppchen.

Steinkartoffel / Strammer Max / Tempeh / Wildkräuterslush / Gersten Crisp [6/10]

Die Regionalität setzt bereits bei den Apéro-Häppchen ein Ausrufezeichen. Der Wildkräuterslush schmeckt zum Beispiel genau so, wie es heute bei der Fahrt durch die saftigen Wiesen geduftet hat – eindrücklich. Aber auch die Gersten Crisp oder das Tempeh, nach einem Indonesischen Rezept, nur dass hier statt Sojabohnen gekeimter Weizen verwendet wird, sind sehr fein.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_4

.

Für das restliche Menü wechseln wir ins Restaurant. Das L’Autezza ist das bisher kleinste Gourmetrestaurant das wir besuchten. Nur gerade sechs Tische stehen in dem gemütlich eingerichteten Restaurant. Die Tische sind auffallend gross und edel aufgedeckt.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_7

.

Vom gereichten Menü wählen wir aus den vier Vorspeisen deren Zwei und entscheiden uns für einen der beiden Hauptgänge. Bereits nach wenigen Minuten erhält jeder Gast seine individuelle Menüauswahl, in Form eines  kleinen Fächers, auf den Tisch. Eine gute Idee, weil man so immer kurz spicken kann, falls man wissen möchte wie das Menü weitergeht. Da man den Fächer am Ende des Abends mit nach Hause nimmt, hat man auch gleich ein schönes Andenken an den Besuch.

Sauerteigbrot & Alpenbutter

Das frisch gebackene Brot ist sehr fein – die leicht gesalzene Alpenbutter, mit verschiedenen Blumenblüten versetzt, gar genial. Nur selten, dass man eine solch geschmacksvolle und spannende Butter antrifft.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_8

.

Amuse: Randen – Eigelb – Bachtellachs [8/10]

Das Amuse Bouche ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ein Highlight. Das Zusammenspiel der drei Akteure, in ihren verschiedenen Zubereitungskarten, ist nicht nur spannend, sondern auch sehr wohlschmeckend und abwechsungsreich. Wir sind begeistert.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_9

.

Käseravioli – Baumnuss – Salsiz – Schweizer Kaviar [8/10]

Zuerst steigt ein fantastischer Duft von frischer Limette in die Nase. Auch im Gaumen ist der säuerliche Schaum eine Wucht. Zum Glück kann auch das restliche Gericht begeistern. So auch die im Zentrum stehenden Ravioli, mit würzigem Bergäkse. Intensiv und trotzdem zugänglich. Die Kombination mit dem Salsiz ist gut gewählt.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_10

.

Saibling – Ciabatta – Weinbergschnecken [8/10]

Noch vor ein paar Tagen krochen die Weinbergschnecken gemächlich durch die saftigen Wiesen rund ums Paradies. Just bis zu dem Zeitpunkt, als Martin Göschel die schönen Tiere einsammelte, um daraus dieses Gericht zu zaubern. Das lange Suchen nach den Tieren hat sich gelohnt. Eingelegt in einer Kräutermischung mit Knoblauch, ist ihr erdiger Karakter noch immer präsent. Auch für die Schneckensuppe gibt es Applaus. Sie ist wunderbar abgeschmeckt und Dank dem dezenten Einsatz von Fenchel, ein grosser Genuss. Dass auch der knusprig parnierte Saibling brilliert, bestätigt, dass Göschel nicht nur Zugang zu Top-Produkten hat, sondern auch weiss wie man sie zubereitet. Der Fisch ist perfekt glasig, toll in der Textur und Aromatik.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_11

.

Sorbet von Apfel – Melone – Salatgurke – Minze [5/10]

Der kleine Zwischengang ist zwar sehr fein, mag das bisherig hohe Niveau nicht ganz halten. Trotzdem gefällt uns die süsse Melone mit den flankierenden Noten von Gurke und Minze.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_12

.

Engadiner Schaf: Ravioli – Gemüsesud – Parmesan [7/10]

Der Hauptgang wird in zwei Teilen serviert. Den Start machen diese kleinen Ravioli, gefüllt mit traumhaft Geschmortem vom Lamm. Der Bergkräutersud passt hervorragend dazu. Ebenfalls die süsse Birne, der knackige Stangensellerie und der Käse. Eindrücklich welch stimmiges Geschmacksbild hier gezeichnet wird.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_13

.

Engadiner Schaf: Rückenfilet im Wildkräuterheu – Schmorschalotten – Pico de Gallo [6/10]

Das Fleisch ist unglaublich zart und von sehr guter Qualität. Ein feiner Lamm-Jus begleitet das rosa Fleisch. Trotzdem hätte eine etwas kräftigere Sauce dem Gericht sicher gut getant. Dies hätte dem Gericht auch mehr Kraft und Intensität verliehen. Die Zwiebel als Begleitung auszuwählen ist zwar interessant, wird aber zu wenig konsequent umgesetzt. So bleibt der Hauptgang sehr gut, aber weitaus weniger eindrücklich als die vorherigen Kreationen.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_14 autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_15

.

Schubladenkäse – Artischockenroyal – Gesalzenes Schokoladeneis [-/10]

Auf einen Käsewagen kann man dann verzichten, wenn man dem Gast eine gute Alternative anbietet. Wie wir dies zum Beispiel vor ein paar Monaten bei Rolf Fliegauf im Ecco erlebten. Bei der Variante hier im L’Autezza, gefällt uns zwar die Idee, aber die Umsetzung enttäuscht. So ist der Käse zwar gehaltvoll, seine Begleiter in Form von Artischocken und einem gesalzenen Schokoladeneis, wirken aber zu unharmonisch. Über die fehlende Symbiose kann auch das feine Früchtebrot nicht hinwegtrösten.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_16

.

Topfensoufflé – Erdbeeren Romanow [8/10]

Der Pâtissier bringt dann das Menü wieder auf die Gewinnerstrasse. Das Topfensoufflé ist dann auch das Beste, uns jemals servierte Soufflé – einfach traumhaft.

Auch das zweite, gleichzeitig servierte Dessert mit Erdbeeren und weissem Schokoladenmousse ist wundervoll. Nur Vorsicht vor den kleinen Szechuan-Pfefferkörner. Die haben es in sich und stellen den ganzen Gaumen auf den Kopf – deshalb sollte man sie erst ganz am Schluss essen.

Der kleine Baum in der Tischmitte erfüllt eher dekorative Zwecke. Dessen „Früchte“ (Weisse Schokoalden-Drops und Zuckerplättchen), sind weitaus weniger interessant als die beiden Desserts. Sowieso würde der Baum mehr Aufmerksamkeit geniessen, wenn man ihn erst bei den Friandises einsetzen würde.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_19

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_18

.

Petit Four: verschiedene Frucht und Tee Gelées

Eine schöne Auswahl an feinen Gelée-Würfel schliessen das ausgezeichnetes Menü ab.

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_20

autezza_ftan_paradies_martin_goeschel_5

Die Küchenbrigade (v.l.n.r.): Andi Maurer, Katrin Wagenblast, David Hartwig, Martin Göschel, Marcel Köhn, Kevin Kregar

.

Fazit: Regionalität ist in den letzten Jahren zum Modewort verkommen. Fast kein Chef, der seinen Kochstil nicht als solchen bezeichnet. Auf dem Teller sind dann meistens nur noch Worthülsen zu finden – und statt Saibling und Forelle werden Wolfsbarsch und Steinbutt serviert. Martin Göschel geht den Weg der Regionalität konsequent. Er ist ein bodenständiger und ruhiger Schaffer. Einer der nicht das Rampenlicht sucht, sondern seine Zeit in die Entdeckung neuer Produkten investiert.

Er versteht es dann auch wie kein Zweiter, neue Zutaten in der Natur zu finden und sie mit viel Fleiss in seine Menüs einzubauen. Uns haben seine Kreationen sehr begeistert. Es ist eindrücklich, wie man die Umwelt, welche man den ganzen Tag regelrecht inhaliert, am Abend in den Gerichten wiederfindet. Die Speisen sind stimmig und geschmacksvoll.

Das kleine Gourmetrestaurant ist gemütlich. Die sechs hellen und grossen Tische werden von einem Sommelier und einer Person aus der Küchencrew bedient. Ein interessantes Konzept, da so jede Frage zu einem Gericht direkt vom Fachmann beantwortet werden kann. Während dies in einem grossen Restaurant unmöglich umzusetzen wäre, funktioniert es hier, in dieser intimen Atmosphäre, sehr gut.

Das L’Autezza ist ein tolles Restaurant welches wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Zwar sind die Preise, gerade für die Weinbegleitung hoch, als Gegenleistung bekommt man aber eine ehrliches und geschmacksintensives Menü. Am besten startet man den Abend mit einem Apéro auf der wunderschönen Terrasse oder wie wir, direkt in der Küche..

.

Menü: Es gibt ein Menü mit Apérohäppchen, Amuse bouche, vier Gängen, Käse, Dessert und Friandises. Bei den vier Gängen wählt man aus je zwei Optionen. Das ganze Menü kostet 210 Franken.

Zeit: Das Menü dauerte 4 Stunden und 15 Minuten

Wein: Neben einer gut sortieren Weinkarte, bietet man auch eine regionale Weinbegleitung für 100 Franken an. Dabei serviert man nicht für jeden einzelnen Gang einen anderen Wein, schenkt dafür grosszügig nach. Die Weinauswahl ist gut. Alternativ bietet man auch eine Saftbegleitung an.

Unsere Weinbegleitung:

Scampagna – Weingut Wegelin – Malans
Pinot Blanc 2012 – Manfred Meier – Zizers
Chardonnay/Viognier 2011 – Von Salis – Fläsch
No Pi No 2010 – Weingut Cicero – Zizers
Brumaire 1996 – Alain Brumont Pacherenc de Vic Bilh – Frankreich

Online: Die Hotel Website ist schön. Die Rubrik des L’Autezza ist zwar etwas knapp, bietet aber viel wissenswertes sowie das aktuelle Menü.

Wertung: Gourmör O8 / Michelin M1 / Gault-Millau GM18

Sonderauszeichnung: Fumoir vorhanden

(Besucht im September 2013)

Paradies in Ftan

Je länger die Fahrt dauert, desto schöner wird die Landschaft. Es ist lange her, seitdem wir zuletzt solch bunte Wiesen gesehen haben. Doch nicht nur die Diversität auf den Feldern begeistert uns, auch die wunderschöne Bergwelt zieht uns in ihren Bann. Unser Ziel ist die 500 Seelengemeinde Ftan im Herzen des Unterengadins. Hier steht das kleinste 5 Sterne Hotel der Schweiz, das Paradies.

paradies_ftan_37

paradies_ftan_35

Während unser Gepäck aufs Zimmer gebracht wird, werden wir auf eine kleine Tour durchs Hotel eingeladen. Nein, verlaufen würde man sich hier nicht, es ist übersichtlich, sehr heimelig und persönlich. Das Personal ist sehr zuvorkommend und herzlich. Man fühlt sich von Beginn weg sehr willkommen.

paradies_ftan_28

paradies_ftan_34

Die 23 Zimmer und Suiten sind mit hochwertigen Materialien eingerichtet und sehr gemütlich. Alle verfügen über einen Balkon, auf dem man das umliegende Panorama geniessen kann. Unsere wunderschöne Grande Suite ist 55 m² gross und verfügt über zwei Zimmer. Der von Arvenholz dominierte Wohnraum ist sehr geräumig und mit einem romantischen Cheminée ausgestattet.

paradies_ftan_22

paradies_ftan_38

Auf der grossen Hotel-Terrasse geniesst man nicht nur den Blick auf die Unterengadiner Dolomiten, sondern auch kleine Snacks, die vom versierten Servicepersonal den ganzen Tag aufgetragen werden. Am Mittag gibt es eine grössere Karte. Das bestellte Tatar vom Engadiner Bergrind setzt gleich ein erstes Ausrufezeichen und ist eines der besten Tatar das uns jemals serviert wurde.

paradies_ftan_36

paradies_ftan_2

paradies_ftan_32

Nach der kulinarischen Stärkung können wir es kaum erwarten, die Natur mit den Wanderschuhen zu erforschen. Gerne gibt uns das kompetente Réception-Team Tipps für kürzere oder längere Wanderrouten. Auch für Biketouren hat man gute Empfehlungen parat und leiht auch die Bikes dazu gerne aus.

paradies_ftan_3

paradies_ftan_23

Wer weniger Lust nach sportlicher Betätigung verspürt, kann sich im kleinen, aber schön eingerichteten Spa, verwöhnen lassen. Ein kleiner Wirlpool und verschiedene Saunen stehen zur Verfügung. Das Highlight wartet im oberen Stock. Hier stehen unter freiem Himmel zwei Wannen, die mit Holzkohle geheizt werden. Diese können, für ein paar Stunden zu zweit, gemietet werden. Rund ums Hotel warten zudem bequeme Liegen auf Ruhe suchende Gäste. Immer in Griffnähe ist das Hoteltelefon, damit kann man sich bequem einen feinen Drink bestellen.

paradies_ftan_17

paradies_ftan_5

Die Restaurants im Paradies:

Stüva – In der historischen Bauernstube aus dem 19. Jahrhundert, sorgen warme Arvenhölzer und kuschelige Kissen für eine angenehme Atmosphäre. Serviert werden modern interpretierte Engadiner Spezialitäten.

L’Autezza – Im Gourmetrestaurant verwöhnt Göschel seine Gäste mit regionalen Kreationen. Die Küche ist mit 18 Punkten und 1 Michelin Stern ausgezeichnet. Unser ausführlicher Bericht findet ihr hier.

paradies_ftan_19

Das Restaurant Stüva

paradies_ftan_1

Ein Glück für den Gast, dass alles aus der gleichen Küche kommt. Die Kulinarik überzeugt dann auch den ganzen Tag. Chefkoch Martin Göschel und sein Team brillieren bereits beim Frühstück. Unzählige Köstlichkeiten stehen auf dem gut sortierten Buffet. Knuspriges Brot, selbstgemachte Birchermüesli, regionales Fleisch und Käse, sowie frisch gepresste Säfte zaubern allen Gästen bereits am Morgen ein Lächeln ins Gesicht. Gerne serviert man auf Wunsch auch verschiedene Eierspeisen. Das Engadiner Rührei sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Dazu empfehlen wir ein Glas vom traumhaften Rüeblisaft – perfekter kann ein Tag nicht starten. Übrigens, das Frühstück wird im Paradies dann serviert, wenn es der Gast wünscht. Langschläfer müssen also keinen Wecker stellen.

paradies_ftan_9

paradies_ftan_6

paradies_ftan_7

Ein zusätzliches Highlight ist die „Chasa da Fö“. Dieser kleine, ehemalige Schweinestall auf 2’200 Meter über Meer, wurde in den letzten Monaten vom Paradies-Team umgebaut und zur Kochschule umfunktioniert. In regelmässigen Abständen finden dort oben kleine Events oder Kochkurse statt, bei denen Martin Göschel oder einer seiner Köche regionale Rezepte nachkocht. Dabei wird ausschliesslich mit einem alten Holzofen gearbeitet. Alle Teilnehmenden helfen mit und erhalten als Gegenleistung nicht nur ein feines Essen und Tipps vom Spitzenkoch, sondern erleben auch einen einmalig idyllischen Ort und um Mitternacht einen unvergesslichen Sternenhimmel. Per Shuttle wird man dann wieder sicher zurück ins Hotel gefahren.

paradies_ftan_12

Chasa da Fö

paradies_ftan_16

Essen in der Chasa da Fö

paradies_ftan_11

Fazit: Treffender könnte ein Hotelname nicht sein. Das Paradies ist ein wunderschönes Hotel mit viel Charme. Eingebettet in endloser Natur geniesst man die einmalige Ruhe und die malerische Landschaft. Ob fürs Wandern, Biken, Skifahren oder einfach um ein paar Tage lang die Seele baumeln zu lassen, das kleine Hotel ist die perfekte Wahl. Das Team um Direktorin Meike Bambach sorgen äusserst zuvorkommend und persönlich dafür, dass der Gast einen unvergesslichen Aufenthalt hat. Ein Highlight ist dabei die tolle Kulinarik. Vom abwechslungsreichen Frühstück, über Snacks auf der Terrasse, bis zum Gourmetmenü am Abend, gibt es unzählige lukullische Genüsse auf hohem Niveau. Wir haben in Ftan ein paar tolle, viel zu schnell vorübergegangene Tage verbracht und gestaunt wie schnell man hier oben mit der Natur im Einklang steht.

Paradies *****
7551 Ftan
Website

(Besucht im September 2013)

paradies_ftan_25

paradies_ftan_27

paradies_ftan_31

paradies_ftan_24

paradies_ftan_26

paradies_ftan_33

paradies_ftan_29

paradies_ftan_21

paradies_ftan_18

paradies_ftan_10

paradies_ftan_15

paradies_ftan_8

    paradies_ftan_4

paradies_ftan_30

Gault-Millau Schweiz 2014

*** Den Bericht über den Gault-Millau 2015 findet ihr hier ***

Die Auszeichnung „Koch des Jahres“ von Gault-Millau geht in diesem Jahr nach Basel und wird zum ersten Mal an eine Frau verliehen. Sie heisst Tanja Grandits ist 42 Jahre jung und kocht seit fünf Jahren im Restaurant Stucki. Gleichzeitig erhält die sympathische Spitzenköchin auch den hochverdienten 18. Punkt. Nach dem 2. Michelin Stern im letzten Jahr, sind nun all unsere Forderungen vom Besuch vor zwei Jahren erfüllt.

Tanja_3Der „Aufsteiger des Jahres“ in der Deutschschweiz ist Christian Kuchler vom Restaurant Hirschen in Eglisau. In der Westschweiz heisst der „Aufsteiger des Jahres“ Pierre-André Ayer und kocht im Restaurant Le Pérolles in Fribourg. Im Tessin kann sich Othmar Schlegel vom Restaurant Locanda Barbarossa in Ascona als „Aufsteiger des Jahres“ nennen. Gault-Millau ist ein hervorragender Talentscout. Deshalb ist die Auszeichnung „Entdeckung des Jahres“ immer besonders spannend. Heuer geht die Auszeichnung „Entdeckung des Jahres“ Deutschschweiz an Manuel Reichenbach vom Restaurant Casa Tödi in Trun. Die Westschweizer „Entdeckung des Jahres“ heisst Christophe Pacheco vom Restaurant Le Berceau des Sens in Lausanne.

IMG_7203

Gericht von Tanja Grandits im Restaurant Stucki in Basel

Chefredakteur Chef Urs Heller und seine 45 Test-Esser reisten auch in diesem Jahr durch die ganze Schweiz (und Liechtenstein) und präsentieren ihre 860 besten Restaurants. Jedes Lokal wird im 580 Seiten umfassenden Guide detailliert beschrieben und erhält eine Wertung zwischen 12 – 19 Punkte – wobei 19 die Höchstnote symbolisiert.

IMG_7248

Gericht von Tanja Grandits im Restaurant Stucki in Basel

Auch in diesem Jahr gibt es an der Spitze keine Mutationen. Mit dem Schauenstein, Fischerzunft, Didier de Courten, l’Hotel de Ville, L’Ermitage und Domaine de Châteauvieux gibt es sechs Restaurants in dieser Kategorie.

Wir gratulieren allen 856 Gault-Millau Restaurants zu den erhaltenen Punkten.

Gault_Millau_Schweiz_Cover_2014

Anbei die Liste aller Restaurant mit 17 – 19 Gault-Millau Punkten. Die restlichen Restaurants findet ihr im Gault-Millau Guide Schweiz 2014 ab sofort im Buchhandel. ISBN 978-3-86244-491-5

Hier findet ihr die offizielle Pressemitteilung mit allen Neueinsteiger und Aufsteiger.

.

Crissier VD – De L’Hotel De Ville – Benoît Violier
Fürstenau GR – Schauenstein – Andreas Caminada
Satigny GE – Domaine de Châteauvieux – Philippe Chevrier / Damine Coche
Schaffhausen SH – Rheinhotel Fischerzunft – André Jaeger
Sierre VS – Didier de Courten – Didier de Courten
Vufflens-le-Château VD – L’Ermitage – Bernard Ravet / Guy Ravet

.

Ascona TI – Locanda Barbarossa – Othmar Schlegel 
Basel BS – Cheval Blanc – Peter Knogl
Basel BS – Stucki – Tanja Grandits
Brent VD – Le Pont de Brent – Stéphane Décotterd
Cossonay VD – Le Cerf – Carlo Crisci
Fribourg FR – Le Pérolles – Pierre-André Ayer
Ftan GR – L’Autezza – Martin Göschel
Genf GE – Le Chat Botté – Dominique Gauthier
Gstaad BE – Chesery – Robert Speth
Gstaad BE – Sommet – Marcus G. Lindner
Küsnacht ZH – Rico’s Kunststuben – Rico Zandonella
Lausanne VD – Anne-Sophie Pic – Guillaume Raineix / Anne-S. Pic
Le Noirmont JU – Georges Wenger  – Georges Wenger
La Punt GR – Bumanns Chesa Pirani – Daniel Bumann
Saas-Fee VS – Waldhotel Fletschhorn – Markus Neff
Samnaun GR – Homann’s Restaurant – Daniel & Horst Homann
St.Moritz-Champfèr GR – Talvo by Dalsass – Martin Dalsass
Steinen SZ – Adelboden – Franz Wiget
Thörigen BE – Löwen – Nik Gygax
Uetikon am See ZH – Wirtschaft zum Wiesengrund – H.P. Hussong
Vevey VD – Denis Martin – Denis Martin
Wigoltingen TG – Taverne zum Schäfli – Wolfgang Kuchler
Zürich ZH – The Restaurant – Heiko Nieder

.

Anières GE – De Floris – Claude Legras
Arbon TG – Römerhof – August Minikus
(August Minikus kocht jetzt in Freienberg)
Ascona TI – Ecco – Rolf Fliegauf
Bad Ragaz SG – Äbtestube – Roland Schmid
Bern BE – Meridiano – Jan Leimbach
Bern BE – Schöngrün – Werner Rothen
Burgdorf BE – Emmenhof – Werner Schürch
Chardonne VD – Le Montagne – David Tarnowski
Crans-Montana VS – L’Ours – Franck Reynaud
Davos GR – Amrein’s Seehofstübli – Armin Amrein
Eglisau ZH – Gasthof Hirschen La Passion  – Christian Kuchler
Escholzmatt LU – Rössli (Jägerstübli) – Stefan Wiesner
Euthal am Sihlsee SZ – Bürgi’s Burehof – Werner Bürgi
Flüh SO – Zur Säge – Felix Suter
Freidorf TG – Mammertsberg – August Minikus
Fribourg-Bourguillon FR – Des Trois Tours – Alain Baechler
Genf GE – Bayview – Michel Roth
Hägendorf SO – Lampart’s – Reto Lampart
Hurden SZ – Zum Adler – Markus Gass
Lauerz SZ – Rigiblick – Tony Schmidig 
Lausanne VD – La Table d’Edgard – Edgar Bovier
Mels SG – Schlüssel (Nidbergstube) – Seppi Kalberer
Montreux-Clarens VD – L’Ermitage – Etienne Krebs
Nebikon LU – Adler – Raphael Tuor-Wismer
Neuchâtel NE – La Maison du Prussien – Jean-Yves Drevet (Neu 16 Punkte)
Orsières VS – Les Alpes – Samuel Destaing
Rehetobel AR – Gasthaus Zum Gupf – Walter Klose
Riedholz SO – le feu ( Attisholz ) – Jörg Slaschek
Saint-Blaise NE – Au Bocca – Claude Frôté
Scheunenberg BE – Sonne – Kurt Mösching
Sion VS – Restaurant Damien Germanier – Damien Germanier
Solothurn SO – Zum Alten Stephan – Andreas Zaugg
St. Gallen SG – Jägerhof – Vreni Giger
St. Moritz GR – Da Vittorio – Enrico und Roberto Cerea
St. Moritz GR – Cà d’Oro – Matthias Schmidberger 
St. Pelagiberg TG – St. Pelagius – Ruedi Brander
Triesen (Liechtenstein) – Schatzmann – Klaus Schatzmann
Trimbach SO – Traube – Arno Sgier
Vouvry VS – Auberge de Vouvry – Martial Braendle
Yvorne VD – La Roseraie – Christophe Rod
Zürich ZH – Mesa – Antonio Colaianni
Zürich ZH – Pavillon – Laurent Eperon
Zürich ZH – Sein – Martin Surbeck / Ken Nakano

gault_millau_2014_6

Tanja Grandits ist „Koch des Jahres 2014“

gault_millau_2014_1

Auch alle sechs 19 Punkte Chefs waren anwesend. Hier Benoît Violier aus Crissier

gault_millau_2014_2

Jörg Slaschek wurde als „Cigarman of the year“ ausgezeichnet.

gault_millau_2014_5

Tanja Grandits, ihr Mann René Graf und das ganze Stucki-Team

gault_millau_2014_3

Kleine Häppchen zum Apéro. Hier eine geniale Auster à la Grandits

IMG_1238

Mister Gault-Millau Urs Heller überreicht die Auszeichnung an Othmar Schlegel

IMG_1177

Aufsteiger des Jahres Christian Kuchler Christian (neu 17 Punkte) mit seinem Vater Wolfgang der selber auf 18 Punkte Niveau kocht

IMG_1195

„Aufsteiger des Jahres“ in der Westschweiz: Pierre-André Ayer aus Fribourg

IMG_1199

„Entdeckung des Jahres“ Manuel Reichenbach aus Trun

IMG_1203

„Aufsteiger des Jahres“ im Tessin: Othmar Schlegel vom Hotel Castello del Sole in Ascona

IMG_1208

Das Medieninteresse war gross. Hier ist TeleBasel im Gespräch mit Andreas Caminada

IMG_1260

19 Punkte Chef André Jaeger mit seiner Partnerin Jana Zwesper

IMG_1268

Tanja Grandits in Action. Gefeiert wird erst nach dem Service.

gault_millau_2014_4