Highlights des Jahres 2014

In den letzten zwölf Monaten haben wir wieder viele grossartige Köche, Servicemitarbeiter, Hoteliers und Winzer getroffen. Bei allen war die Begeisterung und die Leidenschaft für ihre Arbeit spürbar. Genau diese Passion ist es, die uns an dieser Branche so begeistert. Diese Menschen investieren einen Grossteil ihres Lebens um ihren Gästen überdurchschnittliches zu bieten. Die meisten sehen ihren Job nicht als Arbeit, sondern als Berufung. Und obwohl sich unter dem Strich der enorme Aufwand oftmals nicht rechtfertigt, geht man den Weg konsequent weiter mit dem Ziel, die eigene Begeisterung mit den Gästen zu teilen.

Für das nächste Jahr haben wir uns wieder viel vorgenommen. Morgen geht es los mit einer Reise nach Athen. Wir sind gespannt, was die griechische Hauptstadt kulinarisch zu bieten hat. Nach der Rückkehr hoffen wir auf viel Schnee, denn im Februar und März besuchen wir die Wintersportdestinationen Samnaun und Gstaad. Im Frühling geht es endlich wieder einmal in das wunderschöne Tessin wo wir neben den Grottos auch ein neues Sternerestaurant besuchen. Im Sommer reisen wir dann drei Wochen lang durch Frankreich und im zweiten Halbjahr ist bereits ein Abstecher nach London geplant. Wir freuen uns schon jetzt auf viele spannende Begegnungen und darauf, euch über unsere unvergesslichen Erlebnisse zu berichten.

Hier sind unsere Highlights des Jahres 2014:

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Koch des Jahres 2014: Eric Frechon – Epicure in Paris (F)

Weil… wir uns Dank Eric Frechon unsterblich in Paris verliebt haben und – kaum zu Hause – gleich die nächste Zugverbindung heraussuchten. Der Abend im Epicure gehört zu den grossartigsten Erlebnissen in unserem Leben. Das Ambiente im luxuriösen Restaurant ist wunderschön, der hervorragende Service gehört zum Besten seiner Zunft und die fabelhaften Gerichte vom grossen Meister bleiben unvergesslich.

 

 

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Gastgeber des Jahres 2014: David Breuer, Stéphane Gass & Team – Schwarzwaldstube in Baiersbronn (D)

Weil… wir uns in den letzten zwölf Monaten nirgends so wohl gefühlt haben wie in der Schwarzwaldstube. David Breuer ist ein exzellenter Maître, und Sommelier Stéphane Gass ein Meister seines Fachs. Es ist eine grosse Freude hier Gast sein zu dürfen. Das ganze Team strotzt vor Gastfreundschaft und Professionalität und gehört damit zu den Besten der Welt.

 

 

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Sommelier des Jahres 2014: Vincent Debergé – Chat Botté in Genf

Weil… Vincent Debergé das Menü im Genfer Le Chat-Botté mit einer sehr intelligenten und akribisch auf die Gerichte abgestimmten Weinbegleitung korrespondiert hat. Jeder Teller aus der Küche wurde dadurch gekonnt unterstrichen. Genau so muss eine Weinbegleitung aussehen!

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Brot: Epicure in Paris (F)

Weil… dieser Gugelhopf einfach traumhaft war und wir den himmlischen Duft nach Butter und Speck noch heute in den Nasen haben.

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Apéro: Gänseleber mit Café, Nuss & Rote Früchte – Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg in Perl-Nennig (D)

Weil… die Kombination aus zart schmelzender Gänseleber mit Haselnuss und Kaffee schlicht atemberaubend war. Ein unvergesslicher Hochgenuss.

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Amuse Bouche: Variation vom StubenkükenSchwarzwaldstube in Baiersbronn (D)

Weil… dieser Auftakt mit seiner Raffinesse und dem wuchtigen Geschmack gleich zum Start ein grosses Ausrufezeichen setzte. So muss ein Amuse Bouche schmecken!

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Erste Vorspeise: Cookpot of small speltLe Louis XV in Monaco (MC)

Weil… Alain Ducasse hier eindrucksvoll demonstrierte, welch Hochgenuss man aus vermeintlich „einfachen“ Produkten schaffen kann. Das herbstliche Gericht war zum reinknien und offenbarte bei jedem Bissen ein neues Geschmacksbild.

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Zweite Vorspeise: Emmentaler Milchkalb & Gänseleber – Rande konfiert & EisLa Vetta in Arosa

Weil… das Team um Tobias Jochim eindrücklich zeigte wie facettenreich die Rande schmecken kann und uns damit eines der besten Gerichte mit dem roten Akteur im Zentrum servierte.

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Dritte Vorspeise: Sushi – Yoshi in Monaco (MC)

Weil… dies mit Abstand die besten Sushi waren die wir jemals assen. Seitdem ist die Freude am 08/15-Sushi – wie man es überall serviert bekommt – rapide gesunken.

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Vierte Vorspeise: Morilles BlondesEpicure in Paris (F)

Weil… schon alleine beim betrachten des Fotos das Herz wieder schneller schlägt in Erinnerung an diesen Hochgenuss!

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Fünfte Vorspeise: Lachs / Fenchel / Basilikum / Crème fraicheHeimberg in Zermatt

Weil… Christian Geisler damit gezeigt hat, wie moderne Küche schmecken muss – nämlich facettenreich, geschmacksvoll und produktbezogen.

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Erster Hauptgang: Grüne Spargeln von ‘Monsieur Robert Blanc’ – Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg in Perl-Nennig (D)

Weil… Christian Bau hier ein Gericht für die Ewigkeit geschaffen hat. Dazu setzte er auf den besten Spargel der Welt und verfeinerte ihn mit seiner hohen Kochkunst zu einem unvergesslichen Gericht.

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Zweiter Hauptgang: Pigeon de BresseEpicure in Paris (F)

Weil… Eric Frechon hier nicht nur auf ein hervorragendes Produkt setzte, sondern dieses mit zauberhaften Aromen zu einer Götterspeise machte. Die separat gereichte Frühlingsrolle bleibt dabei genau so unvergesslich wie die der Hauptteller.

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Erstes Dessert: Weisse Schokolade mit Gurke / Martini / Mandel / SauerampferSpice in Zürich

Weil… dies eines der besten Dessert war und klar das spannendste. Wir würden es begrüssen, wenn mehr Pâtissiers mit Gemüse experimentieren würden, anstelle des x-ten „Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern“ zu servieren. Vorausgesetzt, es wird so hervorragend und abgeklärt umgesetzt wie dies Sebastian Rösch in diesem Fall tat.

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Zweites Dessert: Mascarpone / Mango & Kokos / Rote Shiso-Infusion – Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg in Perl-Nennig (D)

Weil… dieser exotische Dessertraum dank seiner Leichtigkeit und dem asiatischen Einschlag richtig begeistern vermochte. Optisch wie auch geschmacklich eine unvergessliche Süssspeise.

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Friandieses: Macarons – Epicure in Paris (F)

Weil… die farbigen Macarons völlig zu Recht als die Besten der Welt gelten.

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Übersicht aller 2014 bewerteten Restaurants:

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Epicure in Paris (F)
Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg in Perl-Nennig (D)

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O9

Schwarzwaldstube in Baiersbronn (D)

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O8

Heimberg in Zermatt
Yoshi in Monaco (MC)

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O7

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O6

La Vetta in Arosa
Le Louis XV in Monaco (MC)
Spice in Zürich

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O5

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O0

I Castagni in Vigevano (I)

Nobuyuki Matsuhisa eröffnet in St. Moritz ein neues Restaurant

Nobuyuki Matsuhisas Restaurants sind weltbekannt. Seine Nobu-Filialen findet man an 31 Orten rund um den Globus – von New York über London bis nach Hong Kong und Melbourne. Zehn Jahre lang gab es auch ein Nobu im luxuriösen Badrutt’s Palace in St. Moritz. Am letzten Samstag wurde dies in das Matsuhisa umgewandelt – eine exklusivere Variante, von denen es auf der Welt nur gerade fünf weitere Ableger gibt.

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Für die Eröffnung war der japanische Starkoch persönlich vor Ort und begeisterte die anwesenden Gäste mit seinem Humor und später mit seinen unvergleichlichen Gerichten wie dem ausgezeichneten Black Cod (Kohlenfisch) mit Miso und Yuzu. Doch zuerst wurde nach japanischer Tradition ein Sakegefäss mit einem Holzhammer geöffnet und den anwesenden Gästen daraus der feine Reiswein serviert. Die anschliessenden Apéro-Häppchen aus der einsehbaren Küche gaben einen ersten Einblick in die abwechslungsreiche Karte des weitgereisten Kochs.

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Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_11Kohlenfisch (Black Cod) mit Miso und Yuzu

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Nach der Eröffnungszeremonie ging es für das grosse Dinner in das neu gestaltete Restaurant. Die Innendesigner haben eine grossartige Arbeit geleistet. Das Matsuhisa ist äusserst stilvoll und gemütlich. Die Stimmung ist ungezwungen und lebhaft. Statt Etiketten stehen hier der Genuss und das Zusammensein im Zentrum. Das Restaurant bietet Platz für 108 Gäste und ist während den Wintermonaten geöffnet.

Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_10Babyspinat mit getrockneter Miso, Parmesan und Jakobsmuscheln

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Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_12Wagyu Rind mit drei verschiedenen Saucen

Die Speisekarte ist umfangreich. Der Gast findet darauf nicht nur eine grosse Auswahl an Sushi und Sashimi, sondern auch verschiedene Suppen, Salate und grillierte Gerichte. Geniesser mit etwas mehr Zeit, wählen das Menü in sieben Gängen um einen Querschnitt von Nobuyuki Matsuhisa Schaffen zu bekommen. Ob ein paar Sashimi an der trendigen Sushi-Bar oder edles Wagyu Rind vom Grill, das neue Matsuhisa@Badrutt’s Palace mit seiner spannenden Fusionsküche, ist der neue Hotspot in St. Moritz.

Zur Website des Restaurants

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Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_13Moelleux au Chocolat mit Sesam

Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_5Wunderbare Sake im Holzwürfel

Nobuyuki_Matsuhisa_Nobu_Badrutts_Palace_st_moritz_14 Suntory-Whisky Capuccino

Guide Bleu 2014 / 15

Gestern Mittag wurde im imposanten The Dolder Grand der neue Guide Bleu vorgestellt. Jener Gourmet Guide der neben dem Gault-Millau und dem Guide Michelin nach Lesern und Relevanz buhlt. Der Guide Bleu erscheint, anders als seine roten Konkurrenten, nur alle zwei Jahre. Offensichtlich haben die Verantwortlichen dadurch genügend Zeit um das Konzept laufend zu ändern. Denn während der blau eingefasste Guide bereits vor zwei Jahren in einem komplett neuen Kleid erschien, gibt es auch heuer grosse Veränderungen. So wurde unter anderem das Punktesystem verändert – neu gibt es nur noch 5 – 10 Punkte. Weiter gibt es nicht mehr pro Landesteil einen „Le Grand Chef du Guide Bleu“, sondern nur noch einen für die ganze Schweiz. In diesem Jahr heisst er Heiko Nieder vom The Restaurant. Also jener Spitzenkoch dem vor zwei Wochen der dritte Michelin Stern verwehrt blieb und nun also das königsblaue Trostpflaster erhält. Mit der Auszeichnung gibt es auch die 10 Punkte.

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Im ganzen Guide Bleu gibt es nur zwei Köche mit der vollen Punktzahl. Neben Nieder ist dies Peter Wyss – Chefkoch im Le Grand Restaurant in Gstaad. Das Restaurant im 5-Sterne Hotel Gstaad Palace hält im Gault-Millau 16 Punkte. Im Guide Michelin ist es nicht einmal erwähnt. Ob ein Restaurant das sieben Tage die Wochen offen hat und Platz für bis zu 125 Gäste bietet, wirklich das beste Restaurant der Schweiz sein kann, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Auch nicht weshalb Wyss der einzige Koch ist, der die 10 Punkte aus dem letzten Guide behalten durfte. Damals waren noch zwei weitere  Kollegen aus dem Tessin (Dario Ranza) und Welschland (Carlo Crisci) ausgezeichnet – heuer haben sie nur noch 9 Punkte. Ob dieser sonderbare Extrastatus etwas mit der Seite 25 zu tun hat? Dort dankt man seinen Inserenten. Darunter befindet sich merkwürdigerweise auch das Gstaad Palace. Unter den Inserenten befindet sich auch das Glasi-Restaurant Adler in Hergiswil, welches ebenfalls im Guide aufgeführt ist. Da wirkt die Überschrift „Dank ihnen (den Inserenten) kann der Guide Bleu unabhängig erscheinen“ fast schon sarkastisch.

Guide_Bleu_2014_1Die Präsentation des neuen Guide Bleu im The Dolder Grand in Zürich

Doch was hat sich inhaltlich gegenüber dem Vorgänger verändert? Wurden unsere Wünsche vom letzten Mal erhört? Zuerst fällt die Optik auf. Der 680 Seiten dicke Guide ist Dank den schönen Bildern noch ansprechender geworden. Überdies kann der Guide Bleu nicht überzeugen. Dass eine richtige Übersichtskarte mit allen getesteten Restaurants noch immer fehlt ist ärgerlich, richtig schlimm sind aber die banalen Texte. Alle Beschreibungen sind extrem unverbindlich und derart oberflächlich, dass man für das Verfassen der Artikel nicht einmal eines der Restaurants besucht haben muss.

Hier ein Beispiel über das La Passion in Eglisau, welches vom Guide Bleu mit 7 Punkten ausgezeichnet wird:

Es muss nicht immer das La Passion sein; auch im Bistro des Romantik Hotels Hirschen in Eglisau kann man sich hervorragend verpflegen. Während das La Passion nur abends geöffnet ist, bietet das Bistro auch mittags eine Auswahl an Speisen an. Klar nicht auf dem Niveau wie im Gourmetlokal, wo in der Regel mehrgängige Menüs zelebriert werden, die Tische weiss gedeckt sind und die Preise etwas üppiger ausfallen. Uns gefällt es im Bistro an den blankgescheuerten Holztischen bei einem Flammkuchen und einem Glas Wein mindestens genauso gut wie bei Christian Kuchler und seiner Haute Cuisine – alles zu seiner Zeit.

Kann sich der interessierte Gourmet unter dieser Beschreibung wirklich ein Bild vom Restaurant machen? Erfährt er was in kulinarisch erwartet, auf welches Ambiente er sich freuen darf und wie der Service agiert? Oder weshalb das Restaurant mit 7 Punkten ausgezeichnet wird? Der Leser erfährt nicht einmal, dass man im La Passion nicht „in der Regel mehrgängige Menüs zelebriert“, sondern ausschliesslich ein Menü bestellen kann – ein à la carte Angebot steht nicht zur Wahl.

Guide_Bleu_2014_2Heiko Nieder verwöhnt die anwesenden Gäste mit einem Menü der Spitzenklasse

Ein weiteres grosses Manko sind die ausgewählten Restaurants. Die Selektion wirkt extrem willkürlich. Zudem hat es auffallend viele Hotelrestaurants. Ob das etwas mit dem Chefredakteur Karl Wild zu tun hat, der einen eigenen Hotelguide hat und so oft an solchen Orten unterwegs ist? Dadurch könnte man auch erklären, weshalb so viele Entdeckungen ausserhalb von Hotels fehlen. So werden ganze 10 der 18 neuen Sternerestaurants nicht einmal erwähnt.

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Wir sind überzeugt, dass es in der Schweiz neben den beiden roten Gourmet-Bibeln noch Platz für einen weiteren Guide hat und es ist ehrenswert, dass ein Verlag wie der Weber Verlag Geld in ein solches Thema investiert. Umso enttäuschter sind wir über das Ergebnis. Wir würden gerne eine Kaufempfehlung aussprechen, doch leider sehen wir auch in der neusten Ausgabe keinen Nutzen. So wird der Guide Bleu – mag er noch so schön sein – irgendwo im Keller landen, während der Gault-Millau und der Guide Michelin weiterhin im Handschuhfach auf den nächsten Einsatz warten.

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