Grande Bretagne in Athen

Die Zugreise vom Athener Flughafen bis in die Innenstadt dauert vierzig Minuten. Unsere Zielstation heisst Syntagma – eine grosse Metrostation im Herzen der griechischen Hauptstadt. Lange Rolltreppen befördern uns nach oben in den kalten Winter. Es ist der letzte Tag im Jahr und die Temperaturen sind bei fünf Grad über dem Gefrierpunkt – elf weniger als noch vor zwei Tagen. Wir stehen auf dem grossen Platz vis-à-vis vom Parlamentsgebäude und sind umgeben von vorbeieilenden Pendlern und Menschen in schlecht imitierten Disney Kostümen, die auf Kinder warten, um durch ein gemeinsames Foto an ein paar Eurocents zu gelangen.

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Kalt und etwas müde von der langen Anreise, versuchen wir uns zu orientieren und unser Hotel zu finden. Noch bevor wir die Stadtkarte richtig in den Händen halten, bleibt unser Blick an einem grossen, historischen Gebäude hängen: dem Grande Bretagne – dem gesuchten Hotel. Flüchtend vor der eisigen Kälte hasten wir mit grossen Schritten Richtung Eingang und retten uns durch die Drehtür in das Innere das fünf-Sterne-Hotels.

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Begrüsst werden wir von einer grosszügigen und warmen Eingangshalle. Das Haus stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Zwischenzeit wurde es einmal komplett abgetragen, mit stärkeren Mauern wieder aufgebaut und vor zehn Jahren erneut für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag renoviert – seinen alten Charme hat es aber behalten. Dazu trägt auch die Kunst bei, welche von Beginn weg gesammelt wurde und nun überall im Haus bestaunt werden kann. So findet man hier einige eindrückliche Gemälde und Teppiche – wobei der Älteste über 300 Jahre alt ist.

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Wir haben genügend Zeit um die hohe Halle zu bestaunen, denn an der Reception muss man ein paar Minuten anstehen. Dies haben wir zuletzt in Las Vegas erlebt, als wir im Trump auf unseren Zimmerschlüssel warteten. Heute ist vermutlich die anstehende Silvesternacht für die vielen Ankünfte verantwortlich. Aber auch die grosse Zimmeranzahl (321 Suiten und Zimmer) und die ungewohnt tiefen Preise werden die viele Gäste anlocken. Ein Doppelzimmer bekommt man aktuell für 240 € pro Nach – das Frühstück inklusive.

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Mit dem Erhalt der Zimmerkarten, wünscht man uns einen angenehmen Aufenthalt und lässt uns mit den drei Koffern von dannen ziehen. Für ein 5-Sterne-Hotel eher untypisch, dass man uns das Gepäck nicht abnimmt. Dazu passt es auch, dass uns weder ein Willkommensdrink angeboten noch das Zimmer kurz gezeigt wird. Dort gibt es aber auch nicht viel zu erläutern. Das Doppelzimmer ist nämlich überschaubar und selbsterklärend. Hier finden wir dann auch noch einen kleinen Gruss in Form eines Mandelgebäcks, welches wir genussvoll verspeisen. Wäre heute nicht Silvester, würden wir wohl müde ins weiche Bett fallen, doch das wäre dem speziellen Tag unwürdig.

hotel_grand_bretagne_athen_25Der Pool und die Terrasse ist von April bis Oktober geöffnet

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Stattdessen schlendern wir an die schöne Alexander’s Bar im gut besuchten Winter Garden. Dort bestellen wir uns einen Apéritif und lauschen den Klängen des Pianisten. An fast allen Tischen um uns herum, geniessen Gäste einen ausgiebigen Afternoon-Tea. Nach einem erfrischenden Drink geht es nach Draussen in die dunkle Nacht. Bereits nach der ersten Attacke der beissenden Bise, sehnen wir uns nach der Wärme des Grande Bretagne. Doch wir gehen weiter, schliesslich haben wir eine Reservation in einer kleinen, authentischen Taverne, die wir auf keinen Fall verpassen möchten.

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Am Morgen geht es zum Frühstück ganz nach oben ins GB Roof Garden. Die Auswahl ist gut, das Servicepersonal sehr nett und der Blick auf die Akropolis beeindruckend. Wäre jetzt ein warmer Sommertag würden wir draussen sitzen, denn die lange Fensterfront lässt sich komplett öffnen. Sowieso hat das Hotel während der warmen Jahreszeit seine Blütenzeit. Dann ist auch die Poolanlage offen. Dort kann man sich, mit Blick auf die ganze Stadt abkühlen und an der Poolbar erfrischende Drinks geniessen. Auch jetzt im Winter gibt es ein Wellnessangebot. Die Poolanlage ist aber wenig einladend. Dazu ist der Indoorpool zu dunkel und vor allem zu kalt. Viel besser ist die breite Palette an Behandlungen die man den Gästen im SPA anbietet. Hier kann man wunderbar die Seele baumeln lassen.

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Wer nach der Behandlung Hunger hat, kann ein Afternoon Tea geniessen, etwas an der Bar bestellen oder reserviert sich einen Tisch im Restaurant GB Roof Garden. Hier kocht Asterios Koustoudis und sein Team auf hohem Niveau. Den Abend sollte man auf jeden Fall in der Alexander’s Cigar Lounge ausklingen lassen. Die Lounge ist nicht nur ausgesprochen gemütlich, sondern auch richtig schön eingerichtet. Inmitten dem charmanten Setting befindet sich ein Cheminée mit loderndem Feuer. Leider seit zwei Jahren geschlossen ist die Brasserie GB Corner. Hier findet man heute stattdessen einen kleinen Shop mit Hotel-Souvenirs, Süssigkeiten sowie einem kleines Kaffee im oberen Stock.

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Fazit: Das Grande Bretagne ist ein schönes Haus im Herzen von Athen. Zwar ist der Komfort nicht immer auf dem attestierten Niveau, doch dafür überzeugt die historische Einrichtung und der freundliche Service. Wir hatten einen schönen Aufenthalt und werden beim nächsten Besuch auf jeden Fall ein Datum im Sommer anpeilen – denn da zeigt sich das Grand Hotel von seiner besten Seite.

Grande Bretagne
1 Vasileos Georgiou A’ str.
10564 Athens
Greece
Website

(Besucht im Januar 2015)

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Spondi in Athen (GR)

Die Reservationsbestätigung für das Restaurant Spondi hatten wir noch vor der Buchung des Fluges nach Athen in der Tasche. Das Restaurant ist neben dem Funky Gourmet nämlich das einzige Lokal in der griechischen Hauptstadt welches mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet ist; und somit für uns von grossem Interesse. So unkompliziert wie die Reservation ablief (auf eine simple E-Mail folgte eine freundliche Bestätigung), so harzig ist es nun um zum Restaurant zu gelangen. Erst der dritte Taxifahrer kennt das französische Lokal und kann uns dorthin chauffieren. Nach einer kurzen Fahrt durch die antike Stadt, bleibt das gelbe Auto mit dem hohen Kilometerstand, vor einer strahlend weissen Fassade stehen. Das Eisentor steht einladend offen. Links dahinter befindet sich die grosse Terrasse auf der im Sommer unter freiem Himmel getafelt wird.

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Vis à vis befindet sich eine grüne Holztür, durch die wir das zweifach besternte Lokal betreten. Gleich dahinter werden wir vom elegant gekleideten Gastgeber Christian Potelle begrüsst und die Treppe runter, in den eindrücklich schönen Speisesaal mit dem Namen „The Cellar“ geführt. Der zweite Speiseraum ist etwas kleiner und befindet sich im Erdgeschoss.

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Es ist der erste Tag im neuen Jahr. Es erstaunt deshalb nicht, dass die meisten Tische den ganzen Abend leer bleiben. Schuld ist aber nicht nur die lange Silvesternacht, sondern eher die aktuelle Wirtschaftskrise. Die ungemütliche Situation in Griechenland sorgt dafür, dass nur noch an jedem dritten Tisch ein Einheimischer sitzt und die restlichen 70 Prozent des Umsatzes mit den Touristen generiert wird – vor drei Jahren war das Verhältnis noch genau umgekehrt. Entsprechend froh ist man hier, dass der Guide Michelin in der Stadt aktiv ist. Deren Inspektoren unterstreichen die herausragenden Restaurants mit Sternen, welche die Gourmets anziehen wie duftender Lavendel die Bienen. Die beiden Sterne strahlen seit über sechs Jahren über dem Spondi. Arnaud Bignon hat diese damals erstmals erkocht. Nachdem es ihn vor drei Jahren nach London ins Greenhouse zog, übernahm sein damaliger Sous-Chef Aggelos Landos den Chefposten. Seit knapp einem halben Jahr unterstützt ihn Bessem Ben Abdallah. Der Franzose mit lybischen Wurzeln hat zuvor im französischen Skigebiet Courchevel für Pierre Gagnaire zwei Sterne erkocht.

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Wir nehmen auf dem bequemen Eckbank Platz und lassen unseren Blick durch das elegante Restaurant schweifen. Ein wahres Bijou dieses Spondi. Edel die goldenen Setzteller, schön die gut beleuchteten Tische. Noch während wir von weitem den gut ausgestatteten Weinschrank begutachten, tritt ein älterer Herr an unseren Tisch und begrüsst uns mit einer faszinierenden tiefen Stimme, wie man sie aus den Filmtrailern aus Hollywood kennt. Er reicht uns die Speisekarte, auf der wir eine schöne Auswahl an à la carte Gerichten finden. Daneben gibt es ein „Tapas-Menü“ in 8 Gängen für unglaublich günstige 69 € sowie ein Menü in 6 Gängen für 125 €, welches wir auch bestellen und dazu gleich beim Sommelier die angebotene Weinbegleitung ordern.

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Zum Start werden uns kleine, frisch gebackene Brioches gereicht. Dazu gibt es ein Amuse Bouche – welches von Art und Grösse eher als Apéro-Häppchen durchgeht:

Aal mit Blumenkohl | Fetakäse mit Trüffel und knusprigem Speck [5/10]

Der Aal auf dem kleinen Holzlöffel ist gut, der Feta-Quader besser. Uns gefällt die Kombination vom charaktervollen Schafskäse und dem pointierten Trüffel. Schade, dass dem Speck nur eine texturelle Rolle zusteht – der rauchige Geschmack wäre sicher eine Bereicherung gewesen.

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Brot

Die anschliessend präsentierte Brotauswahl ist zauberhaft. Nicht nur das noch warme Olivenbrot mit dem himmlischen Duft nach den schwarzen Perlen begeistert uns, sondern vor allem das hervorragende Knuspergebäck. Die Mischung aus Brioche und einem Gifpeli ist einfach himmlisch. Dazu serviert man uns Butter und Salz.

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Foie Gras [8/10]

Die Terrine ist traumhaft und begeistert sowohl geschmacklich als auch mit ihrem edlen Schmelz. Die leichte Rotweinnote vom Gelée ist eine delikate Bereicherung. Daneben finden wir süsse Komponente von Vanille und Birne und als Gegenpol eine leichte Säure vom Apfel und der Himbeere in verschiedenen Ausführungen. Ein sehr überzeugender Auftakt, bei dem wir uns gerne eine grössere Portion gewünscht hätten.

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Egg [7/10]

Auf einem, an ein Goldfischglas erinnerndes Gefäss, wird der zweite Gang serviert. Darin finden wir ein Eigelb welches eine Stunde lang bei 43 Grad erwärmt wurde. Umgeben ist es von einem fluffigen Kartoffelmousse mit caramelisierten und perfekt dosierten Zwiebeln sowie getrocknetem Speck. Etwas in den Hintergrund rückt der Herbsttrüffel. Hier hätten ein paar Scheiben Albatrüffel mehr herausgeholt. Trotzdem eine äusserst delikate Kombination mit einem süffigen Ergebnis.

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Sea Bass [6/10]

Der einen Tick zu trockene Wolfsbarsch hat eine schwarze Marinade vom getrockneten Seetang und ist ansonsten nicht gewürzt. Wir werden aufgefordert dem Fisch selber den letzten Kick zu geben, in dem wir die marmorierte Austernpraliné zerschneidet und sie mit dem Wolfsbarsch kombinieren. Bei uns will das irgendwie nicht funktionieren, wodurch das Ganze eher nach Auster statt nach dem edlen Fisch schmeckt. Schade. Dafür ist die Begleitung spitzenmässig. Sowohl die köstlichen Auberginen als auch der knackige Weisskohl und die Pilzmousse. Stark auch die wunderbare Zitronengras-Sauce.

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Duck from „Challans“ [-/10]

Etwas skeptisch sind wir schon, als man uns die Begleiter der Ente aus Challans annonciert. Es sind Apfel, Vanille und Schokolade. Man muss das wirklich perfekt dosieren, damit das Gericht nicht zum Dessert verkommt. Der erste Bissen überzeugt. Die Ente ist saftig gebraten, der fein geraffelte Apfel passt dazu. Auch ein Hauch von Schokolade ist auszumachen. Doch mit jedem Bissen wird es süsser und das Hauptgericht rutscht mehr und mehr in Richtung Nachspeise. Was uns gar nicht gefällt ist das mit Vanille angereicherte Pastinakenpüre. Dieses schmeckt ungewöhnlich penetrant – hat man vielleicht Vanille-Öl eingesetzt? Wir essen den Teller zwar leer, aber wirklich glücklich sind wir danach nicht. Und schon gar nicht parat für das Dessert.

So erkundigen wir uns beim Service, ob wir noch ein Gericht à la carte bestellen können und entscheiden uns für das Milk fed lamb. Dieses wird nach einer kurzer Wartezeit sowie in einer passenden Portionierung (vier Gerichte wurden ja bereits verspeisst) serviert und steht später mit dem fairen Preis von 32 € auf der Rechnung.

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Milk fed lamb [9/10]

Das Lamm ist dann absolut fabelhaft. Genau wegen solchen Gerichten sind wir hierhergekommen! Die Kombination vom butterzart gebratenen Filet, mit der würzigen Kräuterkruste und der geschmacksvollen Echalotten-Sauce ist schlicht grossartig. Dazu gibt es mit dem Kokosnuss-Reis wiederum eine süsse Komponente die hier aber nicht Überhand nimmt, sondern perfekt harmoniert und fabelhaft schmeckt.

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Käse

Nun sind wir glücklich und zufrieden und wählen vom gut sortierten Käsewagen verschiedene Kuh-, Schaf- und Geissenkäse. Schade, dass es keine Erzeugnisse aus Griechenland dabei hat. Dafür gibt es für uns mit dem Tête de Moine den erster Schweizer Käse im neuen Jahr. Das dazu gereichte Früchtebrot setzt unsere zu Beginn aufgeflammte Begeisterung für die Hausbäckerei fort.

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Sorbet

Angenehm erfrischend ist das kleine Apfelsorbet, welches den Brückenschlag zu den Desserts schlägt.

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Chestnut [9/10]

Das erste Dessert ist fantastisch. Toll wie man hier die Maroni in den Mittelpunkt stellt. Dazu gesellen sich spannende Aromen von Weinbeeren und Pekannüssen. Unerwartet hervorragend auch die Verknüpfung mit dem Clementinensorbet, welches dem Dessert eine tolle Erfrischung verleiht. In der Summe ein abwechslungsreiches, geschmacksvolles und saftiges Dessert mit unterschiedlichen Texturen. Eigentlich erstaunlich, dass man Süssspeisen mit Maroni so selten antrifft?

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Alpaco Chocolate [7/10]

Auch das zweite Dessert ist toll. Wir mögen die facettenreiche Kombination von Schokolade, weichem Caramel, gesalzenen Erdnüssen und dem knusprigen Puffreis. Die intensive Pistazien-Glace bringt dann noch die kühle und frische Note rein.

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Friandises [6/10]

Drei kleine Petitessen schliessen das Menü ab. Ein saftiges Pistazien-Küchlein, Schokolade mit Kardamom und fruchtiger Gelée aus roten Beeren.

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Fazit: Wir verbrachten im Spondi einen wunderschönen Abend. Der Service war sehr freundlich und zuvorkommend und die Küche von Aggelos Landos auf einem sehr hohen Niveau. Seine Gerichte spielen mit Aromen und Texturen und setzen auf hochwertige Produkte. Auch wenn uns nicht jedes einzelne Gerichte begeistern konnte, überwogen die positiven Eindrücke klar. Für das grossartige Lamm, die wundervollen Desserts und die hochwertige Brotauswahl wären wir sogar zu Fuss durch die ganze Stadt gelaufen. Jeder der Athen besucht, sollte sich einen Abend in diesem romantischen Restaurant einplanen und sich von der bezaubernden Lokation und den tollen Gerichten verwöhnen lassen.

restaurant_spondi_athen_bessem_ben_abdallah_19An diesem Abend Chef in der Küche und mittlerweile bereits wieder zurück in Frankreich: Bessem Ben Abdallah

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Zeit: Das Menü wurde in genau 3 Stunden serviert.

Menü: Das Discover Menü in sieben Gängen (inkl. Käse und zwei Desserts) kostet 128 €. Dazu gibt es ein Amuse Bouche (respektive zwei Häppchen als Einstieg), ein pré Dessert und Friandises. Das „Tapas“ Menü in sieben Mini-Gerichten kostet 69 €. Daneben gibt es eine grosse Auswahl an à la carte Gerichte. Die Vorspeisen kosten circa 35 €, Hauptgänge rund 45 € und Desserts je 20 €.

Wein: Neben einer schönen Selektion an nationalen und internationalen Weinen, bietet man fürs grosse Menü auch eine Weinbegleitung für 67 € an. Alternativ gibt es für 29 € eine kleine Begleitung mit griechischen Erzeugnissen.

Unsere Weinbegleitung für 67 €:

Ozeki – Sake Junmai – Japan
Chardonnay – Wild Ferment Errazuriz 2011 – ChileSauvignon Blanc – Escapade Estate 2012 – Süd Afrika
Barbera d’Alba – Pio Cesare – 2012 Italien
Rivesaltes – D. Cazes „Ambré“ – 2000 Frankreich
H & H Madeira – Malvasia 10 Jahre – Portugal

Online: Die Flash basierte Website bietet sehr viele Informationen. Inklusive Bildern und der aktuellen Speisekarte.

Bewertung: Gourmör O7/ Michelin M2

Sonderauszeichnung: Hier fühlt man sich besonders wohl

(Besucht im Januar 2015)

De Orangerie in Brügge (Belgien)

Das belgische Städtchen Brügge ist wunderschön und ein absoluter Geheimtipp. Darauf aufmerksam wurden wir zum ersten Mal durch Martin McDonaghs Filmdebüt „In Bruges“. Darin spielt die mittelalterliche Stadt eine zentrale Rolle. Brügge empfiehlt sich auch als Ausgangsort für kulinarische Abenteuer. Die Dichte an grossartigen Restaurants ist äusserst hoch. Im Umkreis von 25 Autominuten erreicht man vier 3-Sterne-Restaurants, drei mit 2 Sternen und 15 mit einem Macaron. Wir haben Brügge Anfangs Dezember besucht um im nahe gelegenen Sluis essen zu gehen.

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Die Stadt mit der spannenden Vergangenheit ist wunderschön und definitiv eine Reise wert. Wir hatten als Unterkunft das Boutique Hotel De Orangerie im Herzen von Brügge ausgewählt – eine perfekte Wahl. Mit dem Mietauto vom Brüsseler Flughafen kommend, hat man uns freundlich empfangen. Auch das Parkieren im privaten Parkhaus hat man uns abgenommen. Währenddessen machten wir es uns im schönen Kaminzimmer gemütlich und wählten aus dem umfangreichen Digestif-Angebot einen schönen Tropfen aus.

 

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De Orangerie steht direkt am Kanal mit eigenem Bootssteg. Das Klostergebäude aus dem 15. Jahrhundert wurde erst vor 20 Jahren als Hotel umfunktioniert. Die zwanzig Zimmer sind liebevoll und individuell eingerichtet. Das Boutique-Hotel hat sehr viel Charme. Hinter jeder Ecke findet man Antiquitäten und schöne Blumen. Die Mitarbeiter sind freundlich und zuvorkommend und geben gerne Ausflugstipps. Vom ersten Moment an fühlt man sich hier wie zu Hause.

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Das Hotel verfügt über kein eigenes Restaurant. Am Morgen wird jedoch für 25 € ein schönes Frühstück angeboten. Frisch gepresster Orangensaft, ein Glas Champagner und kalte und warme Speisen sorgen für einen perfekten Start in den Tag. Am Nachmittag serviert man zudem einen traditionellen „Afternoon Tee“. Diesen geniesst man, je nach Jahreszeit, im gemütlichen Salon oder draussen auf der Terrasse, entlang dem Kanal.

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Fazit: Brügge gehört zu den Orten, die man einmal im Leben unbedingt besucht haben muss. Die gemütliche De Orangerie ist dabei das ideale Hotel um die charmante Stadt zu erkunden und bietet auch während der kalten Jahreszeit einen heimeligen Rückzugsort. Das Boutique-Hotel ist stilvoll eingerichtet und der freundliche Service sorgt dafür, dass man sich sehr willkommen fühlt und diesen wunderbaren Ort nur ungern wieder verlässt.

De Orangerie ****
Kartuizerinnenstraat 10
8000 Brügge
Belgien
Website

 (Besucht im Dezember 2013)

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