Brenners Park-Restaurant in Baden-Baden (Deutschland)

Das Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden gehört zu den luxuriösesten Hotels in Deutschland. In der 140 jährigen Geschichte war hier Walt Disney genauso gerne Gast wie Richard Tauber, oder jüngst Barack Obama. Auch viel geschichtsträchtiges ereignete sich innerhalb der hohen Mauern. So fanden hier 1962 die Vorgespräche, zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, statt.

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Das Brenners ist nicht nur ein Vorzeigeobjekt der Hotellerie, sondern punktet auch bei der Kulinarik. Der ehemalige Küchenchef Andreas Krolik, kochte das Gourmetrestaurant Park Restaurant bis auf 2 Michelin Sterne. Im August 2012 entschied sich Krolik das Haus Richtung Frankfurt zu verlassen. Den talentierten Chef zu ersetzen war eine schwierige Aufgabe. Die Wahl fiel schliesslich auf den erst 32 jährigen Paul Stradner. Der gebürtige Steirer war Sous Chef beim 3-Sterne-Koch Jean-Georges Klein, als ihn das Jobangebot erreichte. Stradner packte die Chance, wechselte nach Baden-Baden, baute eine neue Brigade auf und verteidigte nach nur drei Monten einen der beiden Michelin Sterne.

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Dem jungen Österreicher eilt ein grossartiger Ruf voraus. Sein ehemaliger Chef bedauert es noch heute, dass ihn einer seiner talentiertesten Schützlinge verliess. Ein solches Lob aus dem Mund eines der besten Köche der Welt, machte uns neugierig und so reisen wir heute nach Baden-Baden welches 100 Autominuten von Basel entfernt liegt.

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Es ist beinahe dunkel als wir beim Hotel ankommen. Mit dem letzten Licht erspähen wir den grossen Park, der das ehrwürdige Haus umgibt. Der Page empfängt uns mit grosser Gastfreundschaft, so als wären wir hier Stammgäste. Auch der Empfang an der Réception ist wohltuend freundlich und so fühlen wir uns von Beginn weg sehr willkommen. Wir machen es uns erstmals in der wunderschönen Kaminhalle gemütlich. Hier geniessen wir neben dem lodernden Cheminée-Feuer unseren Apéritiv und lauschen den wohlklingenden Melodien des Pianisten.

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Pünktlich um halb sieben wechseln wir ins Park Restaurant. Dieses ist klassisch eingerichtet. Ölbilder zieren die roten Wände, das Licht ist warm und stimmig. Zehn Tische stehen im gemütlichen Restaurant in dessen Zentrum ein schönes Blumenbouquet platziert ist.

Die Speiseauswahl ist umfassend. Neben dem Degustationsmenü gibt es ein Vegi-Menü, ein Trüffel-Menü sowie interessante à la carte Gerichte. Die Entscheidung ist schwierig und so fragen wir nach der Möglichkeit, aus den verschiedenen Karten zu kombinieren. Dem Wunsch kommt man gerne nach und schon wenig später stehen die ersten Häppchen auf unserem Tisch:

Dreierlei vom Paprika [-/10]

Auf drei Löffeln wird eine nette Variation von der Peperoni serviert. Einmal sauer, dann salzig und zum Abschluss süss. Die Küchenbrigade demonstriert, dass sie neben den klassischen Zubereitungsarten auch die modernen Tricks beherrscht. Wir sind äusserst gespannt wie es weitergeht.

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Brot

Die zwei verschiedenen Brotsorten sind knusprig und fein. Dazu erhalten wir Butter, Salz, Olivenöl und stairisches Kürbiskernöl – hergestellt von Stradners Eltern.

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Mit Korianderkörnern und Fenchelsamen gebeizter Schottischer Wildlachs,  Tapioka-Gurken-Salat, Honig-Quark-Espuma und Leinsameneis [9/10]

Das erste Amuse Bouche ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch geschmacklich unglaublich toll. Die Produkte sind von sehr guter Qualität und die Aromen eindrücklich herausgearbeitet. Die Kombination zaubert ein exzellentes Geschmacksbild auf unsere Gaumen. Wir sind begeistert!

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Cocktail von Melonen und Parmaschinken

Die Neuinterpretation des beliebten Sommer-Klassikers ist gewagt experimentell. Geschmacklich funktioniert der Cocktail überraschend gut, wobei der Schinken noch etwas präsenter sein dürfte.

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Ceviche von der Gelbflossenmakrele mit Süsskartoffelcreme und Limettenvinaigrette [10/10]

Traumhaft der erste Gang des eigentlichen Menüs. Hervorragend die Kombination von der rohen Makrele und der genialen Süsskartoffelcrème. Dazu legt sich die Säure der Limette elegant, und perfekt balanciert über das Gericht. Das Geschmacksbild, welches Stradner hier auf den Teller zeichnet, ist grandios und somit eines der besten Gerichte seit langem.

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Creme von der Gänsestopfleber mit schwarzem Trüffel, Apfel und Feige [9/10]

Absolut begeisternd geht es weiter. Die Crème von der Gänseleber ist himmlisch. Wir nehmen davon etwas auf den Löffel, kombinieren mit den verschiedenen süssen Elementen, staunen wie die Trüffelnote immer wieder aufblitzt und wie sich die dezente Säure des Apfels pointiert bemerkbar macht. Absolut spannend wie sich das Ergebnis bei jedem neuen Bissen leicht verändert, ohne an Eleganz zu verlieren. Bei einer grösseren Portionierung der Leber – sie ist im Verhältnis zu den restlichen Komponenten etwas knapp bemessen – wäre hier gar die Höchstnote möglich gewesen.

Kurze Zwischenbilanz: wir haben bis zum jetzigen Zeitpunkt mehr ausgezeichnete Gerichte bekommen, als in manchem Restaurant den ganzen Abend. Wir sind gespannt wie es weitergeht.

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Im Eisschnee pochiertes Bio-Eigelb, Hokkaido-Kürbispüree Parmesanschaum und Albatrüffel [8/10]

Spielte der Trüffel im vorherigen Gericht eine – wenn auch nicht unwichtige – Nebenrolle, rückt das edle Produkt nun in den Mittelpunkt. Dabei setzt man auf den geschmacksvollen Alba-Trüffel. Zusammen mit dem Ei, ein wunderbarer Klassiker. Nur dass dieser von Stradner modernisiert und aufgepeppt wird. Nicht nur der Kürbis bietet eine besondere Abwechslung, sondern auch der rezente Parmesan-Schaum. Wiederum ganz stark.

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Barbarie-Entenbrust mit Kürbis-Minz-Püree Couscous mit Raz el Hanout und Keulenkompott in Filoteig [8/10]

Schon beeindruckend mit welcher Abgeklärtheit das Menü abläuft. Dies gilt auch für das nächste Gericht. Entenfleisch erhalten wir leider viel zu oft übergart. Anders hier, die Brigade gibt sich keine Blösse und serviert uns das Federvieh absolut perfekt. Dazu zaubert man eine wunderbar elegante Minznote auf den Teller. Diese wirkt aber nicht aufgesetzt, sondern fügt sich perfekt in das Gericht ein. Auch das Couscous und die Frühlingsrolle-„Deluxe“ schmecken vorzüglich.

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Gebratener Rehrücken am Tisch tranchiert mit Wacholderjus Selleriepüree Karamellisiertem Rotkohl, eingelegte Birne und Johannisbeer-Gel [7/10]

Zuerst wird uns ein Stück Waldboden auf den Tisch gelegt. In einem Holzrahmen finden wir Moos, Beeren und gar eine leere Patronenhülse. Gleich danach präsentiert man uns stolz den Rehrücken und tranchiert ihn direkt vor unseren Augen – etwas das man heutzutage leider viel zu selten zelebriert.

Angerichtet wird das schöne Fleisch auf einem Plexiglas, welches direkt auf unseren Waldboden gelegt wird. Daraus resultiert ein stimmiges Bild. Auch der Geschmack überzeugt vollends. Der Rehrücken ist perfekt gegart, der tiefe Jus der ideale Begleiter. Dazu serviert man im separaten Schälchen Rotkraut und Spätzli.

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Vacherin Mont d’Or Schaum mit Kartoffel [6/10]

Den Käsewagen lassen wir an uns vorbeirollen und ordern stattdessen diese wunderbar cremige Alternative. Dies hat sich gelohnt, die Vacherin-Kreation ist unglaublich süffig und intensiv im Geschmack.

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Vanillecreme mit Pistazienbisquit-Brösel, pochierte Vanille Birne und Himbeersorbet [6/10]

Das überzeugende Pré-Dessert von Vanille, Birne und Himbeere lässt unsere Geschmacksnerven auf die süssen Komponenten aus der Pâtisserie einstimmen.

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Kreation von der Bio Kuvertüre Grand Cru Schokolade Ananas, Karamell und Maracujasorbet [9/10]

Ein hervorragendes Dessert, welches das bisherige, hohe Niveau perfekt aufgreift und weiter führt. Eine starke Kombination aus Schokolade und Caramel die von der Süsse und Säure der Früchte flankiert wird. Dazu spannende Texturen und raffiniert eingesetztes Popcorn. Ein Dessert das rundum glücklich macht.

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Petit Fours: Eispraline mit Maracujasorbet / Fruchtmousse mit Mascarponecreme / Macaron mit weissem Balsamico / Früchte Financier [9/10]

So sieht ein perfekter Menüabschluss aus: anstelle einer geschmacksneutralen Armada an Petitessen, serviert man uns diese kleine, aber perfekt abgeschmeckte Variation. Diese vier Häppchen schaffen es, uns zum Schluss noch einmal ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Anschliessend offeriert man uns noch eine schöne Auswahl an Pralinen.

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Stehend von links: Laurent Masse, Fabian Obergfell, Ruben Bankwitz, Canan Drebert, Paul Stradner. Unten von links: Adrian Jeschall und Frederic Kleff

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Fazit: Das Park Restaurant ist eine kulinarische Perle. Paul Stradners Küchenstil ist zeitgemäss aber stets geerdet. Er verzichtet gänzlich auf dekorative Pülverchen und Schäumchen – hier kommt nur auf den Teller was schmeckt und das Gericht weiterbringt. So ist dann auch jeder Teller äusserst geschmacksvoll, elegant und optisch gekonnt in Szene gesetzt. Uns haben Stradners Gerichte nachhaltig begeistert. Entsprechend sind wir überzeugt, dass man vom jungen Österreicher in Zukunft noch viel hören wird. Das servierte Menü war klar auf 2 Sterne-Niveau und wenn die Brigade so weiterkocht steht einem weiteren Macaron im nächsten Jahr nichts im Wege.

Dass der Abend nicht nur auf den Tellern begeisterte sondern auch in der Summe, ist dem tollen Service zu verdanken. Dieser ist sehr präsent, aufmerksam und, wie das ganze Personal im Haus, eindrücklich freundlich. Sommelier Karl-Heinz Schopf verdient zusätzlichen Applaus. Sein önologisches Wissen ist enorm und er lässt seine Gäste gerne daran partizipieren. Die servierten Weine waren immer passend und spannend. Eine solch exzellente Weinbegleitung wird leider viel zu selten serviert.

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Tipp: Wenn möglich sollte man sich gleich ein Zimmer gönnen und die Nacht im schönen Brenners Park verbringen. Es gibt viel zu entdecken – am Morgen wird ein grosszügiges Frühstück serviert.

Menü: Zur Auswahl stehen ein Degustationsmenü mit 5 (128 €) bis 7 Gängen (155 €), ein vegetarisches-Menü in 5 oder 6 Gängen (110, respektive 118 €) sowie eine schöne à la carte Auswahl wobei die Vorspeisen zwischen 25 – 45 € kosten, die Hauptgänge 45 – 60 € und die Desserts für ca. 19 € angeboten werden. Sporadisch wird ein zusätzliches Menü angeboten. Bei unserem Besuch war dies ein Trüffelmenü in 5 Gängen zu 245 €. Gerne lässt man die Gäste aus den verschiedenen Menüs kombinieren.

Zeit: Das Menü wurde uns in angenehmen 4 Stunden serviert. Anschliessend kann man sich zum Beispiel in die schöne Cigar Lounge setzen und ein Digestif geniessen.

Wein:  Neben der imposanten Weinbibel offeriert man auch gerne eine passende Begleitung. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Sommelier Karl-Heinz Schopf.

Unsere Weinbegleitung wurde zu 73 € verrechnet:

Sauvignonblanc, Weingut Nägelsförst 2011
Weissburgunder, Weingut Knapp 2011
Gewürztraminer, Weingut Faller 2008
Chardonnay, Weingut Bercher 2008
Burgund Langedoc, Puech Noble Rouge 2008
Burgund, Beaune les Epenotte 2005
Muskateller, Dr. Heger 2011
Spätburgunder Beerenauslese, Winzergenossenschaft Sasbachwalden 2003

Online: Die Website ist sehr informativ. Die wunderschönen Gerichte dürfte man aber in den Vordergrund stellen.

Wertung: Gourmör O9 / Michelin M1 / Gault-Millau GM17

Sonderauszeichnung: Hier fühlt man sich besonders wohl   Schöne Zigarren-Lounge vorhanden

(Besucht im November 2013)

KunstHof in Uznach

Vor sechs Jahren haben Janine Hausmann und ihr Lebenspartner Christoph Köhli den KunstHof im sanktgallischen Uznacht übernommen. Der Anfang war nicht gerade einfach. Wegen einigen Missverständnissen zwischen den Inhabern, der Kunsthof AG und den vorherigen Pächtern waren viele Gäste in der Umgebung auf das Restaurant nicht gut zu sprechen und beobachteten die Ankunft der „Neuen“ mit Skepsis.

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Janine Hausmann und Christoph Köhli

Doch die beiden Gastronomen sind es sich von den vorherigen Stationen in der Spitzengastronomie und -Hotellerie gewohnt zu kämpfen und einen besonderen Einsatz zu geben. So ignorierten sie die äusseren Einflüsse und konzentrierten sich allein auf ihren Traum vom eigenen Restaurant. Es sprach sich dann schnell herum, dass die Neuen nicht nur ambitioniert kochen, sondern auch extrem begabt sind.

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Vor drei Jahren, an einem nebligen Novembermorgen, kam die Bestätigung von höchster Stelle: der KunstHof erhält einen Michelin Stern. Für die jungen Gastronomen geht ein Traum in Erfüllung. Zu diesem Zeitpunkt war das gemütliche Restaurant schon gut ausgelastet, der Stern gab aber noch einen zusätzlichen Schub. Nach einem Jahr folgte der 16. Punkt im Gault-Millau und man freute sich, dass man immer neue Gäste mit der kreativen Küche verwöhnen durfte.

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Dass mit Sohnemann Levin auch noch Nachwuchs auf die Welt kam, machte das Glück der kleinen Familie perfekt. Umso überraschender kam die Pressemitteilung inder das Duo bekannt gab, dass man den KunstHof per Ende 2013 verlassen wird. Nach der Geburt ihres Sohnes hätte man sich zwischen Familie und einem 13 Stunden Arbeitstag entscheiden müssen. Da es zudem keine Optionen gab den KunstHof mittelfristig zu kaufen, hat man sich schweren Herzens für diesen Schritt entschlossen.

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Die junge Familie zieht es in Richtung Solothurn, in die 16’000 Einwohner grosse Gemeinde Grenchen. Dort wird sie Ende März das neu gestaltete Chappeli übernehmen. Ein Restaurant mit 40 Plätzen und einem schönen Garten mitten in der Natur. Gleich daneben befindet sich ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb. Gemäss Köhli der ideale Ort um sein Kind aufzuwachsen zu sehen. Doch auch die gastronomischen Ziele sind hoch gesteckt. Zwar werde er nicht mehr den gleichen Aufwand betreiben können wie hier in Uznach, doch die Gäste an der neuen Wirkungsstätte dürfen sich auf eine ehrliche und mit viel Passion zubereitete Küche freuen.

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Bevor die Segel im KunstHof gestrichen werden, wollen wir uns unbedingt ein Bild vom aktuellen Stand machen. Zum einen um den Gourmets in der Region Uznach die Chance zu geben, das Restaurant bis Ende Dezember noch einmal zu besuchen und um bei den Solothurnern die Vorfreude zu steigern.

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Noch während wir die überschaubare Karte studieren erreichen uns:

Fleischbällchen mit Rosmarin Crème Brûlée [6/10]

Die Richtung des heutigen Abends wird aufgezeigt. Ein herzhaftes Fleischbällchen mit einem süssen Twist. Bodenständig und trotzdem spannend.

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Brot

Das verschiedenen Brötchen sind nicht hausgemacht aber von sehr guter Qualität. Die dazu gereichte Butter ist sehr fein.

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Amuse-bouche [-/10]

Der Gruss aus der Küche läutet die Wildsaison ein. Diese wird bis Mitte November das kulinarische Angebot bestimmen.

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Terrine von der Entenleber [8/10]

Eine vorzeige Terrine. Nicht nur wegen dem wunderbaren Geschmack und dem perfekten Schmelz, sondern auch Dank der tollen Kombination mit dem geschmorten Ochsenschwanz. Perfekt zubereitet. Der dezente Einsatz vom Apfel und einem Hauch Vanille sowie dem feinen Brioche, runden das ausgezeichnete Gericht ab.

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Kaisergranat

Die Alternative zur Gänseleber: Ein wunderbarer Kaisergranat

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Kalte Consomée von der Ramato Tomate [7/10]

Die ersten kühlen Herbsttage schreien zwar nicht gerade nach kalten Suppen, doch wenn man eine Tomatenessenz so zubereitet, kann man uns damit auch im tiefsten Winter begeistern. Die Essenz ist fein und Dank den sonnengereiften Tomaten auch richtig intensiv. Das Highlight sind aber die kleine Tomatenscheiben im Teller. Diese schmecken dermassen wuchtig, dass wir damit, pünktlich zum Saisonende, die besten Tomaten des Jahres serviert bekamen.

Als wäre das nicht genug, erreicht uns in einem hauchdünnen Cornet ein wunderbares Tatar das wiederum mit getrockneten Tomaten verfeinert wurde. Die Kombination ist wunderbar süffig und wir würden am liebsten um Nachschlag bitten.

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Tortellini von Pia Mattmanns Ziegenfrischkäse [7/10]

Die Tortellini sind handwerklich perfekt. Auch geschmacklich überzeugt die köstliche Füllung vom Ziegenfrischkäse aus der Zentralschweiz. Dazu gesellen sich aromatische Pilze und einen tollen Jus. Alles schmeckt leicht, mild und wohlschmeckend.

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Bretonischer Sankt Petersfisch [6/10]

Dass Köhli auch mit Fisch umzugehen weiss, beweist er mit diesem edlen Petersfisch. Perfekt gegart, gut gewürzt dazu feine Gnocchetti und Gemüse. Die rassige Chili ist zwar gewagt, funktioniert hier aber gut.

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Geschmortes Gommiswalder Kalbsbäggli [7/10]

Das Dreierlei vom Kalb, mit einer herzhaften Sauce schliesst den ersten Teil eines wunderbaren Menüs ab.

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Auserlesene Käse von Jean Luc Hadey

Zur abwechslungsreichen Käseauswahl serviert man uns eines der besten Früchtebrote.

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Schokoladenfondant [7/10]

Schokoladendesserts haben oftmals das Problem, dass sie, gerade am Ende eines ausgiebigen Essens, zu mastig sind. Dieses hier ist anders – und zwar sehr elegant, wohlschmeckend und Dank der knusprigen Textur schön zum essen. Einzig die Banane dürfte ruhig noch etwas mutiger eingesetzt werden.

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Vanille Quarksouflée [6/10]

Alternativ zum Schokoladendessert serviert man den Gästen ein wunderbares Vanille Quarksouflée mit feinem Feigensorbet.

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Friandises [7/10]

Die Friandises verdienen nochmals unsere vollste Aufmerksamkeit. Sie sind äusserst geschmacksvoll, abwechslungsreich und frisch.

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Fazit: Uns war bereits nach den ersten drei Gerichten klar, weshalb der KunstHof rappelvoll war. Köhli und seine Küchenbrigade setzen alles auf die Karte „Geschmack“ und servieren mit einem soliden Handwerk wunderbare und zugängliche Gerichte.

An der Front hat Janine Hausmann und ihr kleines Team alles im Griff. Die Gäste werden mit viel Aufmerksamkeit und einer wunderbar natürlichen Art bedient.

Feinschmecker in der Region Grenchen dürfen sich freuen. Mit Janina Hausmann und Christoph Köhli kommen zwei Vollblut-Gastronomen in ihre Region. Wenn die beiden den Weg konsequent weitergehen und auch den Wurst-Käse Salat mit der gleichen Passion zubereiten, werden sie an der neuen Wirkungsstätte eine erfolgreiche Zeit haben. Wir wünschen viel Erfolg!

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Robin Nagel, Dustin Freund, Stefan Altorfer, Daniel Felber und Christoph Köhli (v.l.n.r.)

Tipp: Um nochmals in den Genuss dieser hochwertigen Küche zu kommen, muss man sich sputen. Der KunstHof hat nur noch bis Ende Jahr geöffnet. Anschliessend zieht das Team weiter. Die Nachfolge in Uznach ist noch nicht geregelt.

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Wertung: Gourmör O7 / Michelin M1 / Gault-Millau GM16

(Besucht im September 2013)

L’Autezza in Ftan

Das Hotel Paradies hat sich seit langem einen Namen als Genuss- und Erholungs-Refugium inmitten prächtigster Natur gemacht. Die Gäste geniessen die Ruhe und die wunderschöne Umgebung und freuen sich am Abend auf eine Kulinarik auf höchsten Niveau. Dafür war lange Zeit Eduard Hitzberger verantwortlich, der nicht nur 18 Gault-Millau Punkte erkochte, sondern auch 2 Michelin Sterne nach Ftan holte. Als er sich 2007 selbständig machte, übernahm sein damaliger Sous-Chef Boris Benecke. Doch bereits nach zwei Jahren verliess der junge Koch die Schweiz Richtung Deutschland, um in seiner Heimat ein Restaurant in Zweiflingen zu übernehmen.

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Das Management in Ftan machte sich also auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolgers und wurde in Frankfurt, im legendären Tigerpalast, fündig. Der dortige Küchenchef Martin Göschel, war vom interessanten Jobangebot auf Anhieb sehr angetan und tauschte sein Grossstadtleben gegen das in der Engadiner Bergwelt. Zu Beginn servierte er seinen neuen Gästen die gleichen Kreationen wie in Frankfurt. Doch je länger er inmitten dem Unterengadiner Naturparadies lebte, desto mehr liess er sich davon inspirieren. Heute hat sich seine Küche komplett gewandelt und ist vollends mit der Natur verschmolzen.

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Die Gänseleber machte den Weinbergschnecken Platz, der Wolfsbarsch wich den einheimischen Forellen und das Wollschwein aus dem Nachbardorf, verdrängte das Ibérico. Im letzten Jahr wurde dann auch die Restaurant-Optik an die neue Küchenphylosphie angepasst. Das französische Interieur wich einem regionalen, eleganten Design. Gleichzeitig wechselte auch der Name. Das La Bellezza wurde zum L’Autezza was auf romanisch „die Höhe“ heisst.

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Wir genossen ein ganzes Wochenende im wunderschönen Paradies (zum Bericht) und genossen am ersten Abend ein 4 Gänge-Menü im Restaurant Stüva, welches ebenfalls unter der Leitung von Göschel liegt. Für heute Abend haben wir uns einen Tisch in seinem Gourmetrestaurant reserviert. Wir verbrachten den ganzen Tag auf dem Bike und genossen die Natur mit ihren saftigen Wiesen. Entspechend sind wir hungrig und gespannt auf das heutige Menü.

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Den Apéro geniessen wir in der grossen Küche und erhalten so einen Eindruck von der konzentrierten Atmosphäre. Die Abläufe sind klar, die Brigade weiss was zu tun ist. Martin Göschl steht am Pass und kontrolliert die Teller bevor sie die Küche verlassen. Wir ordern ein Glas Scampagna und freuen uns auf die ersten Häppchen.

Steinkartoffel / Strammer Max / Tempeh / Wildkräuterslush / Gersten Crisp [6/10]

Die Regionalität setzt bereits bei den Apéro-Häppchen ein Ausrufezeichen. Der Wildkräuterslush schmeckt zum Beispiel genau so, wie es heute bei der Fahrt durch die saftigen Wiesen geduftet hat – eindrücklich. Aber auch die Gersten Crisp oder das Tempeh, nach einem Indonesischen Rezept, nur dass hier statt Sojabohnen gekeimter Weizen verwendet wird, sind sehr fein.

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Für das restliche Menü wechseln wir ins Restaurant. Das L’Autezza ist das bisher kleinste Gourmetrestaurant das wir besuchten. Nur gerade sechs Tische stehen in dem gemütlich eingerichteten Restaurant. Die Tische sind auffallend gross und edel aufgedeckt.

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Vom gereichten Menü wählen wir aus den vier Vorspeisen deren Zwei und entscheiden uns für einen der beiden Hauptgänge. Bereits nach wenigen Minuten erhält jeder Gast seine individuelle Menüauswahl, in Form eines  kleinen Fächers, auf den Tisch. Eine gute Idee, weil man so immer kurz spicken kann, falls man wissen möchte wie das Menü weitergeht. Da man den Fächer am Ende des Abends mit nach Hause nimmt, hat man auch gleich ein schönes Andenken an den Besuch.

Sauerteigbrot & Alpenbutter

Das frisch gebackene Brot ist sehr fein – die leicht gesalzene Alpenbutter, mit verschiedenen Blumenblüten versetzt, gar genial. Nur selten, dass man eine solch geschmacksvolle und spannende Butter antrifft.

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Amuse: Randen – Eigelb – Bachtellachs [8/10]

Das Amuse Bouche ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ein Highlight. Das Zusammenspiel der drei Akteure, in ihren verschiedenen Zubereitungskarten, ist nicht nur spannend, sondern auch sehr wohlschmeckend und abwechsungsreich. Wir sind begeistert.

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Käseravioli – Baumnuss – Salsiz – Schweizer Kaviar [8/10]

Zuerst steigt ein fantastischer Duft von frischer Limette in die Nase. Auch im Gaumen ist der säuerliche Schaum eine Wucht. Zum Glück kann auch das restliche Gericht begeistern. So auch die im Zentrum stehenden Ravioli, mit würzigem Bergäkse. Intensiv und trotzdem zugänglich. Die Kombination mit dem Salsiz ist gut gewählt.

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Saibling – Ciabatta – Weinbergschnecken [8/10]

Noch vor ein paar Tagen krochen die Weinbergschnecken gemächlich durch die saftigen Wiesen rund ums Paradies. Just bis zu dem Zeitpunkt, als Martin Göschel die schönen Tiere einsammelte, um daraus dieses Gericht zu zaubern. Das lange Suchen nach den Tieren hat sich gelohnt. Eingelegt in einer Kräutermischung mit Knoblauch, ist ihr erdiger Karakter noch immer präsent. Auch für die Schneckensuppe gibt es Applaus. Sie ist wunderbar abgeschmeckt und Dank dem dezenten Einsatz von Fenchel, ein grosser Genuss. Dass auch der knusprig parnierte Saibling brilliert, bestätigt, dass Göschel nicht nur Zugang zu Top-Produkten hat, sondern auch weiss wie man sie zubereitet. Der Fisch ist perfekt glasig, toll in der Textur und Aromatik.

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Sorbet von Apfel – Melone – Salatgurke – Minze [5/10]

Der kleine Zwischengang ist zwar sehr fein, mag das bisherig hohe Niveau nicht ganz halten. Trotzdem gefällt uns die süsse Melone mit den flankierenden Noten von Gurke und Minze.

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Engadiner Schaf: Ravioli – Gemüsesud – Parmesan [7/10]

Der Hauptgang wird in zwei Teilen serviert. Den Start machen diese kleinen Ravioli, gefüllt mit traumhaft Geschmortem vom Lamm. Der Bergkräutersud passt hervorragend dazu. Ebenfalls die süsse Birne, der knackige Stangensellerie und der Käse. Eindrücklich welch stimmiges Geschmacksbild hier gezeichnet wird.

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Engadiner Schaf: Rückenfilet im Wildkräuterheu – Schmorschalotten – Pico de Gallo [6/10]

Das Fleisch ist unglaublich zart und von sehr guter Qualität. Ein feiner Lamm-Jus begleitet das rosa Fleisch. Trotzdem hätte eine etwas kräftigere Sauce dem Gericht sicher gut getant. Dies hätte dem Gericht auch mehr Kraft und Intensität verliehen. Die Zwiebel als Begleitung auszuwählen ist zwar interessant, wird aber zu wenig konsequent umgesetzt. So bleibt der Hauptgang sehr gut, aber weitaus weniger eindrücklich als die vorherigen Kreationen.

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Schubladenkäse – Artischockenroyal – Gesalzenes Schokoladeneis [-/10]

Auf einen Käsewagen kann man dann verzichten, wenn man dem Gast eine gute Alternative anbietet. Wie wir dies zum Beispiel vor ein paar Monaten bei Rolf Fliegauf im Ecco erlebten. Bei der Variante hier im L’Autezza, gefällt uns zwar die Idee, aber die Umsetzung enttäuscht. So ist der Käse zwar gehaltvoll, seine Begleiter in Form von Artischocken und einem gesalzenen Schokoladeneis, wirken aber zu unharmonisch. Über die fehlende Symbiose kann auch das feine Früchtebrot nicht hinwegtrösten.

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Topfensoufflé – Erdbeeren Romanow [8/10]

Der Pâtissier bringt dann das Menü wieder auf die Gewinnerstrasse. Das Topfensoufflé ist dann auch das Beste, uns jemals servierte Soufflé – einfach traumhaft.

Auch das zweite, gleichzeitig servierte Dessert mit Erdbeeren und weissem Schokoladenmousse ist wundervoll. Nur Vorsicht vor den kleinen Szechuan-Pfefferkörner. Die haben es in sich und stellen den ganzen Gaumen auf den Kopf – deshalb sollte man sie erst ganz am Schluss essen.

Der kleine Baum in der Tischmitte erfüllt eher dekorative Zwecke. Dessen „Früchte“ (Weisse Schokoalden-Drops und Zuckerplättchen), sind weitaus weniger interessant als die beiden Desserts. Sowieso würde der Baum mehr Aufmerksamkeit geniessen, wenn man ihn erst bei den Friandises einsetzen würde.

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Petit Four: verschiedene Frucht und Tee Gelées

Eine schöne Auswahl an feinen Gelée-Würfel schliessen das ausgezeichnetes Menü ab.

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Die Küchenbrigade (v.l.n.r.): Andi Maurer, Katrin Wagenblast, David Hartwig, Martin Göschel, Marcel Köhn, Kevin Kregar

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Fazit: Regionalität ist in den letzten Jahren zum Modewort verkommen. Fast kein Chef, der seinen Kochstil nicht als solchen bezeichnet. Auf dem Teller sind dann meistens nur noch Worthülsen zu finden – und statt Saibling und Forelle werden Wolfsbarsch und Steinbutt serviert. Martin Göschel geht den Weg der Regionalität konsequent. Er ist ein bodenständiger und ruhiger Schaffer. Einer der nicht das Rampenlicht sucht, sondern seine Zeit in die Entdeckung neuer Produkten investiert.

Er versteht es dann auch wie kein Zweiter, neue Zutaten in der Natur zu finden und sie mit viel Fleiss in seine Menüs einzubauen. Uns haben seine Kreationen sehr begeistert. Es ist eindrücklich, wie man die Umwelt, welche man den ganzen Tag regelrecht inhaliert, am Abend in den Gerichten wiederfindet. Die Speisen sind stimmig und geschmacksvoll.

Das kleine Gourmetrestaurant ist gemütlich. Die sechs hellen und grossen Tische werden von einem Sommelier und einer Person aus der Küchencrew bedient. Ein interessantes Konzept, da so jede Frage zu einem Gericht direkt vom Fachmann beantwortet werden kann. Während dies in einem grossen Restaurant unmöglich umzusetzen wäre, funktioniert es hier, in dieser intimen Atmosphäre, sehr gut.

Das L’Autezza ist ein tolles Restaurant welches wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Zwar sind die Preise, gerade für die Weinbegleitung hoch, als Gegenleistung bekommt man aber eine ehrliches und geschmacksintensives Menü. Am besten startet man den Abend mit einem Apéro auf der wunderschönen Terrasse oder wie wir, direkt in der Küche..

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Menü: Es gibt ein Menü mit Apérohäppchen, Amuse bouche, vier Gängen, Käse, Dessert und Friandises. Bei den vier Gängen wählt man aus je zwei Optionen. Das ganze Menü kostet 210 Franken.

Zeit: Das Menü dauerte 4 Stunden und 15 Minuten

Wein: Neben einer gut sortieren Weinkarte, bietet man auch eine regionale Weinbegleitung für 100 Franken an. Dabei serviert man nicht für jeden einzelnen Gang einen anderen Wein, schenkt dafür grosszügig nach. Die Weinauswahl ist gut. Alternativ bietet man auch eine Saftbegleitung an.

Unsere Weinbegleitung:

Scampagna – Weingut Wegelin – Malans
Pinot Blanc 2012 – Manfred Meier – Zizers
Chardonnay/Viognier 2011 – Von Salis – Fläsch
No Pi No 2010 – Weingut Cicero – Zizers
Brumaire 1996 – Alain Brumont Pacherenc de Vic Bilh – Frankreich

Online: Die Hotel Website ist schön. Die Rubrik des L’Autezza ist zwar etwas knapp, bietet aber viel wissenswertes sowie das aktuelle Menü.

Wertung: Gourmör O8 / Michelin M1 / Gault-Millau GM18

Sonderauszeichnung: Fumoir vorhanden

(Besucht im September 2013)