I Castagni in Vigevano (Italien)

Wegen Staus rund um Mailand dauert unsere Fahrt nach Monaco länger als geplant. Wir stehen nun vor der Entscheidung, ob wir bis ins Fürstentum durchfahren und dort kurz vor Mitternacht eintreffen, oder ob wir alternativ die nächste Ausfahrt nehmen, gemütlich dinieren und erst am nächsten Morgen weiterreisen. Die Wahl fällt aufs Abendessen und so greifen wir zum „la guida Michelin Italia 2013“ und schauen, ob es hier nach Mailand eine geeignete Adresse, für einen spontanen Zwischenstopp gibt. Der Zufall will es, dass nur 20 Autominuten entfernt ein Sterne-Restaurant auf uns wartet. Es ist zwar Samstagabend, trotzdem riskieren wir es, ohne Reservation dahin zu fahren. Wir informieren unser Navigationsgerät und begeben uns vertrauensvoll in die Hände der Michelin-Inspektoren.

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Nach einer Viertelstunde befinden wir uns auf einer engen Landstrasse. Die Abstände zwischen den einzelnen Häuser werden immer grösser. Zudem zieht ein mystischer Nebel auf. Wir sind fest überzeugt, dass wir uns verfahren haben, wollen aber die verbleibenden drei Minuten weiter fahren. Und tatsächlich, aus dem Nichts taucht auf einmal ein hübsches Anwesen auf. Obwohl der kleine Zeiger auf unserer Uhr auf die Acht zeigt, sind alle Parkfelder vor dem Restaurant verwaist. Vor der Holztüre prangt eine Tafel von „Jeunes Restaurateurs d’Europe“, drinnen brennt Licht. Hinter den grossen Fenstern erspähen wir weiss aufgedeckte Tische. Wir versuchen die grüne Restauranttür zu öffnen – diese ist aber verschlossen. Wir betätigen die Klingel und hören von innen Schritte auf uns zukommen.

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Eine Signora öffnet die schwere Tür und bittet uns herein. Die Frage ob wir über eine Reservation verfügen, verneinen wir. Nach kurzem studieren der Buchungsliste erhalten wir die erlösende Nachricht, dass sie uns den letzten freien Tisch anbieten kann. Wir jubeln innerlich und begeben uns mit viel Hunger und Durst in den noch leeren Speisesaal.

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Auf dem Tisch liegt die Speisekarte mit einem à la carte-Angebot und vier verschiedenen Menüs zu je 56 €. Bei dem attraktiven Preis entscheiden wir uns ohne zu zögern für das Degustationsmenü – inklusive der Weinbegleitung für zusätzliche 14 €.

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Während sich in den nächsten Minuten die Tische um uns herum alle füllen, erhalten wir auf einem silbernen Löffel ein erstes Häppchen:

Oliven Crispi

Optisch erinnern uns die kleinen Nuggets an die Choco Pops von Kellogg’s. Von der Textur sind sie tatsächlich damit vergleichbar, schmecken aber nicht süss sondern herb nach Oliven.

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Brot

Das angebotene Gebäck rückt Italiens Brotkultur in kein gutes Licht. Die Brötchen sind extrem trocken und ausdruckslos. Einzig das aufgeschnittene Brot und die Cracker sind akzeptabel.

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Amuse [-/10]

Als Amuse Boche erhalten wir zwei Sardinenfilets auf etwas Randensalat. Die Kombination ist willkürlich und frei von jeglicher Spannung. Wir werden dann auch das Gefühl nicht los, dass der Koch hier spontan etwas zusammenstellen musste und dabei den Kühlschrank öffnete und diese beiden Zutaten darin entdeckte. Diese Vermutung bekräftigte sich zudem, da die Gäste um uns herum ein anderes Amuse-Gueule serviert bekommen. Dies liegt vielleicht aber auch daran, dass sie à la carte wählten und nicht das Menü orderten.

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Petto d’anitra marinato ed affumicato da noi a caldo con insalata di pere antiche piemontesi e fettina di fegato grasso affumicato [-/10]

Uninspiriert geht es weiter. Die aufgeschnittene Entenbrust hat zwar ein ansprechendes, rauchiges Aroma, die Tranchen können aber mit dem schlecht geschliffenen Messer unmöglich zerschnitten werden. Die Entenleber obendrauf versagt komplett. Sie schmeckt total wässrig.

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Crema Parmentier di porcini,uovo fondente,finferli padellati e Parmigiano cremoso [5/10]

Mit dem nächsten Gang erreicht uns ein erste Hoffnungsschimmer. Die Pfifferlingsuppe ist fein, der Parmesan sorgt für die Würze und eine knusprige Textur.

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Risotto di Carnaroli Riserva San Massimo con porri verza zucca curry e pezzetti di gamberi [6/10]

Nochmals eine Steigerung bringt das sämige Risotto. Viel besser kann man das nicht  machen. Der Reis ist perfekt im Biss und verfügt über ein wunderbar herbstliches Aroma.

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Bollito e „bagnetto“ verde nostra versione:raviolini del plin ripieni di bollito di fassone al sugo di piccole verdure e pomodorini secchi, salsa di „bagnetto di prezzemolo“ [-/10]

Die Steilvorlage des Risottos können die selbstgemachten Pasta nicht verwerten. Das geschmorte Fleisch ist zwar delikat, die Teigtaschen sind aber zu klein, weshalb das Fleisch/Teig-Verhältnis klar Richtung letzterem kippt und das Ganze an Power verliert.

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Pancia di vitello arrostita lentamente, purè di sedano rapa,  salsa alla „California“, mosto ridotto [-/10]

Der Kalbsbauch ist fein und der Jus kräftig. Alles in allem bleibt das Ganze aber äusserst eindimensional. Spätestens nach dem dritten Bissen hat man genug davon. Auch weil der Fettanteil grösser ist als das Fleisch.

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Wir dürfen nun zwischen Käse und Dessert wählen und entscheiden uns für einen süssen Abschluss:

„Monolite“ di cioccolato fondente su crumble di mandorle amare e gelatina di pesche sciroppate di Volpedo [-/10]

Optisch ist der Schokoladen-Monolith nett, geschmacklich kommt aber auch das Dessert nicht über ein okay hinaus. Das Schokoladenmousse geriet so mastig, dass man spätestens nach der Hälfte genug hat. Es fehlt auch klar an Abwechslung und Kontrasten. Dies ist nach dem Hauptgang und der Leber bereit der dritte Teller der nicht leergegessen wieder abgeräumt wird.

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Friandises [5/10]

Zum kräfitgen Espresso serviert man uns vier verschiedene Petitessen welche allesamt sehr fein sind.

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Fazit: Entweder hatten wir an diesem Abend Pech oder das I Castagni ist ein à la carte Restaurant und keines für grosse Menüs. Mit dem heute servierten Degustationsmenü begeistert man jedenfalls keine Gäste. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb die vielen (Stamm-) Gäste um uns herum ausnahmslos den à la carte Gerichten den Vorzug gaben. Diese sahen dann auch tatsächlich aufwendiger aus. So wurde zum Beispiel der Dessert-Monolith am Nachbarstisch mit drei zusätzlichen Komponenten serviert.

Das Lokal ist gemütlich und hell. Der Service ist etwas reserviert und bei vollem Restaurant unterbesetzt. Deshalb sah man immer mal wieder Gäste die ihren Wein selber nachschenkten oder leere Teller die etwas gar lange auf den Tischen standen. Dafür waren die Preise äusserst fair kalkuliert.

Menü: Neben der grossen à la carte Auswahl, bietet man auch ein 6 gängiges Degustationsmenü für 56 € an. Zusätzlich wird ein Amuse Bouche sowie Frandises und zum Star ein kleines Häppchen serviert.

Zeit: Das Degustationsmenü wurde in angenehmen 3,5 Stunden serviert.

Wein: Für 14 € bietet man eine „Weinbegleitung“ an. Dabei wird jeweils ein Weiss- und Rotwein zu den verschiedenen Gerichten serviert. Alternativ kann man auch von der ausführlichen Weinkarte wählen.

Unsere Weinbegleitung:

Sauvignon sull’Aia 2012 Az. Agricola Mutti
Bricco Sturnel 2003 o.p. Az. Agricola Bellaria

Online: Die Website basiert – noch als eine der wenigen im Netz – komplett auf Flash. Man findet darauf viele Informationen, die aktuelle Speisekarten und einige Fotos.

Wertung: Gourmör O0 / Michelin M1

(Besucht im Oktober 2013)

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Zum Löwen, Tisens (I)

Das kleine Dörfchen Tisens (it. Tesimo) liegt ein paar Fahrminuten von Merano im Südtirol entfernt. Die Fahrt führt über steile und enge Strassen und bietet eine schöne Aussicht. Da das Restaurant über keinerlei Parkplätze verfügt muss man sein Auto im kleinen Parkhaus in der Dorfmitte abstellen. Die letzten Meter über den Pflasterstein legt man dann per Fuss zurück.

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Von aussen wirkt die alte Scheune einladend. Aber erst beim Betreten entfaltet das Restaurant seinen vollen Glanz. Das wunderschöne Gourmetlokal wurde zwischen die bestehenden Mauern gebaut. Der Stil ist modern. Das Ambiente ist ungezwungen. Dies ist seit über 22 Jahren das Reich von Anna und Alois Matscher. Beide übernahmen das Restaurant als Quereinsteiger und hatten zu Beginn einige Probleme. Doch der Betrieb lief immer besser und als nach zehn Jahren Michelin einen Stern verlieh, ging es richtig aufwärts. Anfang 2008 konnten sie dann ihren langjährigen Traum verwirklichen und das Restaurant nach ihren Wünschen umbauen.

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Vom Inhaber und Somelier wurden wir dann an unseren Tisch geführt. Obwohl wir für drei Personen reserviert hatten waren nur zwei Gedecke parat. Das wurde zwar umgehend korrigiert, eine solche Unachtsamkeit sollte aber gar nicht passieren. Wir entschieden uns jeweils für eines der beiden 5-Gang Menüs. Der Austausch eines einzelnen Ganges mit einem à la carte Gericht war dabei überhaupt kein Problem.

Die zum Start servierten Brötchen waren fein, die beiden dazu gereichten Aufstriche sehr gut abgeschmeckt.

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Schinken, Grüne Spargel, Frittiertes Wachtelei [5/10]

Als Gruss aus der Küche wurde uns eine feine Scheibe Schinken, knackige Spargeln und ein knuspriges warmes Wachtelei aufgetischt. Die getrockneten Rettichscheiben sorgten für die nötige Schärfe. Ein netter aber verhaltener Start.

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„Carbonara“ von weissem Spargel, Sepia und Speckkrokant [8/10]

Auf den ersten Gang war ich besonders gespannt. Verheissen die Anführungszeichen vor einer Speise meist eine originelle Interpretation eines Klassikers. Und so war es auch. Nach nur einem Blick auf das Servierte würde man auf normale Spaghetti tippen. In Tat und Wahrheit waren es aber dünne Streifen von Spargeln und Sepia. Ob das passt? Und wie! Die Sepia waren super frisch und wunderbar im Biss und Aroma, die Spargeln sorgten für die leichte Bitternote. Dazu sorgte der Speck für den spannenden Akkord. Das Krokant war zwar zu knapp bemessen, dafür gab es noch ein ganzes Stück Speck obendrauf und man konnte selber dosieren. Zum Abschluss sorgte eine tolle Sauce mit schönem Curryaroma für die nötige Rasse. Eine wunderbare Kombination und ein toller Auftakt!!

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Tortelloni mit Burrata gefüllt auf geschmorten Datterini und Origanoöl [7/10]

Optisch einer der schönsten Teller den ich je vor mir hatte. Wunderschöne Farben, geschmacksvoll angerichtet. Das Highlight waren die genialen, fruchtigen Datterini-Tomaten wie ich sie noch selten gegessen habe. Das rote Nachtschattengewächs lag wie ein Rubin auf dem Teller und schmeckte genau so – genial! Gleichwertige Tomaten-Geschmackserlebnisse hatte übrigens bis jetzt nur im Coi in San Francisco und in der Braui in Hochdorf mit ihren getrockneten Tomaten.

Nun zu den Ravioli, die waren hauchdünn – so dünn wie ich sie immer gerne hinbekommen würde. Ein Hauch von nichts. Leider konnte die leichte Burrata-Füllung nicht gleich begeistern. Die war schlicht zu fad (liegt in der Natur von diesem Käse) um mit den anderen Protagonisten mithalten zu können. Trotzdem ein Gang an den ich mich gerne zurückerinnere.

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Fischsuppe nach Art des Hauses [9/10]

Unter einer „Fischsuppe“ hätte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt. Eigentlich war es eher ein Fischsud mit einer grossen Auswahl an verschiedenem Meergetier. Der Sud war vielleicht einen Tick zu salzig, aber die Fische waren einfach überwältigend im Geschmack! Noch selten habe ich Frutti die Mare mit solch intensiven Geschmack geniessen dürfen. Dazu behielt auch jedes einzelne Stück seinen individuellen Geschmack. Dazu servierte mir Alois Matscher einen wunderschönen Chardonay – was will man mehr!

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Einheimisches Roastbeef mit Frühlingsgemüse, Rotweinsosse und Rosmarinöl [-/10]

Was soll jetzt noch schief gehen? Die Küche hatte die Antwort darauf leider bereits parat. Optisch sah der Teller ansprechend aus. Ich habe auch gleich das Frühlingsgemüse probiert und das schmeckte wunderbar. Dann machte ich mich freudig an das medium bestellte Roastbeef. Zwar hatten die Tranchen auf der einen Seite eine schöne rosa Farbe, das Fleisch war jedoch total zäh! Zuerst hoffte ich noch, dass nur das erste Teil betroffen war, doch auch zwei weitere Abschnitte waren total trocken.

Ich habe dann zum zweiten Mal in meinem Leben einen Teller zurück gegeben. Das erste Mal war erst vor ein paar Wochen in einem Steakhouse in dem das Fleisch kalt serviert wurde. Damals hat man sich entschuldigt, neu aufgedeckt und ein paar Minuten später einen tadellosen, neuen Teller geschickt. Hier im „Zum Löwen“ wurde meine Beschwerde nicht ganz so elegant abgewickelt. Der Teller wurde zwar mehr oder weniger unzögerlich zurück genommen aber anstatt, dass man mir einen korrigierter Gang serviert hat, erschien der Chef mit einem Alternativgang mit Wachteln an meinem Tisch. Die Bemerkung „Wir haben uns entschieden ihnen eine Alternative zu servieren da auch das restliche Roastbeef so schmeckt“ heisst auf gut Deutsch „Du hast überhaupt keine Ahnung wie Roastbeef schmeckt“.

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Gebratene Wachteln auf Kartoffelpüree mit Balsamicoessigsosse [5/10]

Die Wachteln waren natürlich alles andere als zäh. Der Vogel war wunderbar zubereitet und auch im Geschmack überzeugend. Der Kartoffelpüree war dagegen zu salzig. Das Dressing vermochte keine Akzente zu setzen. Das grosse Manko dieses Hauptganges war aber klar das fehlende Gemüse! Für mich unverständlich. Das Frühlingsgemüse aus dem vorherigen Teller hätten diesen Teller stark aufgewertet.

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Mousse von der „Ashanti“ Bitterschokolade und Olivenöl auf Passionsfruchtgelatine und frischen Früchten [6/10]

Nach dem Hauptgang hat man uns die Dessertkarte gereicht. Darauf waren acht verschiedene Nachspeisen aufgeführt aus der wir uns eine aussuchen durften. Ich blieb bei meinem angekündigten Dessert vom Degustationsmenü.

Ich mag mich nicht erinnern wann mir zuletzt in einem Restaurant „frische Früchte“ angekündigt wurden und dann auch tatsächlich serviert wurden. Hier wurde das Versprechen 100 Prozentig eingehalten. Jede einzelne Frucht war frisch, fein im Aroma und vor allem reif!

Das Schokoladenmousse war in Ordnung. Die Passionsfruchtgelatine bildete den Boden und gab dem Mousse eine passende, fruchtige Note.

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Friandises [-/10]

Das Schokoladen-Stück war super intensiv und passte auch sehr gut zum tollen Espresso. Die beiden anderen Leckereien waren total belanglos. Auch die Präsentation auf dieser grossen Platte wirkte unbeholfen.

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Fazit: Was für ein fulminanter Start! Jeder Gang hat mich total begeistert. Dann der Fauxpas mit dem Hauptgang. Dass man ein Fleisch zu lange gart kann passieren, dann muss man aber auch die Grösse haben diesen Fehler professionell auszubügeln. Über den Gast hinweg zu entscheiden, dass eine Alternative für ihn gescheiter wäre und diese gleich an den Tisch bringt, geht gar nicht! Ein bisschen Verständnis könnte ich aufbringen wenn mir irgend etwas nicht geschmeckt hätte – darüber kann man bekanntlich streiten. Aber im Fall von zähem Fleisch liegt die Sache auf der Hand, respektive auf dem Teller.

Der zweite Versuch mit den Wachteln und das folgende Dessert waren ebenfalls nicht mehr auf dem selben Niveau wie die Vorspeisen. Diese ersten Gänge waren dafür umso überzeugender! Die Ravioli, die Carbonara Interpretation und vor allem die geniale Fischsuppe werden mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben!

Der Service war eine Mischung aus Bistro und gehobener Gastronomie. Zwei Mitarbeiter hatten eine Schürze umgebunden und servierten die Speisen locker und sympathisch. Der Chef und Inhaber stand im Anzug und nahm die Bestellung auf oder kümmerte sich um die Weingebleitung. Seine Tochter unterstützte ihn dabei. Diese Mischung passt sehr gut in dieses Restaurant. Wir wurden sehr gut und freundlich bedient. Die Atmosphäre war sehr angenehm. Die angesprochene Weinbegleitung wird übrigens nicht direkt beim Menü angeboten. Man hat mir jedoch gerne eine Solche angeboten. Wer im Südtirol ist muss hier unbedingt einkehren, man wird es bestimmt nicht bereuen!

Online: Auf der ansprechenden Homepage findet man einige Informationen. Es fehlen leider Fotos von Gerichten, die Dessert Auswahl und die Weinkarte.

Menü: Dem Gast stehen neben einer kleinen à la carte Auswahl auch zwei Menüs mit jeweils 5 Gängen zur Auswahl. Das Degustationsmenü für 75 € (+ 2 € für das Gedeck – wie in Italien unnötigerweise üblich) und ein Menü mit einheimischen Gerichten für 65 € (Dieses Menü war bei unserem Besuch genau so beeindruckend wie das Degustationsmenü). Dazu wurde noch ein Amuse Bouche sowie Frandises serviert. Der Menüpreis ist extrem fair. Nur selten bekommt man für sein Geld so viel geboten! Die Weinbegleitung (5 Gläser) war mit 27 € ebenfalls äusserst gästefreundlich kalkuliert. Der Restaurantbesuch dauerte 3 Stunden.

Wertung: Gourmör / Michelin / Gault-Millau