Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano

Wenn man hier auf dem schönen Anwesen, mit Blick auf den Luganersee steht, kann man sich gut vorstellen, weshalb die wohlhabende russische Familie von Ritter sich 1880 entschieden hat hier, am Fusse des Monte Bré, ihre Winterresidenz zu erbauen. Fünf Jahre später hat sich eine Familie aus Luzern in das Anwesen verliebt und es den von Ritter’s abgekauft. Die neuen Besitzer richteten in der Villa die ersten Gästezimmer ein. In den fast 100 Jahren, in welchen die Familie Schnyder von Wartensee im Besitz des Anwesens war, entwickelten sie das Haus zu einem der renommiertesten Hotels der Schweiz.

Seit nunmehr 35 Jahren ist das Grand Hotel Villa Castagnola im Besitz der Familie Garzoni aus Lugano. Sie hat das Hotel auf 86 Zimmer und Suiten ausgebaut und zusätzlich, direkt am See, die Gallerie Arté eingerichtet, wo sich auch das gleichnamige Sterne-Restaurant befindet. Dieses ist seit 2010 mit dem einzigen Michelin Stern in Lugano ausgezeichnet.

Von aussen erinnert das Haus mehr an ein Grand Hotel als an eine Villa. Nach dem ersten Kontakt mit dem professionellen und freundlichen Team, würden wir es eher als Villa beschreiben. Der Service ist nämlich durchwegs persönlich und familiär. Das spürt man bereits beim Empfang, nach der zweistündigen Zugfahrt und der kurzen Fahrt mit dem durchs Hotel bestellten Taxi. Der Portier grüsst uns mit Namen als wären wir Stammgäste. Er führt uns zur Réception. Dabei durchqueren wir das wunderschöne Kaminzimmer in dem bereits die ersten Gäste beim Afternoon Tea sitzen.

Unser Zimmer befindet sich im dritten Stock. Die nächsten drei Nächte schlafen wir in einer geräumigen Junior-Suite, von deren Balkon wir einen wunderschönen Blick auf den Park und den blau schimmernden Luganersee haben. Die Suite ist 45 Quadratmeter gross, hat einen separaten Wohnbereich und zwei Badezimmer. Alle Zimmer im Hotel sind individuell eingerichtet. Sogar die Vorhänge werden im Haus genäht und sind auf jedes Zimmer abgestimmt.

Die Kulinarik hat hier im Hotel einen hohen Stellenwert. Drei Restaurants gehören zum Haus, dabei leistet man sich gleich zwei Gourmet-Adressen. Einen Überblick über die drei Lokale:

La Rucola – Frisch und unkompliziert lautet hier die Devise. Von Risotto, über Pasta bis hin zu verschiedenen Salaten werden hier angeboten. Natürlich findet man auch Klassiker wie das Club-Sandwich auf der Karte.

Le Relais – Bei schönem Wetter geniessen die Gäste auf der lauschigen Terrasse den malerischen Blick auf den See und den San Salvatore. Küchenchef Christian Bertogna serviert eine mediterrane Küche, die vom Gault-Millau mit 15 Punkten ausgezeichnet wird. Begleitet wird das Dinner von den wunderschönen Klängen des Pianisten.

Arté – Das einzige Sterne-Restaurant von Lugano gehört, wie bereits erwähnt, ebenfalls zum Hotel. Es befindet sich ein paar Meter entfernt – direkt am See. Leider besitzt das Lokal keine Terrasse. Das machen der schön eingerichtete Speiseraum und der atemberaubende Blick auf den Luganersee aber locker wieder wett. Der separate Bericht zum Arté folgt …

Das Grand Hotel Villa Castagnola bietet seinen Gästen ein besonderes Highlight. Direkt am See, ein paar Meter vom Hotel entfernt, hat man einen privaten Strandabschnitt eingerichtet. Mit der Zimmerkarte öffnet sich die Türe und man taucht in eine andere Welt. Hier im Paradies kann man es sich so richtig gut gehen lassen. Wer lieber im grünen Hotelpark die Sonne geniesst, kann dies natürlich auch tun. Bequeme Liegestühle sind im grossen Park verteilt. Die Abkühlung holt man sich dort im Indoor-Pool. Im Sommer werden die grossen Fensterfronten geöffnet, damit man direkt vom Garten ins erfrischende Nass tauchen kann.

Es ist traumhaft, wenn man am Morgen aufwacht, die Fenster öffnet, den See glitzern sieht, das mediterrane Wetter spürt und vom Balkon dem engagierten Team zuschauen kann, wie es gerade das Frühstück parat macht. Beim schönen Wetter wird draussen auf der Terrasse aufgedeckt. Die umfangreiche Auswahl lässt keine Wünsche offen und sorgt für den perfekten Start in den Tag.

Die Lage des Hotels ist einmalig. Es befindet sich am Ende von Lugano wodurch die Strasse nur schwach befahren ist. Trotzdem ist man mit dem Bus – in wenigen Minuten im Herzen von Lugano. Natürlich bietet sich auch ein gemütlicher Spaziergang am See entlang an.

Wir haben das wundervolle Hotel schon am ersten Tag in unser Herz geschlossen. Zum einen wegen der liebevollen Einrichtung und der – für ein Stadthotel – perfekten Lage, aber auch wegen den liebenswürdigen und engagierten Mitarbeitern. So befinden sich im Team unter Hoteldirektor Massimiliano Ferrara viele langjährige Angestellte. Dieser familiäre Touch spürt auch der Gast. So geniesst man die Qualität eines Grand Hotels und die Persönlichkeit einer Villa – genau so wie es der Name verspricht. Allen die ein paar wunderschöne Tage erleben möchten, können wir eine Reise Lugano in das Grand Hotel Villa Castagnola wärmstens empfehlen.

Grand Hotel Villa Castagnola
Viale Castagnola 31
6906 Lugano
Website

(Besucht im Juni 2017)

                      

 

Hotel Seehof in Davos

Das Hotel Seehof liegt an der Promenade und ist eines der ältesten Häuser in Davos. Seit 1869 werden hier Gäste empfangen. Darunter befinden sich auch illustre Personen wie Angela Merkel, Angelina Jolie oder der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Seit der Eröffnung wurde viel Geld in den Erhalt und Ausbau des Hotels investiert. Die letzte Renovation wurde 2011 in drei Etappen durchgeführt. Entsprechend gut erhalten ist das Seehof heute. Auch die Kombination zwischen der Tradition und der jugendlichen Frische ist gut geglückt. Seit diesem Jahr leuchten zudem erstmals 5 Sterne über dem Hoteleingang – nachdem man die letzten Jahrzehnte als 4-Sterne-Supérieur unterwegs war.

Gleich beim Eingang hat Concierge Bruno Haag seinen Platz. Er organisiert für die Gäste Transfers und hat gute Tipps wo man ausserhalb des Hotels gut essen kann. Die Hotel-Bar befindet sich rechts vom Concierge-Pult. Die Bar verbindet das klassische Design mit modernen Elementen wie dem auffallenden Cheminée. Rauchen darf man hier nicht. Dafür steht im ersten Stock ein kleines Fumoir zur Verfügung. Auf Wunsch wird hier ein schönes Feuer entfacht. Es ist ein sehr gemütlicher Ort um bei Zigarre und Drink den Tag auszuläuten.

Bei den 100 Zimmern und Suiten gibt es eine breite Auswahl. Vom Classic-Zimmer, über die Executive-Zimmer, bis zu den schönen Arvenzimmern. Auch ein paar spezielle Suiten stehen zur Auswahl. So zum Beispiel die Parsenn-Suite. Diese hat sowohl ein Schlaf- als auch ein Wohnzimmer, welche durch ein Bad getrennt werden. Das Wohnzimmer ist mit wohlduftendem Arvenholz ausgestattet und bietet viel Platz.

Die Lage des Hotels ist sowohl für Wanderer als auch für Wintersportler perfekt. Die Parsenn-Bahn befindet sich gleich im Nachbarsgebäude. Von dort erreicht man das Skigebiet in wenigen Minuten. Die Pisten sind toll und sehr abwechslungsreich. Um den Anschluss an die anderen Skigebiete nicht zu verpassen, sollte man lediglich die langen Bügellifte gegen bequeme Sessellifte ersetzen. Das Ende der Talabfahrt befindet sich etwas oberhalb vom Hotel. Hier muss man ebenfalls nur wenige Meter gehen bis man wieder im Hoteleigenen Skiraum steht. Dort kann man die Skis bequem in den belüfteten Schränken verstauen. Wer länger in Davos verweilt und mehr Abwechslung sucht, der findet im Dorf noch ein weiteres grosses und zwei kleinere Skigebiete. Diese erreicht man mit dem ortseigenen Bus. Dieser hält direkt vor dem Hotel.

Um nach einem langen Tag in den Bergen die Muskeln zu entspannen, steht ein kleiner, aber sehr schöner Spa-Bereich zu Verfügung. Das Highlight ist der stylisch gestaltete Whirlpool. Im warmen Nass können sich die Muskeln perfekt erholen. Im Spa findet man auch eine Sauna, ein Dampfbad sowie einen Ruheraum. Wer Lust auf eine Massage oder eine Behandlung hat, findet hier eine grosse Auswahl an Treatments die gebucht werden können.

Die kulinarische Verantwortung hat seit drei Jahren Martin Bieri inne. Der gebürtige Emmentaler bekocht mit seinem Team die drei verschiedenen Restaurants:

Panorama – Hier wird jeden Morgen ein umfangreiches Frühstück angeboten. Es gibt sogar eine eigene Karte mit klassischen und speziellen Eierspeisen. Am Abend wird hier das à la carte Halbpension-Menü serviert. Das Lokal steht auch für externe Gäste offen.

Chesa – Ob im rustikalen Restaurant mit der gewölbten Decke oder bei schönem Wetter draussen auf der Terrasse: Hier wird eine geschmacksvolle Küche zelebriert. Auf der umfangreichen Karte findet man neben selbstgemachten Pasta, feine Salate und grosse Pièces – zum Beispiel ein Tomahawk Steak vom Emmentaler OMOSO Beef. Aber auch Fisch- und Käse-Gerichte werden hier angeboten. Die Terrasse ist den ganzen Nachmittag ein beliebter Treffpunkt für ausgepowerte Skifahrer die hier bei feinen Gerichten wieder Energie tanken.

 

Gourmet Stübli – Hier darf sich Martin Bieri so richtig austoben. Er bietet gleich zwei Menüs an. Das „Back to the roots“ fokussiert sich auf die französische Küche, während er im Menü „Tour de monde“ seine Passion für asiatische Aromen auslebt. Das Restaurant ist seit zwei Jahren mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Unser ausführlicher Bericht folgt.

Das Seehof ist ein traditionelles Hotel welches mit der Zeit gegangen ist. Unkompliziert und bodenständig werden die Gäste betreut. Das kulinarische Angebot ist vielfältig und auf einem sehr hohen Niveau. Der Standort direkt an der Parsenn-Bahn könnte nicht besser sein. Im Hotel Seehof fühlt man sich wohl, es bietet seinen Gästen hohen Komfort in einem familiären Umfeld.

 

Hotel Seehof
Promenade 159
7270 Davos
Website

(Besucht im Januar 2017)

         

The Peninsula in Bangkok

Die The Peninsula-Gruppe zählt aktuell zehn high-class Hotels auf drei Kontinenten. 1928 wurde in Hong Kong das erstes Hotel eröffnet, welches noch heute als Flagshship-House gilt. Fast 50 Jahre nach dessen Eröffnung wurde in Manila auf den Philippinen ein zweites Hotel eingeweiht. Nach weiteren Eröffnungen in New York, Peking und Beverly Hills kam The Peninsula 1998 in die thailändische Hauptstadt. Als Location wählte man einen Standort direkt am Fluss Chao Phraya der sich durch die 8 Millionen Metropole schlängelt.

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Auf 37 Stockwerken sind hier 370 Zimmer und Suiten untergebracht. Unser Grand Deluxe Room befindet sich auf der 30 Etage. Von hier oben hat man eine eindrückliche Aussicht auf die aufstrebende Metropole. So werden wir auch Zeuge von einem schnell aufziehenden Sommergewitter das sich vor unserem Fenster mit voller Wucht auf die Stadt entlädt – ein unvergessliches Naturschauspiel. Das Zimmer ist klassisch und geschmackvoll eingerichtet und bietet genügend Platz.

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The Peninsula ist ein idealer Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden. Am besten startet man die Reise mit einem der hoteleigenen Boote welche die Gäste bequem ans andere Flussufer chauffieren. Von dort gelangt man direkt in die Stadt oder findet gleich die Skytrain-Station um schnell an andere Punkte der Grossstadt zu gelangen. Geht es später wieder zurück ins Hotel, findet man auf der Flussseite ein kleines The Peninsula-Gebäude an dem bereits ein Mitarbeiter wartet um das Boot zu bestellen. Zur Überbrückung der kurzen Wartezeit steht eine kleine Lounge und Getränke zur Verfügung.

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Alternativ kann man auch auf die (sehr günstigen) Taxis zurückgreifen. Diese bringen einem bis vor den Hoteleingang, wobei man die schöne, grüne Umgebung der Einfahrt genissen kann. Einmal pro Woche wird dort ein traditionelles Ritual abgehalten, an dem die Hotelgäste den Mönchen Essen und Trinken übergeben welches diese dann zurück in das Kloster bringen.

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Im Innern des The Peninsula werden wir jeden Tag von den schönen Klängen der kleinen Hotelband empfangen. Jeden Nachmittag spielen sie in der Lobby ihr Repertoire an klassischer Musik. Neben der Lobby befindet sich die Hotelbar sowie die Boutique in der es neben Souvenirs auch hausgemachte Glacé und exotische Eclairs zu kaufen gibt.

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In einem so schwül-heissen Klima wie in Bangkok herrscht, ist die Poollandschaft natürlich sehr beliebt. Diese ist im The Peninsula besonders schön gestaltet. Die einzelnen Becken sind so angeordnet, dass man immer nach vorne in den Fluss blickt. Hier am Pool serviert man den Gästen kühle Drinks und kleine Snacks. Der Pool ist übrigens bis 23 Uhr offen – man kann sich also auch nach dem Abendessen nochmals im angenehm temperierten Wasser abkühlen.

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Apropos Essen: Im Hotel gibt es gleich mehrere Restaurants die für das leibliche Wohl sorgen:

Mei Jiang – Am Mittag und Abend wird hier eine kantonesische Küche serviert. Vom Restaurant blickt man direkt nach draussen auf die grüne Wiese und den Chao Phraya.

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Thiptara – Das thailändische Restaurant befindet sich draussen, direkt am Fluss. In romantischer Atmosphäre serviert man den Gästen jeden Abend eine authentische thailändische Küche. Keine Angst vor Regen – einige Sitzplätze sind gedeckt.

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River Cafe & Terrace – Jeden Mittag und Abend wird hier ein Buffet aufgebaut in dem verschiedene Köstlichkeiten zubereitet werden. Im River Cafe wird auch das umfangreiche Frühstück angeboten.

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The Peninsula Bangkok ist ein wundervolles Hotel an bester Lage. Die Mitarbeiter sind sehr zuvorkommend und freundlich, die Pool-Landschaft wunderschön und dank den praktischen Booten erreicht man die Skytrain-Station in wenigen Minuten. Wer die thailändische Hauptstadt besucht, sollte hier unbedingt ein Zimmer buchen.

 

The Peninsula Bangkok
333 Charoennakorn Road
10600 Bangkok
Thailand
Website

(Besucht im Juli 2016)

 

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