Le Pont de Brent in Brent

Unser erstes Dinner im Le Pont de Brent liegt bereits sechs Jahre zurück. Damals besuchten wir den 3-Sterne-Koch Gérard Rabaey während seiner letzten Saison vor der Pension. 2011 übergab er das Restaurant seinem langjährigen Sous-Chef Stéphane Décotterd. Der damals 33-jährige Fribourger arbeitete fast zehn Jahre unter Rabaey und lernte im traditionsreichen Restaurant auch seine heutige Frau Stéphanie kennen.

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Mit grosser Vorfreude kehren wir an diesem warmen Septemberabend nach Brent zurück. Das kleine Dorf liegt oberhalb von Montreux. Dank den warmen Temperaturen, starten wir den Abend im lauschigen Garten. Von hier hört man idyllisch das Wasser vom kleinen Brunnen plätschern. Die weissen Tischtücher sind, gegenüber dem letzten Besuch, verschwunden. Geblieben sind die feinen Häppchen die man zum Apéro – wir wählen ein Glas rosé Champagner aus dem Hause Gosset – serviert. Diese schmecken heute Abend frischer und geschmacksintensiver als beim letzten Mal. Doch dazu gleich mehr.

Denn als allererstes werden Bricelets à la fève de Tonka avec Espuma au vacherin fribourgeois [7/10] serviert. Die knusprigen Bräzeli tunken wir in den herrlich duftenden Vacherin-Schaum. Das Zusammenspiel zwischen dem Käse und der leichten Süsse der Tonkabohnen ist absolut super.

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Gleich danach wird uns die grossformatige Speisekarte gereicht. Unsere Wahl fällt schnell auf das Menü in acht Gängen für 240 Franken. Anschliessend stöbern wir durch die Weinkarte, welche einen starken Fokus auf die Region hat. Natürlich findet man darauf auch einige schöne Tropfen aus Frankreich. Um das Menü vinophil zu begleiten, erkundigen wir uns bei der Sommelière nach einer Weinbegleitung. Sie bietet uns an, das Menü mit zwei verschiedenen Weissweinen, einem Rotwein sowie einem Dessertwein zu begleiten. Eine Weinbegleitung im klassischen Sinn, bei der jedes Gericht mit einem anderen Tropfen begleitet – und im besten Fall unterstrichen – wird, gibt es hier aufgrund mangelnder Nachfrage nicht.

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Nun erhalten wir ein nasses Tüchlein um unsere Hände zu reinigen, denn für die nun folgenden Häppchen [8/10] benötigen wir saubere Finger. Vier verschiedene Petitessen liegen auf einem Holzbrett. Wir starten mit den grossartigen Allumettes sablées au Gruyère, welche, getreu dem Namen, wunderbar nach Käse schmecken. Zudem sind sie leicht gesalzen und himmlisch buttrig. Ein wirklich schöner Kontrast zum prickelnden Champagner. Auch die restlichen Häppchen schmecken ausgezeichnet. So auch der wunderbare Féra mit Broccoli, der mit Käse gefüllte Malakoff und das leicht warme Tartelette mit bretonischem Hummer. Letzteres ist mit leicht süssem Curry und Dill abgeschmeckt.

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Der laue Septemberabend würde zwar dazu einladen, auch die nächsten Stunden hier draussen zu verbringen, doch wir werden nach dem letzten Schluck Champagner ins Restaurant gebeten. Das Le Pont de Brent verfügt über zwei Speiseräume, wobei der kleinere meistens für Gruppen verwendet wird. Heute ist keine grössere Gesellschaft anwesend weshalb nur der eine Speiseraum besetzt ist. Hier werden aber gleich alle neun Tische besetzt sein. Das Restaurant ist seit unserem letzten Besuch fast nicht mehr wieder zu erkennen. Erst vor wenigen Wochen hat man nämlich viel Geld in ein neues Interieur investiert. Dieses ist viel heller, leichter und frischer. Einzig die Holzwand erinnert noch an die alten Zeiten. Uns gefällt das neue Kleid gut. Man muss aber unbedingt versuchen noch etwas mehr Leben herein zu bekommen. Den ganzen Abend hinweg wird die Stimmung auffallend ruhig sein. Da die Tische so ausgerichtet sind, dass alle Gäste in die Raummitte blicken, wird eine etwas unangenehme Intimität geschaffen bei der jeder Gast den anderen beobachtet. Vielleicht sollte man die Zweiertische so auftischen, dass die Gäste vis à vis sitzen. Oder vielleicht könnte etwas Musik eine angenehmere Atmosphäre schaffen.

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Noch während sich die Tische um uns herum füllen, rollt der Brotwagen vor. Gleich vier verschiedene Brotsorten hat man frisch gebacken. Wir probieren uns durchs Angebot und sind begeistert. Nur selten, dass man solch klassisches Gebäck in dieser Qualität angeboten bekommt. Auch für die gesalzene Butter von einer nahe gelegenen Käserei gibt es Höchstnoten.

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Überraschenderweise folgt nun kein Amuse Bouche, sondern man startet direkt mit dem ersten Gang des Menüs:

La Vinaigrette d’Écrevisses du Lac Léman [6/10]

Die Flusskrebse auf diesem Gericht stammen aus dem Genfersee. Hier werden sie mit herrlichen Peperoni verfeinert. Dazu gibt es in Essig eingelegte Radieschen die für eine angenehme Säure sorgen. Dazu Dill der sich elegant über das Gericht legt. Das sommerliche Gericht wird durch eine Vinaigrette von Edelweiss (!) verfeinert. Diese bringt auch eine leichte Schärfe ins Gericht. In der Summe ein frisches, sommerliches Gericht, dass noch besser schmecken würde, wenn es ein paar Grad wärmer temperiert wäre.

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Le Rouget Barbet de „petits bateaux“ en tarte fine [8/10]

Der Teller riecht förmlich nach dem schönen Sommer. Das Gericht schmeckt nach sonnengereiften Tomaten und wundervollen Oliven. Die Rotbarbe steuert ein betörendes Aroma nach dem weiten Meer bei. Der Fisch ist gedämpft und naturbelassen, wodurch er sein wohltuender Geschmack bestens entfalten kann. Unter dem Fisch finden wir ein buttriges Bisquit. Auch ganz stark ist der Rucola. Die leichten Bitternoten komplettieren dieses Gericht. Mit diesem Paukenschlag verabschiedet sich der Sommer 2016 – mit dieser Komposition behalten wir ihn uns in bester Erinnerung.

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Le Homard bleu des Côtes Bretonnes [9/10]

Ein weiteres Highlight ist der Hummer aus der Bretagne. Am Tisch wird das edle Krustentier – zusammen mit Fenchel und Brotchips – mit einer fantastischen Bouillabaisse aufgegossen. Diese duftet absolut betörend. Mit Hochgenuss tauchen wir den Löffel in dieses wundervolle Elixier und sind ob seinem Geschmack und Intensität begeistert. Es schmeckt nach Meer, Safran, Dill, Knoblauch und Butter. Der Hummer ist wie erwartet von bester Qualität. Zum Glück hat der Service noch etwas Nachschlag der Bouillabaisse auf dem Tisch gelassen.

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La Poêlée de Cuisses de Grenouilles en Lasagne Garniture d’une Carbonara  [8/10]

Stéphane Décotterd setzt in seiner Küche gerne Froschschenkel ein. Diesmal in Kombination mit einem italienischen Klassiker – einer Lasagne à la carbonara. Die Froschschenkel wurden gebraten und wandern unter ein hauchdünnes Pasta-Blatt. Obendrauf kommt eine Carbonara-Crème. Darüber träufelt Décotterd geröstete Zwiebeln die nicht nur herrlich duften, sondern uns auch das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Die Carbonara „de luxe“ schmeckt dann auch so, wie es unsere Geruchsrezeptoren hoffnungsvoll ans Hirn meldeten: wunderbar süffig, intensiv und mit ganz viel Geschmack!

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La Selle d’Agneau de Sisteron en croûte, Tian de légumes d’été, Fleur de Courgette et Pomme soufflée [8/10]

Im Hauptgang serviert man uns ein geschmacksintensives Lamm. Dieses ist umringt von einer knusprigen und himmlisch buttrigen Kruste. Dazu wird uns eine tiefe, charaktervolle Tomaten-Lamm-Sauce kredenzt. Begleitet wird das zarte Fleisch von einer mit Auberginen-Kaviar gefüllten Zucchiniblüte, einem zweifarbigen Zucchetti-Törtchen gefüllt mit Ratatouille sowie einem traumhaften Kartoffelgebäck mit einem erfrischenden, flüssigen Zitronenkern. Ein rundum geschmacksintensiver Hauptgang mit viel Power und herzhaften Beilagen.

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Käsewagen

Der Käsewagen ist gefüllt mit den besten Schweizer Produkten. Dazu serviert man uns ein Rhabarber-Kompott und Nussbrot.

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Les Pruneaux „Fellenberg“ confit à la Cannelle,  Chocolat au lait des Alpages de l’Entlebuch [6/10]

Das erste Dessert ist ein Zusammenspiel zwischen der Fellenberg-Zwetschge, einer besonders delikaten Sorte, und dem wundervollen Zimtaroma. Eine klassische Kombination die eine typische Assoziation zum Herbst erzeugt. Es ist knusprig und dank der gut dosierten Süsse, auch ein ausgesprochen leichtes Dessert.

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Mit dem ersten Dessert werden auch gleich zwei Friandises auf den Tisch gestellt. Beides Fribourgische Klassiker – eine Hommage an Décotterds Herkunft, sowohl das Tartelettes au Vin cuit de Poire à Botzi als auch das Pain d’Anis – eine etwas andere Variante des bekannten Weihnachtsgebäck Chräbeli – schmecken absolut köstlich [8/10].

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La meringue,  les Fruits rouges et la Crème Double de la Gruyère [9/10]

Das zweite Dessert ist ein Geniestreich der Patisserie und eines der besten Desserts das uns seit langem zubereitet wurde. Grossartig wie die fruchtigen Aromen (allen voran Cassis) mit dem Meringue und dem Gruyère Doppelrahm kombiniert wird. Das Dessert hat spannende Texturen, ist fruchtig, elegant, leicht und dennoch äusserst geschmacksintensiv. Ein wahrer Dessertraum und nah an der Höchstnote.

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Petit Fours [8/10]

Zum kräftigen Espresso serviert man uns noch eine kleine Auswahl an wundervollen Pralinés mit Grüntee oder Mokka, sowie hauchdünne Schokoladenplättchen.

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Fazit: Es gibt definitiv einfachere Aufgaben als ein solch prestigeträchtiges Haus wie das Le Pont de Brent zu übernehmen. Stéphane Décotterd und seine Frau haben Mut bewiesen und das Restaurant erfolgreich in eine neue Ära geführt. So ist man nicht einfach still gestanden, sondern hat die Küche nach eigenem Gusto weiterentwickelt und ihr einen persönlichen Stempel aufgedrückt. Décotterd und sein Team machen einen ausgezeichneten Job. Man servierte uns ein geschmacksintensives Menü mit viel Power. Das Service-Team ist zwar etwas reserviert aber freundlich und aufmerksam. An das neue Interieur muss sich das Team aber offensichtlich noch etwas gewöhnen. So war die Stimmung an diesem Septemberabend etwas bedrückt. Eine zusätzliche Prise Fröhlichkeit würde dem neuen Le Pont de Brent bestimmt ganz gut stehen. Das hätten die zauberhaften Kreationen aus der Küche auch verdient.

le_pont_de_brent_montreux_stephane_decotterd_24Das Gastgeberpaar Stéphanie und Stéphan Decotterd

 

Speisekarte: Jeden Abend wird ein Menü in acht Gängen für 240 Franken angeboten. Inbegriffen sind auch eine Käsegang sowie zwei Desserts. Ein Amuse Bouche gibt es nicht. Dafür wird das Menü von Apéro-Häppchen und Friandises begleitet. Neben dem Menü steht auch eine kleine Auswahl an Gerichten die man à la Carte bestellen kann.

Zeit: Das Abendessen dauerte knapp 3 ½ Stunden.

Wein: Die Weinkarte ist umfangreich und hat die Waadt als Schwerpunkt. Natürlich findet man auch Gewächse aus dem Ausland – vorwiegend aus Frankreich. Eine Weinbegleitung im klassischen Stil wird nicht angeboten. Auf Nachfrage stellt man aber gerne aus den offenen Weinen eine Begleitung zusammen. So servierte man uns zwei weisse-, einen roten-, sowie ein Dessertwein. Die aufs Menü abgestimmte Weinbegleitung haben wir aber klar vermisst.

Diese Weinbegleitung, inklusive Wasser und Kaffee, wurde mit 100 Franken verrechnet:

„Clos des Mennettes“ 2015 – Domaine des Moines – Villeneuve VD
Chardonnay 2015 de Daniel Magliocco à St-Pierre de Clages VS
Merlot -Diolinoir 2014 – Domaine de la Doye – Les frères Dutruy à Founex VD
Cuvée Tradition 2014 – Jurançon moelleux  – Domaine de Bellegarde (France)

le_pont_de_brent_montreux_stephane_decotterd_22Das Team an der Front: Marc-Henri Miallon, Benjamin Brochet, Simon Anquetil, Stéphanie Décotterd, Maxime Munoz, Jérôme Mele (v.l.n.r.)

le_pont_de_brent_montreux_stephane_decotterd_23Die Brigade: Christophe Loeffel, Martial Facchinetti, Matteo Piras, Jérémie Cordier, Yannick Pavoncello, Thomas Bouledin, Stéphane Décotterd, Julian Weller (fehlt auf dem Foto) (v.l.n.r.)

 

Online: lepontdebrent.ch

 

Bewertung: Gourmör O8 / Michelin M2 / Gault-Millau GM18

(Besucht im September 2016)

The Capra in Saas Fee

Saas Fee ist ein bezaubernder Ort. Im Sommer kann man bei frischer Alpenluft die unzähligen Wanderwege entdecken und im Winter wartet ein grossartiges Skigebiet mit über 100 Pistenkilometer darauf entdeckt zu werden. Saas Fee ist umgeben von einer imposanten Bergwelt. Nirgendwo sonst in der Schweiz sieht man so viele 4’000er wie hier. Trotz der einmaligen Kulisse, ist Saas Fee immer etwas im Schatten des berühmteren Zermatt, welches gleich auf der anderen Seite des Alphubel liegt. Ein Faktor dafür ist die boomende Hotellerie welche in Zermatt Massstäbe setzt. In Saas Fee ist das Angebot überschaubar und im Luxussegment beinahe nicht existent. Die Freude war deshalb gross, als Investoren vor vier Jahren mit dem Umbau des alten „Sporthotels“ im Dorfkern begannen und das neue Haus unter dem Namen The Capra zur Saison 2015 als Boutique-Hotel eröffneten.

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Da es sich nur um ein Soft-Opening handelte, war es im ersten Jahr erstaunlich ruhig um das kleine Hotel mit den 14 exklusiven Suiten. Im letzten Jahr hat das Management den sympathischen Raphael Herzog als Hoteldirektor verpflichtet und The Capra im Winter 2015 offiziell eröffnet. Seitdem zählt das Haus zu den fixen Hotspots in den Bergen, von dem ganz Saas Fee profitiert.

Wir besuchen das The Capra an einem sonnigen Wochenende im März. Saas Fee ist autofrei – was dem Dorf mit seinen vielen schönen Chalets, zusätzlichen Charme verleiht. Wir parkieren das Auto im grossen Parkhaus beim Dorfeingang und werden nach einem kurzen Telefonat mit der Réception vom hoteleigenen Elektroauto abgeholt. Weiche Lammfelle sorgen für eine bequeme Fahrt zum Hotel. Dort werden wir bereits von Raphael Herzog und seinem Front-Desk-Team erwartet. Das Gepäck verschwindet in der Suite und wir werden zum Welcome-Drink begleitet. Wir haben uns noch selten, schon nach wenigen Augenblicken so zu Hause gefühlt wie hier. Man spürt schon vom ersten Kontakt an, dass es im kleinen Haus sehr persönlich zu und her geht. Trotzdem wird die Diskretion stets gewahrt.

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Den Welcome-Drink – wir wählen natürlich einen Weisswein aus dem Wallis – geniessen wir in der wunderschönen Lounge in der sich auch die Bar befindet. Im Cheminée lodert das Feuer, auf dem Tresen steht ein hausgemachter Kuchen und der junge Barkeeper mixt gerade ein paar Drinks für eine kleine Gästegruppe die soeben vom Skifahren zurück gekommen ist. Die Atmosphäre ist warm, gemütlich und familiär. Wir sind angekommen und geniessen den Aufenthalt vom ersten Moment an.

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Nach dem Apéro werden wir in unsere Signature Suite geführt. Das Zimmer hat einen abgetrenntes Wohnzimmer und ein grosszügiges Bad. Für die Einrichtung wurden hochwertige, zum Teil lokale, Materialien und moderne Designelemente miteinander kombiniert. Desweitern sorgt der Einsatz von viel Holz für eine ausgesprochen gemütliche Atmosphäre. Alle Suiten verfügen über eine Nespresso-Maschine sowie einen Balkon von dem man das eindrückliche Panorama geniessen kann.

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Bevor wir am Abend Saas Fee entdecken gehen, machen wir nochmals einen Halt in der Lounge und geniessen die gemütliche Atmosphäre, während wir durch die Fensterfronten die dicken Schneeflocken beobachten, welche Frau Holle gerade ins Wallis schickt. Die Aussicht auf frischen Pulverschnee lässt unsere Vorfreude auf den morgigen Skitag weiter steigen.

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Bevor es am nächsten Morgen auf die Pisten geht, stärken wir uns beim Frühstück. Ob Früchte, frische Müesli, lokalen Käse und Fleisch – das kleine Buffet bietet für alle etwas. Selbstverständlich können auch Eier in allen Variationen bestellt werden.

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Anschliessend machen wir uns parat um die die gut präparierten Skipisten zu entdecken. Bevor uns die Bahn auf 3’600 Meter über Meer bringt, geht es in den Skiraum. Anders als in den meisten anderen Hotels, befindet sich dieser nicht im Hotel, sondern bequem und exklusiv direkt bei den Skipisten. Mit dem Elektroauto werden wir die 800 Meter durchs Dorf chauffiert. Dort hält es direkt vor einem kleinen Holzhäusschen. Dieses ist diskret mit The Capra beschriftet und mit unserer Zimmerkarte gelangen wir ins warme Innern. Hier hat jeder Gast seinen Schrank in dem die Ski und Skischuhe verstaut und gewärmt werden. Hier kann man sich umziehen und muss dann bis zur Bergbahn nur noch ein paar Meter laufen.

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Am Abend, nach einem genialen Tag auf den Pisten, kommen wir nach der Abfahrt, wieder direkt vor unserem Skiraum zum Stehen. Was für ein Luxus, wenn man sich gleich umziehen und in die bequemen Schuhe steigen kann. Ein Telefon liegt bereit um den Chauffeur zu informieren, dass man uns wieder zurück ins Hotel fahren möchte. Um sich in der Zwischenzeit aufzuwärmen stehen Tee und eine Nespresso-Maschine bereit.

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Am Abend steht das Dinner im Hotelrestaurant La Locanda an. Für das Konzept zeichnet sich Oliver Glowig verantwortlich. Der gebürtige Deutsche führte in Rom einige Jahre ein Restaurant mit 2 Michelin Sternen. Glowig schreibt aber nicht nur die Rezepte für seine Dependance in Saas Fee, sondern ist auch regelmässig persönlich vor Ort um nach dem Rechten zu sehen. Auf seine Ragazzi in der Küche kann er sich aber verlassen. So servierten sie auch uns ein starkes Menü in sechs Gängen für 130 Franken. Den Testern des Gault-Millau war dies bereits zum Start 13 Punkte wert. Die Chancen stehen gut, dass bereits in diesem Herbst ein weiterer Punkt dazukommen wird. Der Service ist auch hier aufmerksam und ungezwungen.

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Am nächsten Tag meint es das Wetter nicht mehr so gut mit uns. Zum Glück hat es für solche Fälle im The Capra einen Wellness-Bereich. In der Sauna, im Dampfbad oder im Whirlpool kann man sich auch wundervoll nach einem Skitag erholen. Wem das SPA-Angebot zu klein ist darf sich freuen. Ab der Saison 16/17 rüstet The Capra auf. Ein zusätzliches Hotelgebäude wird gebaut um das Zimmerangebot zu erweitern. Dabei entsteht auch eine grosse SPA-Landschaft die jedes Wellness-Fan-Herz höher schlagen wird.

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The Capra ist ein wunderschönes Boutique-Hotel. Wir haben den Aufenthalt von der ersten Sekunde an genossen. Raphael Herzog und sein Team sind sehr zuvorkommende Gastgeber die ungezwungen und herzlich agieren. Man fühlt sich hier wie zu Hause. Durch die wenigen Zimmer kommt man auch in den Genuss von viel Ruhe und Platz. Ein grosses Highlight ist der exklusive Skiraum der direkt an der Skipiste steht – welch geniale Idee! Das erste Kapitel des The Capra ist geschrieben. Das Zweite liegt bereit. Wir sind auf den Abschluss des Umbaus sehr gespannt und überzeugt, dass The Capra noch stärker über Saas Fee hinaus strahlen wird.

The Capra
Lomattenstr. 6
3906 Saas Fee
Website

(Besucht im März 2016)

 

the_capra_saas_fee_43Hoteldirektor Raphael Herzog

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Castello del Sole in Ascona

Als wir durch die grosszügig gestaltete Einfahrt rollen, ahnen wir noch nicht, dass wir in ein paar Minuten unser Kinnladen vor lauter staunen fast nicht mehr schliessen können. Doch zuerst fahren wir an hohen Hecken, bunten Blumen und einem plätschernden Brunnen vorbei und halten unser Auto direkt vor dem Eingang des Castello del Sole. Vom freundlichen Portier werden wir herzlich in Empfang genommen. Das Gepäck verschwindet wie von Geisterhand und wenig später tut es ihm auch unser Wagen gleich. Unsere Blicke fallen auf das Gebäude, welches von aussen eher an einen Herrschaftssitz in der Lombardei erinnert, als an ein Hotel. Doch im Innern befindet sich eines der besten Hotels.

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Das Check-in wird schnell und unkompliziert abgewickelt und da wir etwas gar früh angereist sind – und unser Zimmer noch nicht ganz fertig ist – werden wir in den „Garten“ gebeten um dort einen Willkommens-Drink zu geniessen. Kaum an der Réception vorbei, treten wir ins grüne Paradies. Und hier erleben wir diesen magischen Moment. Wir fühlen uns wie Dorothy Gale aus dem Filmklassiker «The Wizard of Oz» als sie das magische Land Oz voller Begeisterung betritt. Denn um uns herum erstreckt sich eine riesige Parkanlage auf 11,5 Hektaren! Ein wundervoller Ort! Überall findet man Sitzmöglichkeiten. Zum Beispiel zwischen den 1’000 Bäumen. Bücher liegen auch schon parat. Im grossen Park lässt sich auch sonst vieles entdecken. Unter anderem die kleine Eselfamilie die schon seit vielen Jahren im 5-Sterne-Hotel residiert. Gleich gegenüber befindet sich der Spielplatz und der Joggingweg. Auf der anderen Seite der Parkanlage befindet sich die Reis-Plantage. Diese gehört zum Landwirtschaftsbetrieb der Terreni alla Maggia SA welche ebenfalls den Hotelbesitzern gehört und von dem auch viele Produkte direkt in den Hotelrestaurants verarbeitet werden. Wo kommt man schon in den Genuss eines Risottos, dessen Reis vor Ort gewachsen ist? Apropos Reis: dieser wird trocken ausgebaut – also keine Angst vor lästigen Mücken. Mit dem Satz: „Ihre Suite wäre jetzt bereit“, werden wir aus dem Staunen-Modus gerissen um festzustellen, dass wir vor lauter Bewundern und Entdecken sogar den Welcome-Drink vergessen haben zu bestellen.

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Das Castello del Sole zählt 78 Zimmer und Suiten. Diese sind auf die unterschiedlichen Gästebedürfnisse zugeschnitten. Im Pavillon Locarno befinden sich die exklusiven Suiten. Von hier geniesst man eine einmalige Ruhe mit Blick in die wunderschöne Natur. Auch im Haupthaus gibt es Suiten, aber auch Doppelzimmer mit kleinen Balkons. In diesem Gebäude befinden sich auch die elf neuen Junior-Suiten die sehr modern eingerichtet sind. Unsere Suite befindet sich im Pavillon Ascona. Dieser Teil wurde vor zehn Jahren gebaut und bietet Platz für acht wunderschöne Suiten. Alle Suiten sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Luxuriöse Badezimmer, auserlesene Möbel und Stoffe, sowie die hohen Wohn- & Schlafräume tragen zum grossen Komfort bei. Natürlich kommt man auch hier, wie auch im Rest des Hotels, in den Genuss von absoluter Ruhe. Von den grossen Fensterfronten und dem Balkon hat man einen malerischen Blick in den weitläufigen Park.

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Einen Stock tiefer befindet sich die schöne Wellness-Oase. Auf 1’600 m² findet man hier diverse Saunen, einen Kneippweg, verschiedene Behandlungsräume und eine SPA-Suiten die man für ein paar Stunden exklusiv mieten kann. Im SPA-Programm findet man unzählige Behandlungen. Von klassischen Massagen über Beauty-Treatments bis zu speziellen Behandlungen wie die Vinoaqua-Therapie mit einem Peeling aus Traubenkernen von der Merlot-Traube. Selbstverständlich, dass auch diese vom eigenen Landwirtschaftsbetrieb stammen.

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Der SPA-Besuch ist für morgen geplant weshalb wir zurück in den grossen Park gehen. Dabei gehen wir auch an den Tennisplätzen und dem Pool vorbei. Dieser ist zur Hälfte gedeckt damit er auch an den wenigen Regentagen benutzt werden kann. Inmitten der Parkanlage befindet sich auch das Ristorante Parco Saleggi. Hier wird das Mittagessen serviert. Die Gäste wählen vom umfangreichen Buffet, bestellen eine frische Pizza oder entscheiden sich für das täglich wechselnde Fisch- und Fleisch-Menü.

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Nach dem idyllischen Lunch im Freien geht es weiter durch den Park. An dessem Ende finden wir den 300 Meter langen Privatstrand. Hier hat man kürzlich eine neue Lounge eingerichtet. Diese ergänzt das ebenfalls kürzlich eingeweihte Restaurant in dem Drinks und Snacks zubereitet werden. Die braungebrannten und gut gelaunten Ragazzi in ihren lässigen Shorts servieren die Drinks natürlich direkt an die Liegestühle. Hier, mit Blick auf den Lago Maggiore, lassen sich die heissen Sommertage besonders intensiv geniessen.

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Für das Abendessen stehen zwei Restaurants zur Verfügung:

Ristorante Tre Stagioni – Das Hauptrestaurant des Hotels bietet Platz für 150 Personen. Bei diskreten Piano-Klängen wird den Hotelgästen ein mehrgängiges Menü serviert. Immer freitags gibt es ein Fischbuffet.

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Locanda Barbarossa – Seit 29 (!) Jahren steht hier der Luzerner Othmar Schlegel am Herd. Er ist nicht nur für das Gourmetrestaurant, sondern für die komplette Kulinarik des 5-Sterne-Hotels verantwortlich. Die „Locanda“ ist aber sein Vorzeigelokal für das er 18 Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern erkocht hat. Die 29. Saison in Ascona wird leider auch seine letzte sein. Schlegel geht im Oktober in die wohlverdiente Pension. Seine Gäste werden ihn vermissen. Vor allem die grossen Pièces die er immer zubereitet hat und welche vom freundlichen Service-Team unter der Leitung von Sergio Bassi stilvoll am Tisch tranchiert wurden. Aber auch seine Signature-Dishes wie die wundervollen Risotti oder den ‚Casareccia-Teigwaren mit Kernbohnen und Hummer‘ wird man schmerzlich nachtrauern.

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Ob Locanda Barbarossa oder Tre Stagioni, den Abend sollte man unbedingt im Innenhof einläuten. Hier  in der Lounge Cortile Barbarossa geniesst man bei einer wundervoll mediterranen Stimmung den Apéro. Mit der orientalisch eingerichteten Bassa Selim gibt es auch eine Indoor-Bar. Chef über die Drinks und Cocktails ist der langjährige Chef de bar Erwin Zeitlmeier.

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Das Frühstück wird im Tre Stagioni serviert. Bei schönem Wetter wird natürlich auf der grossen Terrasse aufgedeckt. So geniesst man schon am frühen Morgen die ersten Sonnenstrahlen die sich durch die hohen Bäume drängen. Das Zmorge-Angebot ist sehr umfangreich. Auf keinen Fall sollte man die hausgemachten Joghurt mit Honig verpassen.

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Fazit: Obwohl man keine zwei Autostunden von Luzern entfernt ist, hat man das Gefühl, als befinde man sich hier mitten in Italien. Zu verdanken hat man dies nicht nur dem mediterranen Wetter, sondern auch dem südländischen Flair welches das Hotel ausstrahlt. Einziger Unterschied zum südlichen Nachbarland, hier im Castello del Sole kommen die Gäste in den Genuss von der Schweizer Perfektion und hohen Servicequalitäten. 150 freundliche und top ausgebildete Mitarbeiter sorgen für unvergessliche Ferien. An vorderster Front stehen Simon V. und Gabriela Jenny die sich aufmerksam und diskret um die Gäste kümmern und diesen Ort zu etwas ganz Besonderem machen.

 

Castello del Sole
Via Muraccio 142
6612 Ascona
Website

(Besucht im Mai 2016)

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